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Nachrichten

Freitag, 6. Juni 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Die beiden US-Senatoren Barack Obama und Hillary Clinton haben sich getroffen, um eine mögliche Spaltung der Demokraten im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur zu vermeiden. Die Wahlkampfteams beider sprachen anschließend ohne Nennung von Details von einem 'produktiven' Gespräch. Dabei dürfte es um eine mögliche Vize-Präsidentschaft Clintons gegangen sein. Obama hatte sich am Mittwoch zum Sieger des Vorwahlkampfs erklärt, nachdem er die für eine Nominierung als Präsidentschaftskandidat notwendige Stimmenmehrheit erreicht hatte. Es wird erwartet, dass Clinton am Samstag ihren Rückzug aus dem Rennen verkündet. Sie hatte angegeben, sie stehe als Vize-Präsidentin bereit, wenn Obama sich für sie entscheide.

WASHINGTON: Der mutmaßliche Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001 hat die Todesstrafe für sich gefordert. Er wolle zum Märtyrer werden, sagte Chalid Scheich Mohammed zum Auftakt des Prozesses vor einem Militär-Sondergericht im US-Gefangenenlager Guantanamo. Zugleich lehnte er die von den US-Militärs gestellten Anwälte ab. Auch Ramzi Binalshibh, Mitglied der so genannten Hamburger Zelle um den Flugzeugattentäter Mohammed Atta, verlangte seine Verurteilung zum Tode. Neben Mohammed und Binalshibh stehen drei weitere Mitverschwörer vor dem US-Sondergericht. Das Verfahren im Lager Guantanamo auf Kuba ist der wichtigste Terrorprozess seit den Anschlägen in New York und Washington, bei denen fast 3.000 Menschen getötet wurden.

COLOMBO: Bei der Explosion einer Bombe in einem Bus sind südlich der srilankischen Hauptstadt Colombo mehr als 20 Menschen getötet worden. Etwa 55 Menschen wurden verletzt. Das Militär schrieb den Anschlag der tamilischen Rebellenorganisation der 'Befreiungstiger für Tamil Eelam' zu. Seit Anfang des Jahres ist die Gewalt auf Sri Lanka wieder eskaliert, nachdem die Regierung das von Norwegen 2001 vermittelte Waffenstillstandsabkommen aufgekündigt hatte.

ISLAMABAD: Die pakistanische Polizei hat nach eigenen Angaben weitere geplante Anschläge verhindert. Drei mit Sprengstoffen beladene Fahrzeuge seien in der Garnisonstadt Rawalpindi beschlagnahmt und sechs Personen festgenommen worden, teilte das Innenministerium mit. Die Sicherheitsstufe für die Stadt und die angrenzende Hauptstadt Islamabad wurde erhöht. Am Donnerstag hatte die Terrororganisation El Kaida die Verantwortung für den Anschlag auf die dänische Botschaft in Islamabad übernommen. Dabei waren Anfang der Woche sechs Pakistaner getötet worden. Innenminister Rehman Malik versicherte den in der Stadt ansässigen Botschaften, man werde alles für deren Sicherheit Notwendige unternehmen.

HARARE: In Simbabwe verschärft sich die Lage drei Wochen vor der geplanten Stichwahl um das Präsidentenamt. Die Regierung kündigte an, alle im Land tätigen Nicht-Regierungsorganisationen müssten sich neu akkreditieren und versprechen, sich aus politischen Angelegenheiten herauszuhalten. Am Donnerstag waren alle Hilfsorganisationen aufgefordert worden, ihre Arbeit bis auf weiteres einzustellen. Die Regierung wirft ihnen vor, für die Opposition Wahlkampf zu betreiben. Derweil rief der Generalsekretär der oppositionellen MDC, Tendai Biti, Präsident Robert Mugabe zur Bildung einer Koalitionsregierung auf. Die für den 27. Juni geplante Präsidenten-Stichwahl zwischen Mugabe und Oppositionschef Morgan Tsvangirai könne angesichts des derzeitigen Klimas von Gewalt weder frei noch fair verlaufen.

BERLIN: Nach dem ersten Besuch des neuen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew in Deutschland hat der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Gernot Erler, dessen Reformbestrebungen gelobt. Erler sagte in einem Zeitungsinterview, Medwedew wolle einen starken Mittelstand und eine Kultur des Rechtsstaats schaffen. Es gebe keinen Grund, an seinen Absichten zu zweifeln. Am Donnerstag hatte sich Medwedew in Berlin zu einem Kurs innerer Reformen bekannt, den Westen zugleich aber vor einer Ausgrenzung seines Landes gewarnt. Mit Kanzlerin Angela Merkel vereinbarte der Nachfolger Wladimir Putins einen Dialog auch über Streitthemen wie Menschenrechte und die geplante Nato-Erweiterung.

BERLIN: Der Bundestag will den Bau klimafreundlicher Kraftwerke künftig besser fördern. Nach dem Beschluss des Parlaments soll bis zum Jahr 2020 ein Viertel des deutschen Stroms aus Anlagen kommen, die gleichzeitig Elektrizität und Wärme erzeugen. Für das Gesetz zur so genannten Kraft-Wärme-Koppelung stimmten die Abgeordneten von Union und SPD. Die Opposition begrüßte den Ausbau zwar, bezeichnete die geplante Förderung mit maximal 750 Millionen Euro jährlich aber als unzureichend.

BERLIN: Die deutschen Milchbauern haben ihren zehntägigen Lieferboykott beendet. Zuvor hatten die großen Handelsketten höhere Preise zugesichert oder Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Ganz ausgeräumt ist der Konflikt allerdings noch nicht. Der Vorsitzende des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter, Romuald Schaber, sagte, es stehe noch ein langer Kampf bevor. Die Bauern fordern weiterhin 43 Cent pro Liter Milch.

BERLIN: Zwei Tage vor dem Fußball-Europameisterschaftsspiel zwischen Deutschland und Polen hat sich der polnische Botschafter in Berlin, Marek Prawda, von reißerischen Berichten polnischer Zeitungen gegen die deutsche Nationalmannschaft distanziert. Prawda sagte, viele Fans sähen die Berichte ebenfalls kritisch. Besonderes Aufsehen hatte die Titelseite eines Boulevardblatts erregt, auf der der polnische Trainer Leo Beenhakker mit den abgeschlagenen Köpfen des Mannschaftskapitäns Michael Ballack und Nationaltrainers Jogi Löw in den Händen abgebildet war. - Mit ausgelöst hatte den Streit die polnische Zeitung "Fakt", deren Fotomontage einen knienden Ballack zeigte, dem Beenhakker den Kopf abschlagen will. Das Blatt gehört zum deutschen Springer-Verlag. Beenhakker und auch die Polen-Beauftragte der Bundesregierung, Gesine Schwan, kritisierten die Berichterstattung mit deutlichen Worten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Südwesten viele Wolken mit teils gewittrigen Schauern. Nach Nordosten hin sonnig. Höchstwerte 17 bis 27 Grad Celsius.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 17°, leicht bewölkt;

Berlin: 18°, sonnig;

Dresden: 15°, sonnig;

Köln/Bonn: 15°, Nebel;

Frankfurt am Main: 17°, stark bewölkt und

München: 15°, stark bewölkt.


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