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Nachrichten

Freitag, 5. Oktober 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PRETORIA: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zum Auftakt ihres Besuchs in Südafrika mit Präsident Thabo Mbeki zusammengetroffen. Ein Thema der Gespräche in Pretoria dürfte die Lage in Simbabwe sein, das vom autoritär regierenden Präsidenten Robert Mugabe in eine schwere Wirtschaftskrise gesteuert worden ist. Südafrika bemüht sich in dem Nachbarland, zwischen Regierung und Opposition zu vermitteln. - Merkel will auch mit dem ehemaligen südafrikanischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela zusammentreffen sowie eines der Stadien besichtigen, in denen Südafrika 2010 die Fußball-Weltmeisterschaft austragen will. - Am Sonntag fliegt die Kanzlerin nach Liberia weiter, der dritten und letzten Station ihrer Afrikareise.


BERLIN: Ein dreistündiger Streik der Lokführer-Gewerkschaft GDL im Nah- und Regionalverkehr hat den Betrieb der Deutschen Bahn erheblich beeinträchtigt. Das befürchtete Chaos im Berufsverkehr blieb nach Korrespondentenberichten aber aus. Die Bahn hatte nach der Streikankündigung einen Notfall-Fahrplan erarbeitet, der auch für den Fernverkehr gilt und den gesamten Freitag in Kraft bleibt. Zahlreiche Züge werden deshalb weiter ausfallen. - Der Streik der Lokführer war der bisherige Höhepunkt des sich seit Monaten hinziehenden Tarifkonflikts zwischen der Bahn und der GDL. Die kleinste der drei Bahn-Gewerkschaften fordert einen eigenen Tarifvertrag für die Lokführer und deutliche Lohnerhöhungen. Dies lehnt die Bahn ab. GDL-Chef Manfred Schell drohte mit weiteren Streiks, falls das bundeseigene Unternehmen kein Verhandlungsangebot vorlege.


LEIPZIG: Mit Blick auf den Tarifkonflikt bei der Bahn hat Verdi-Chef Frank Bsirske vor einer Zersplitterung der Gewerkschaften gewarnt. Es führe zum Zusammenbruch des Gesamtsystems, wenn immer mehr Gruppen versuchten, im Alleingang für sich das Maximale herauszuholen, sagte Bsirske in seiner Grundsatzrede auf dem Verdi-Bundeskongress in Leipzig. Schon vor der Lokführer-Gewerkschaft GDL hätten der Ärzteverband Marburger Bund und die Pilotenvereinigung Cockpit durch ihre Alleingänge die Solidarität aufgekündigt. Ein solches Vorgehen reiße tiefe Gräben, warnte Bsirske.


RANGUN: Einen Tag nach dem Gesprächsangebot der Militärjunta in Birma an Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ist die Geschäftsträgerin der US-Botschaft mit Regierungsvertretern zusammengetroffen. Die Diplomatin Shari Villarosa sei auf Einladung der Junta zum Regierungssitz Naypyidaw geflogen, hieß es in Agenturberichten. Es wird erwartet, dass Villarosa die internationale Empörung über die blutige Niederschlagung der Protestbewegung zum Ausdruck bringt. - Am Donnerstag hatten die birmanischen Staatsmedien gemeldet, Junta-Chef Than Shwe sei bereit, Suu Kyi zu treffen. Voraussetzung sei allerdings, dass sie ihren - wie es hieß - Konfrontationskurs und ihre Unterstützung für die ausländischen -Sanktionen gegen Birma aufgebe. - Der Sondergesandte der Vereinten Nationen für Birma, Ibrahim Gambari, wird dem UN-Sicherheitsrat an diesem Freitag über seine jüngsten Gespräche mit der Junta und mit Suu Kyi berichten.


KATHMANDU: Wegen eines Konflikts zwischen den Regierungsparteien und den Maoisten in Nepal sind die für November geplanten Wahlen zur verfassungsgebenden Versammlung auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Dies bestätigte die Wahlkommission in Kathmandu. - Hintergrund ist ein Streit zwischen der regierenden Sechs-Parteien-Allianz und den Maoisten über die künftige Staatsform in Nepal. Die Maoisten hatten gefordert, die Monarchie noch vor der Wahl abzuschaffen. Die Regierungsparteien wollen die verfassungsgebende Versammlung über die Zukunft der Monarchie entscheiden lassen. Wegen des Konflikts hatten die Maoisten die Regierung schon im September verlassen.


ISLAMABAD: Das pakistanische Verfassungsgericht hat Anträge aus der Opposition nach Verschiebung der Präsidentenwahl abgelehnt. Die Abstimmung könne wie geplant am Samstag stattfinden, teilte einer der Richter in Islamabad mit. Allerdings dürfe das Ergebnis so lange nicht bekanntgegeben werden, bis über weitere Klagen entschieden sei. - Der pakistanische Präsident wird im nationalen Parlament und in denen der Provinzen gewählt. Amtsinhaber Pervez Musharraf, der sich 1999 an die Macht geputscht hatte, stellt sich zur Wiederwahl. Nach seinem zu erwartenden Sieg will er den Posten des Oberbefehlshabers der Armee aufgeben.


MADRID: Die spanische Polizei hat 22 Funktionäre der verbotenen baskischen Partei Batasuna festgenommen und damit fast die gesamte Führungsspitze der separatistischen Organisation. Nach Polizeiangaben erfolgten die Festnahmen während einer Batasuna-Versammlung im nordspanischen Ort Segura. Dort sollte ein neuer Vorstand der Organisation gewählt werden. Batasuna gilt als politischer Arm der Untergrundorganisation ETA, die mit Gewalt für die Loslösung des Baskenlandes von Spanien kämpft. 2003 wurde die Partei verboten.


BONN: Das Bundeskartellamt hat gegen die privaten Fernsehkonzerne ProSiebenSat.1 und RTL Bußgelder in Millionenhöhe verhängt. ProSiebenSat.1 muss 120 Millionen Euro zahlen, RTL 96 Millionen. Nach Ansicht des Kartellamts haben die Sendergruppen beim Verkauf von Werbezeiten ihre starke Marktstellung zum Nachteil kleiner Spartensender missbraucht. Beide Konzerne akzeptierten die Bußgelder.


HANNOVER: Der Schriftsteller Walter Kempowski ist tot. Er erlag im Alter von 78 Jahren in einem Krankenhaus im niedersächsischen Rotenburg einem Darmkrebsleiden. Kempowski galt als einer der bedeutendsten deutschen Gegenwartsautoren. Bekannt wurde er vor allem durch seinen autobiografischen Roman 'Tadellöser & Wolff', der auch verfilmt wurde.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten und Südosten noch einzelne Schauer, sonst überwiegend heiter bis wolkig und trocken. Höchstwerte 13 bis 22 Grad.

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