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Nachrichten

Freitag, 5. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ATHEN: Eine Welle von Streiks beeinträchtigt massiv das öffentliche Leben in Griechenland. Sämtliche Busse in Athen sowie die Bahn stellten für 24 Stunden den Betrieb ein. Ärzte in staatlichen Krankenhäusern behandeln nur Notfälle. Auch Lehrer und Journalisten der staatlichen Medien traten in den Ausstand. Die Streiks richten sich gegen die Sparmaßnahmen der Athener Regierung im Gesamtumfang von 4,8 Milliarden Euro, womit das hohe Haushaltsdefizit des Landes verringert werden soll. An diesem Freitag wird das griechische Parlament über das Sparprogramm abstimmen. Zudem kommt Ministerpräsident Papandreou in Berlin mit Bundeskanzlerin Merkel zusammen.

BERLIN: Aufgrund einer besseren Konjunkturentwicklung muss sich die Bundesregierung dieses Jahr voraussichtlich etwas weniger frisches Geld am Kapitalmarkt beschaffen als geplant. Der Haushaltsausschuss des Bundestages genehmigte in einer Nachtsitzung eine Neuverschuldung von bis zu 80,2 Milliarden Euro. Im ursprünglichen Gesetzentwurf für den Bundeshaushalt 2010 war die Regierung noch von einer Nettokreditaufnahme in Höhe von 85,8 Milliarden Euro ausgegangen. Allerdings hatte sie in ihrem Entwurf mit einem Wirtschaftswachstum von nur 1,2 Prozent und einer höheren Arbeitslosigkeit kalkuliert.

KÖLN: Der Chef der Euro-Gruppe, Juncker, hat sich für die Einrichtung einer europäischen Ratingagentur ausgesprochen. Der luxemburgische Ministerpräsident wies im Deutschlandfunk darauf hin, dass die internationalen Agenturen, die die Kreditwürdigkeit von Unternehmen genauso wie von Staaten beurteilten, durch "falsche Einschätzungen" zur Finanzkrise beigetragen hätten. Eine europäische Ratingagentur sollte nach Ansicht von Juncker im Umfeld der Europäischen Zentralbank angesiedelt werden.

PEKING: Trotz wirtschaftlicher Erholung plant China auch in diesem Jahr eine Rekordverschuldung zur Bewältigung der Wirtschaftskrise. Zum Auftakt der diesjährigen Plenarsitzung des Volkskongresses in Peking warnte Regierungschef Wen Jiabao, dass der Aufschwung in China auf schwachen Füßen stehe. Das Haushaltsdefizit soll demnach auf umgerechnet 100 Milliarden Euro ansteigen - das wäre der höchste Stand seit Gründung der Volksrepublik 1949. Als Zielmarke gab Wen ein Wirtschaftswachstum von acht Prozent vor. Die knapp 3000 Delegierten des Volkskongresses erörtern zehn Tage lang Chinas Regierungspolitik.

ANKARA: Die Türkei hat die USA zur Korrektur einer Resolution aufgefordert, in der die Massaker an Armeniern im Osmanischen Reich als Völkermord bezeichnet werden. Die im US-Kongress verabschiedete Resolution sei ein historischer Fehler, erklärte Parlamentssprecher Sahin. Ministerpräsident Erdogan drohte mit ernsten Konsequenzen für die türkisch-amerikanischen Beziehungen. Der Auswärtige Ausschuss des Repräsentantenhauses hatte die Resolution auch gegen den erklärten Willen der US-Regierung verabschiedet. Die Türkei ist Rechtsnachfolgerin des Osmanischen Reichs und ein wichtiges NATO-Mitglied.

PORT-AU-PRINCE: Die Vereinten Nationen dringen darauf, in Haiti trotz des verheerenden Erdbebens noch in diesem Jahr Präsidentschaftswahlen abzuhalten. Der ranghöchste UN-Vertreter in dem Land, Mulet, sagte, Haiti könne sich in der derzeitigen Situation keine verfassungsrechtliche Hängepartie leisten. Die für Februar geplanten Parlamentswahlen wurden bereits abgesagt. Zur Präsidentschaftswahl, die nach bisheriger Planung im Herbst stattfinden soll, gibt es noch keine Entscheidung.

BERLIN: Die FDP wird den Bundestagsabgeordneten Königshaus als neuen Wehrbeauftragten vorschlagen. Das bestätigte die FDP-Fraktionsvorsitzende Homburger in Berlin. Das 59 Jahre alte Mitglied im Bundestagsverteidigungsausschuss soll damit Nachfolger des SPD-Politikers Robbe werden. Die Amtszeit von Robbe läuft im Mai ab. Die Union hatte sich für eine Fortsetzung seiner Amtszeit stark gemacht. Die Liberalen lehnten das aber ab und beriefen sich auf ihr Vorschlagsrecht für einen neuen Wehrbeauftragten des Bundestags.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist aufgelockerte Bewölkung, nur im Süden Schnee. Später setzt auch von Nordwesten her Schneefall ein. Höchstwerte minus zwei bis plus fünf Grad Celsius.

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