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Nachrichten

Freitag, 5. September 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SAINT PAUL: Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat John McCain hat sich zum Abschluss des Wahlparteitags als Patriot und geistig unabhängiger Reformer präsentiert, der einen politischen Neubeginn in Washington anstrebt. Der 72-Jährige kündigte vor den Delegierten in St. Paul im Bundesstaat Minnesota einen entschiedenen Kampf gegen den Einfluss der Lobbyisten, Korruption und Geldverschwendung aus politischen Eigeninteressen an. McCain, der seit mehr als 20 Jahren im Senat sitzt, versprach zudem für den Fall eines Wahlsiegs über die Parteigrenzen hinweg zum Wohl der Vereinigten Staaten arbeiten zu wollen. Zu Beginn seiner Rede hatte der Vietnamveteran und Senator aus Arizona die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten offiziell angenommen. - Die Polizei in St. Paul nahm bei weiteren Protesten gegen den Parteitag 200 Demonstranten fest.

ULAN BATOR: Deutschland und die Mongolei haben eine umfassende Partnerschaft bis hin zu militärischen Kooperationen vereinbart. Aus Anlass des Staatsbesuchs von Bundespräsident Horst Köhler in dem asiatischen Land wurde dazu eine Erklärung beider Regierungen verabschiedet. Darin werden Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit im Inneren und das internationale Recht in der Außenpolitik als gemeinsame Werte bekräftigt. Beide Länder wollen demnach künftig bei UN-Friedensmissionen eng zusammenarbeiten und sich regelmäßig auf Regierungsebene absprechen. Der mongolische Präsident Nambar Enkhbayar sprach von einem "neuen Niveau" der Beziehungen seines Landes mit Deutschland. - In der Mongolei hatte es nach der Parlamentswahl Anfang Juli schwere Unruhen gegeben. Inzwischen hat sich die Lage wieder entspannt. Erst am Montag hatte sich das neue Parlament konstituiert.

WARSCHAU: Der konservative polnische Präsident Lech Kaczynski hat sich besorgt über das Verhältnis zu Deutschland geäußert. Trotz zahlreicher Zugeständnisse Polens habe er von deutscher Seite bisher kein Entgegenkommen wahrgenommen, sagte Kaczynski laut einer Meldung der Nachrichtenagentur PAP vor Botschaftern in Warschau. Für Meinungsverschiedenheiten zwischen beiden Ländern sorgt unter anderem der geplante Bau einer deutsch-russischen Ölpipeline durch die Ostsee.

MOSKAU: Als Reaktion auf das von den USA geplante Raketenabwehrsystem in Europa erwägt Russland, neuartige Präzisionswaffen in der Nähe der polnischen Grenze zu stationieren. Das teilte der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im russischen Parlament, Viktor Sawarsin, mit. Zu Einzelheiten äußerte er sich nicht. Im vergangenen Monat hatten die USA und Polen ein Abkommen unterzeichnet, das die Stationierung von zehn amerikanischen Abfangraketen auf polnischem Territorium vorsieht. Außerdem soll in Tschechien eine Radaranlage errichtet werden. Russland sieht seine Sicherheit durch den Raketenschild bedroht.

BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich für eine internationale Aufarbeitung des Kaukasus-Konflikts ausgesprochen. Bei der Ausgestaltung der mittel- und langfristigen Beziehungen zu den Konfliktpartnern Russland und Georgien spiele es eine Rolle, wer zu welchen Teilen Verantwortung an der Eskalation bis hin zur militärischen Auseinandersetzung Anfang August trage, sagte Steinmeier der 'Hannoverschen Allgemeinen Zeitung'. Im Rahmen der Vereinten Nationen oder der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa sei eine internationale Untersuchung möglich, sagte Steinmeier.

MOSKAU: Im Kaukasus-Konflikt hat Russland der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa erstmals gestattet, Beobachter in die sogenannte Pufferzone um Südossetien zu entsenden. Das bestätigte die OSZE auf ihrer Internet-Seite. Bisher hatte sich Russland gegen Beobachter in dem Gebiet gesperrt. Dort soll es nach Darstellung Georgiens zu Brandschatzungen und Plünderungen südossetischer Milizen gekommen sein. Tausende Georgier waren aus dem Gebiet geflohen, nachdem sich die georgische Armee von dort nach heftigen Gefechten mit russischen Truppen zurückgezogen hatte. Die Kaukasus- Krise steht auch im Mittelpunkt eines EU-Außenministertreffens, das an diesem Freitag im französischen Avignon beginnt.

BERLIN: Der Europaabgeordnete Cem Özdemir wird aller Voraussicht nach als erster türkischstämmiger Politiker Bundesvorsitzender der Grünen. Der Weg für Özdemir als Nachfolger von Parteichef Reinhard Bütikofer ist frei, nachdem der Fraktionsvorsitzende der Berliner Grünen, Volker Ratzmann, aus persönlichen Gründen auf seine Kandidatur verzichtet hat. Die Wahl soll auf einem Parteitag der Grünen im November stattfinden. Özdemir wird wie Ratzmann dem Lager der Reformer zugerechnet, das einer Zusammenarbeit mit der CDU offener gegenübersteht als der linke Parteiflügel.

WIESBADEN: Jeder zehnte Bundesbürger braucht finanzielle Hilfe vom Staat. Das geht aus einer Untersuchung des Statistischen Bundesamtes hervor. Rund 8,3 Millionen Deutsche haben Ende 2006 existenzsichernde Hilfen wie Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld erhalten. Zwischen den Bundesländern gibt es große Unterschiede. Berlin markiert den Spitzenwert. Hier ist jeder Fünfte auf soziale Mindestsicherung angewiesen. Am wenigsten staatliche Hilfe benötigten die Einwohner Bayerns.

LUANDA: Erstmals seit 16 Jahren ist die Bevölkerung in Angola wieder zu einer Wahl aufgerufen. Rund 8,3 Millionen Stimmberechtigte in dem südwestafrikanischen Land entscheiden über die Neubesetzung des Parlaments. Als klarer Favorit ging die Regierungspartei MPLA des seit fast 30 Jahren amtierenden Präsidenten José Eduardo dos Santos ins Rennen. Die größte Oppositionspartei UNITA der früheren rechtsgerichteten Rebellen hatte der MPLA im Wahlkampf massive Behinderung vorgeworfen.

PORT-AU-PRINCE: Durch den Wirbelsturm 'Hanna' sind in Haiti weit mehr Menschen ums Leben gekommen als zunächst befürchtet. Nach jüngsten offiziellen Angaben wurden in dem Karibikstaat mindestens 136 Todesopfer gezählt. Weite Teile Haitis stehen nach wie vor unter Wasser. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht, da sich bereits der gefährliche Hurrikan 'Ike' den karibischen Inseln nähert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem im Nordosten und südlich der Donau freundlich mit heiteren Abschnitten. Sonst dicht bewölkt und etwas Regen. Höchsttemperaturen zwischen 20 und 26 Grad.

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