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Nachrichten

Freitag, 6. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW ORLEANS: Der Energiekonzern BP hat das Ölleck im Golf von Mexiko nach eigenen Angaben mit Zement versiegelt. Das Bohrloch in 1.500 Meter Tiefe werde nun überwacht, um sicherzugehen, dass die Aktion erfolgreich verlaufen sei, teilte das Unternehmen mit. Vor dem Zement war im Rahmen der Operation "Static Kill" schwerer Schlamm in den Bohrschacht gefüllt worden. Noch in diesem Monat plant BP einen weiteren Schritt. Etwa 4.000 Meter unter dem Meeresgrund sollen dann über eine Entlastungsbohrung zusätzlich Schlamm und Zement in die Leitung gepumpt werden, um die Quelle auch von unten zu versiegeln.

MOSKAU: Die verheerenden Waldbrände in Russland drohen zunehmend, radioaktive Stoffe freizusetzen. Nach Angaben der Feuerwehr ist von den Flammen derzeit auch das Gelände eines atomaren Forschungszentrums in Sarow, etwa 400 Kilometer östlich von Moskau, betroffen. Trotz des starken Rauchs, der die Löscharbeiten behindere, sei die Lage aber unter Kontrolle, hieß es. Zuvor hatte Zivilschutzminister Schoigu davor gewarnt, dass die Brände radioaktiv verseuchten Boden im Gebiet von Brjansk aufwirbeln könnten. Die Region ist seit der Atomkatastrophe von Tschernobyl 1986 besonders stark von Radioaktivität betroffen.

ISLAMABAD: In Pakistan weitet sich die schwerste Hochwasser-Katastrophe seit Jahrzehnten immer mehr in Richtung Süden aus. Die heftigen Überschwemmungen infolge des Monsunregens haben inzwischen auch die bevölkerungsreichen Provinzen Punjab und Sindh erreicht. Zahlreiche Dörfer im Katastrophengebiet stehen unter Wasser. Viele Bewohner sind auf die Fluten nicht vorbereitet, weil sie von den Behörden offenbar nicht gewarnt werden. Bislang sind durch das Hochwasser rund 1.500 Menschen ums Leben gekommen, mehr als vier Millionen sind nach UN-Angaben von der Katastrophe betroffen, darunter fast 1,5 Millionen Kinder.

NEU-DELHI: Im indischen Teil Kaschmirs sind bei Überschwemmungen mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Plötzliche Regenfälle hätten in der Stadt Leh zu einer Springflut geführt, teilte die Polizei mit. Der Ort liegt in der wüstenähnlichen Region Ladakh, wo es normalerweise nur sehr wenige Niederschläge gibt. Eine großangelegte Rettungsaktion ist angelaufen.

HIROSHIMA: In der japanischen Stadt haben die Menschen des ersten Atombombenabwurfs vor 65 Jahren gedacht. Zu der Zeremonie kam erstmals auch ein US-Botschafter. Roos sagte in einer Erklärung, für die künftigen Generationen müsse man daran arbeiten, eine Welt ohne Nuklearwaffen zu schaffen. Mit Ban nahm ebenfalls zum ersten Mal ein UN-Generalsekretär an der Gedenkveranstaltung teil. Ban betonte, der Verzicht auf Massenvernichtungswaffen sei der einzige Weg zu einer sicheren Welt. Die USA hatten am 6. August 1945 eine Atombombe über Hiroshima und drei Tage später eine zweite über Nagasaki gezündet. Innerhalb weniger Monate kamen damals etwa 140.000 Menschen ums Leben.

WARSCHAU: Der neue polnische Präsident Komorowski ist im Amt. Gut einen Monat nach seiner Wahl wurde der 58-Jährige vor der Nationalversammlung in Warschau vereidigt. Komorowski versicherte den Abgeordneten, er werde ein gemeinsames Fundament für eine Zusammenarbeit mit der Opposition suchen. Mit einer Schweigeminute würdigte das Parlament Komorowskis tödlich verunglückten Vorgänger Kaczynski. Er war bei einem Flugzeugabsturz am 10. April bei Smolensk in Russland ums Leben gekommen.

BERLIN: Vor einem dramatischen Lehrermangel warnt der Deutsche Philologenverband. Zu Beginn des neuen Schuljahres in einzelnen Bundesländern zeige sich, dass der Mangel in Deutschland noch nie so groß gewesen sei, sagte der Verbandsvorsitzende Meidinger. Nach Berechnungen des Verbandes fehlen bis zu 45.000 Lehrer, davon zwei Drittel in den Bereichen Naturwissenschaften und Mathematik. Meidinger forderte deshalb, auf pensionierte Pädagogen zurückzugreifen. Bereits im vergangenen Schuljahr waren nach Schätzungen des Verbandes bis zu 10.000 Ruheständler als Lehrer im Einsatz.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der östlichen Hälfte von Vorpommern bis Bayern wolkenreich und immer wieder schauerartiger Regen. Sonst wechselnd bewölkt mit sonnigen Abschnitten. Höchstwerte 13 bis 26 Grad.

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