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Nachrichten

Freitag, 5. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

HAVANNA: Auf Kuba ist ein Linienflugzeug mit mindestens 68 Menschen an Bord abgestürzt. Nach Angaben der Flugbehörde wurde kein Überlebender gefunden. An Bord sollen auch 28 Ausländer gewesen sein, darunter zwei Deutsche. Die Propeller-Maschine der staatlichen Gesellschaft Aero Caribbean befand sich auf einem Inlandsflug von Santiago de Cuba nach Havanna. Die Absturzstelle liegt in der Provinz Sancti Spíritus in Zentralkuba. Die Wetterbedingungen auf Kuba werden als schlecht geschildert. Der Flug soll einer der letzten gewesen sein, der Santiago de Cuba vor dem Herannahen des Tropensturms "Tomas" verließ.

ISLAMABAD: Den Absturz eines zweimotorigen Flugzeugs im Süden Pakistans hat keiner der 21 Insassen überlebt. Nach Angaben der Zivilluftfahrtbehörde war bei der Propellermaschine ein Motor ausgefallen. Davon habe der Pilot dem Kontrollturm in Karachi kurz nach dem Abheben berichtet. Nach dem Absturz sei das Flugzeug sofort in Flammen aufgegangen. Die Maschine sei völlig zerstört worden, sagte ein Armeeoffizier. Nach Behördenangaben war das Flugzeug von der italienschen Ölgesellschaft ENI gechartert worden.

JAKARTA: Der indonesische Vulkan Merapi hat bei der schwersten Eruption seit Beginn der Ausbrüche vor fast zwei Wochen wieder Tod und Zerstörung gebracht. Nach neuen Angaben aus Krankenhäusern auf Java kamen mindestens 54 Menschen ums Leben, etwa 70 wurden verletzt. Der Vulkan hatte bei dem nächtlichen Ausbruch wieder glühende Asche und Geröll bis zu einem Kilometer in die Luft geschleudert. Die Asche ging im Umkreis bis zu 18 Kilometern nieder und verbrannte Menschen, Dörfer und Felder. Anwohner und Helfer rannten um ihr Leben. Die Zahl der Menschen in den Notunterkünften stieg auf 100.000.

PARIS: Im Norden Frankreichs soll an diesem Freitag der zwölfte Castor-Transport mit hoch-radioaktivem Atommüll in Richtung Deutschland starten. Die elf Spezialbehälter wurden nach offiziellen Angaben bereits von der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague zum Verladebahnhof Valognes gebracht. In den Castor-Behältern befinden sich Abfälle aus deutschen Kernkraftwerken, die in das etwa 1.000 Kilometer entfernte Zwischenlager im niedersächsischen Gorleben gebracht werden sollen. Auf deutscher Seite werden entlang der Bahnstrecke Protest- und Blockadeaktionen von Atomkraftgegnern erwartet. Mehr als 16.000 Polizisten sollen zur Sicherung des Transports eingesetzt werden.

BERLIN: Die US-Notenbank stößt mit ihrer Konjunkturpolitik auf massive Kritik. Bundesfinanzminister Schäuble bezeichnete die Ankündigung, mit dem Kauf von Staatsanleihen die schwache US-Wirtschaft anzukurbeln, als Bruch internationaler Abmachungen. Die Wirtschaftsprobleme der Vereinigten Staaten seien mit noch mehr Schulden nicht zu lösen, sagte Schäuble im deutschen Fernsehen. Dieser gemeinsamen Politik hätten sich beim G20-Gipfel in Toronto auch die USA ausdrücklich verpflichtet. Auch führende Ökonomen kritisierten die jüngste Maßnahme der US-Notenbank. Deren Chef Bernanke verteidigte den Kauf von Staatsanleihen für 600 Milliarden Dollar hingegen. Damit könne durchaus die lahmende Konjunktur angekurbelt werden.

RANGUN: Zwei Tage vor der ersten Wahl in Birma seit 20 Jahren haben Oppositionelle zum Boykott aufgerufen. In Rangun waren Poster mit dem Bild der eingesperrten Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi zu sehen mit der Aussage, die Politikerin habe ihren Wahlzettel durchgestrichen. Die seit Jahren unter Hausarrest stehende Oppositionsführerin hatte wiederholt zum Boykott aufgerufen. Die Wahlen sind ihrer Ansicht nach nicht fair und frei. Diese Auffassung teilen die Vereinten Nationen, Menschenrechtler und zahlreiche westliche Regierungen.

PEKING: Der bekannte chinesische Konzeptkünstler und Regierungskritiker Ai Weiwei ist unter Hausarrest gestellt worden. Die Polizei habe ihn aufgefordert, sein Haus in Peking nicht zu verlassen, sagte Ai telefonisch der Nachrichtenagentur DPA. Hintergrund ist sein Vorhaben, am Wochenende in Schanghai wegen der zwangsweisen Schließung seines Ateliers dort ein Fest zu veranstalten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden heiter und trocken. In der Nordhälfte stark bewölkt und immer wieder Regen. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte zwischen 12 Grad auf Rügen und 19 Grad am Oberrhein.

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