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Nachrichten

Freitag, 6. Juli 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag

ISLAMABAD: Die in der Roten Moschee im Zentrum von Islamabad verschanzten Islamisten haben die Regierungsforderung nach bedingungsloser Kapitulation erneut zurückgewiesen. Man werde Widerstand leisten bis zum Tod, kündigte einer der Geistlichen in dem Gebetshaus an. Die pakistanischen Sicherheitskräfte setzten ihre Belagerung des Gebäudekomplexes fort. Dabei kam es wieder zu Schießereien. Seit Dienstag wurden 19 Menschen getötet. Auf Staatspräsident Pervez Musharraf wurde offenbar erneut ein Anschlag versucht. Das startende Flugzeug Musharrafs sei in Islamabad beschossen, aber nicht getroffen worden, hieß es in pakistanischen Sicherheitskreisen. - Im Südwesten Pakistans wurden nach Informationen der Agentur DPA zwei deutsche Staatsbürger unter Terrorverdacht festgenommen. Die beiden Brüder türkischer Herkunft hätten Verbindungen zur Terrororganisation El Kaida und in Afghanistan ein Trainingscamp besucht, zitiert die Agentur einen Offizier des pakistanischen Grenzschutzes. Das Auswärtige Amt in Berlin kündigte eine Prüfung dieser Meldungen an.

CANBERRA: Im Rahmen der Ermittlungen zu den Anschlagsversuchen in Großbritannien hat die Polizei bei Razzien in zwei australischen Krankenhäusern Computer beschlagnahmt und weitere ausländische Ärzte vernommen. Mögliches Beweismaterial sei in Krankenhäusern in Perth und Kalgoorlie im Bundesstaat Western Australia beschlagnahmt worden, teilte die Polizei mit. Zudem seien fünf indische Ärzte verhört worden. Vier von ihnen hätten ebenso wie die bereits inhaftierten Terrorverdächtigen im britischen Gesundheitswesen gearbeitet und Kontakt zu anderen Verdächtigen gehabt.

BERLIN: Der Bundesrat hat der von der großen Koalition im Bundestag verabschiedeten Steuerreform zugestimmt. Damit kann das Reformwerk, dessen Ziel es ist, Deutschland als Unternehmensstandort attraktiver zu machen, zum 1. Januar in Kraft treten. Die Steuerbelastung für Kapitalgesellschaften sinkt auf knapp unter 30 Prozent. - Mehrheitlich billigte die Vertretung der Länder die von Migrantenverbänden kritisierten Änderungen beim Zuwanderungsrecht. Unter anderem dürfen Ehepartner aus Nicht-EU-Staaten künftig nur nach Deutschland nachziehen, wenn sie mindestens 18 Jahre alt sind und Deutschkenntnisse nachweisen können. Zudem stimmte die Länderkammer dem vom Bundestag beschlossenen Rauchverbot in Bahnen, Bussen und Taxis sowie in Bundesbehörden zu. Auch die Null-Promille-Grenze für alle Autofahrer unter 21 Jahren fand die Zustimmung des Bundesrates.

BERLIN: Die Koalitionspartner Union und SPD haben im Bundestag zwei neue Programme für Langzeitarbeitslose beschlossen. In den kommenden beiden Jahren werden 100.000 Stellen für schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose bezuschusst. Mit dem zweiten Programm sollen junge Erwachsene bei der Jobsuche unterstützt werden.

NÜRNBERG: Die Bundesagentur für Arbeit rechnet für dieses Jahr mit einem Überschuss von 2,5 bis drei Milliarden Euro. Dies teilte die Behörde nach einer Sitzung des Verwaltungsrates mit. Die anhaltend gute Konjunktur sorge für mehr Beitragszahler. Gleichzeitig würden weniger Menschen arbeitslos, hieß es zu Begründung.

BERLIN: Nach der Veröffentlichung der Nebeneinkünfte von Bundestagsabgeordneten im Internet geht die Debatte über die Regelung weiter. Der Präsident des Deutschen Anwaltsvereins, Hartmut Kilger, erklärte, es werde in Zukunft schwieriger, Freiberufler für eine Tätigkeit als Parlamentarier zu interessieren. Der Verwaltungswissenschaftler Hans Herbert von Arnim forderte hingegen detalliertere Angaben zu den Nebeneinkünften. - Diese müssen nach der vom Verfassungsgericht gebilligten Regelung in drei Einkommensstufen zwischen 1.000 und mehr als 7.000 Euro angegeben werden. - Die überwiegende Mehrheit der 613 Bundestagsabgeordneten hat danach keine Einkünfte aus Nebentätigkeiten.

BERLIN: Als Konsequenz aus dem Zwischenfall im Atomkraftwerk Krümmel haben die Grünen gefordert, dem Betreiber Vattenfall die Lizenz zu entziehen. Das Unternehmen habe die Öffentlichkeit nicht über das wirkliche Ausmaß des Zwischenfalls informiert, sagte Fraktionschefin Renate Künast. - Vor gut einer Woche war in Krümmel ein Transformator nach einem Kurzschluss in Brand geraten. Die Ursache für den Kurzschluss ist nicht bekannt. Das Kernkraftwerk ist weiter abgeschaltet.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler sieht die beiden Neumitglieder Rumänien und Bulgarien auf einem guten Weg in der Europäischen Union. Nach seinem Besuch beider Länder sagte Köhler in einem Rundfunkinterview, der Beitritt habe dort Wirtschaft und Politik positiv beeinflusst. Zugleich hob Köhler hervor, dass es in Rumänien und Bulgarien trotz des Erreichten noch viel zu tun gebe. Dennoch seien die Länder für Unternehmen attraktive Investitionsstandorte, so Köhler.

ANKARA: Der Prozess gegen den deutschen Schüler Marco.W.aus Uelzen ist im südtürkischen Urlaubsort Antalya kurz nach Beginn auf den 8. August vertagt worden. Der 17-Jährige wird des sexuellen Missbrauchs eines 13-jährigen Mädchens aus Großbritannien beschuldigt. Marco W. bestreitet die Vorwürfe. Er muss weiter in Untersuchungshaft bleiben. Das Mädchen erschien nicht zur Verhandlung. Wegen des jugendlichen Alters des Angeklagten findet das Verfahren hinter verschlossenen Türen statt.

TOKIO: Nach den USA plant nun auch Japan die baldige Errichtung eines Raketenschilds zum Schutz vor möglichen Angriffen Nordkoreas. Angesichts der wachsenden Bedrohung durch Nordkorea müsse Japan seine Zusammenarbeit mit der US-Armee ausdehnen, empfiehlt der Jahresbericht des Verteidigungsministeriums. Darin heißt es weiter, das stalinistisch geführte Land arbeite weiter an der Verbesserung seiner Raketen, um ganz Ostasien sowie den Norden Australiens und den US-Bundesstaat Alaska erreichen zu können.

DILI: Osttimor wird künftig von einer Koalitionsregierung unter Ausschluss der bisherigen Regierungspartei Fretilin regiert. Die zweit- und drittplatzierten Parteien schlossen sich zu einer Koalition zusammen, die unter dem früheren Präsidenten Xanana Gusmao die Regierungsverantwortung übernehmen will. Die aus dem Unabhängigkeitskampf gegen Indonesien hervorgegangene Fretilin-Partei kam bei den Wahlen vor sechs Tagen auf 29 Prozent der Stimmen. Gusmao erreichte mit seiner neugegründeten Partei Nationaler Kongress für den Wiederaufbau Osttimors (CNRT) 24 Prozent, tat sich aber mit zwei kleineren Parteien zusammen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden Schauer, vereinzelt Gewitter. Im Süden zunehmend freundlich, teils sonnig. Tagestemperaturen 17 bis 22 Grad Celsius.

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