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Nachrichten

Freitag, 5. Juni 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

DRESDEN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat US-Präsident Barack Obama nach seiner weltweit beachteten Rede von Kairo Unterstützung bei der Suche nach einer Friedenslösung im Nahen Osten zugesichert. Die Zweistaaten-Lösung für Israel und die Palästinenser sei notwendig, sagte die Kanzlerin nach dem Treffen mit Obama in Dresden. Der US-Präsident selbst betonte die Rolle der Bundesrepublik als Bündnispartner. Im Nahen Osten müsse es darum gehen, ein nukleares Wettrüsten unbedingt zu vermeiden, sagte Obama mit Blick auf die Situation im Iran. Der US-Präsident war aus Kairo kommend zu seinem Kurzbesuch in Deutschland eingetroffen. In der ägyptischen Hauptstadt hatte Obama für einen Neubeginn der Beziehungen des Westens zur islamischen Welt geworben. .

LONDON: In Großbritannien hat sich die durch einen Spesenskandal ausgelöste Regierungskrise weiter verschärft. Nachdem Arbeitsminister James Purnell als dritter Minister innerhalb von drei Tagen seinen Rücktritt eingereicht hat, begann Premier Gordon Brown mit der Umbildung des Kabinetts. Ausgangspunkt der Regierungskrise ist eine Spesenaffäre, in die zahlreiche britische Politiker verstrickt sind. Dabei hatten sich Abgeordnete aller im Parlament in London vertretenen Parteien mit fragwürdigen und teils betrügerischen Abrechnungen auf Kosten der Steuerzahler bereichert.

ESSEN: Der angeschlagene Handels- und Tourismuskonzern Arcandor hat bei der Bundesregierung staatliche Hilfen in Höhe von 437 Millionen Euro beantragt. Wie das Unternehmen in Essen weiter mitteilte, soll die Hilfe als Kredit der Staatsbank KfW mit einer Laufzeit von sechs Monaten gewährt werden und dem Konzern die für den Geschäftsbetrieb nötige Liquidität verschaffen. Das früher unter dem Namen Karstadt-Quelle firmierende Unternehmen braucht bis zum 12. Juni Geld oder Sicherheiten, weil dann Kredite seiner Gläubiger zur Verlängerung anstehen.

DETROIT: Beim Einstieg des österreichisch-kanadischen Zuliefererunternehmens Magna bei Opel gibt es weiterhin Schwierigkeiten. Wie das "Handelsblatt" berichtet, will die insolvente Muttergesellschaft General Motors die Kontrolle über die deutsche Tochter erst nach milliardenschweren Zusagen abgeben. So müsse Opel für Patentrechte weiterhin Lizenzgebühren zahlen. Diese Kosten summierten sich in den nächsten zehn Jahren auf fast 6,5 Milliarden Euro.

BRASILIA: Von dem am Montag über dem Atlantik verunglückten Airbus fehlt weiterhin jede Spur. Die rund 1.200 Kilometer nordöstlich der brasilianischen Küste gefundenen Wrackteile stammten definitiv nicht von der verschollenen Air France-Maschine, teilte die brasilianische Luftwaffe mit und widerrief damit frühere Angaben. Die Suche werde aber unbeirrt fortgesetzt. Flugzeuge hatten in den vergangenen Tagen in dem Seegebiet mehrere vermeintliche Flugzeugbruchstücke und eine kilometerlange Ölspur gesichtet. Diese stammt den neuen Angaben zufolge aber von einem Schiff.

BRÜSSEL: Die Wahlen zum Europäischen Parlament gehen in den zweiten Tag. An diesem Freitag stimmen die Iren und Tschechen ab. Streit gibt es über die Veröffentlichung erster Wahlergebnisse aus den Niederlanden. Entgegen den offiziellen Vorgaben der EU gaben die Niederlande vorab erste Zahlen bekannt. Die rechtspopulistische "Partei der Freiheit" käme demnach offenbar auf rund 15 Prozent der Stimmen und wäre damit zweitstärkste Partei im Land. Die Niederländer und Briten waren am Donnerstag die ersten Wähler in Europa, die über das neue Parlament in Straßburg entschieden. In Großbritannien wurden noch keine Ergebnisse veröffentlicht.

KUNDUS: Erneut sind Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan angegriffen worden. Nordwestlich von Kundus sei eine Patrouille beschossen worden, teilte das Einsatzführungskommando mit. Verletzt worden sei niemand. Soldaten der Schnellen Eingreiftruppe der Bundeswehr hätten die bedrohte Patrouille unterstützt und seien dabei ebenfalls beschossen worden, hieß es. Die deutschen Soldaten hätten das Feuer erwidert.

SEOUL: Ungeachtet der jüngsten Spannungen will Nordkorea die Gespräche mit Südkorea über die Zukunft des gemeinsamen Industriekomplexes Kaesong fortsetzen. Ein entsprechender Vorschlag aus Pjöngjang zu einem Treffen auf Arbeitsebene in der kommenden Woche sei angenommen worden, teilte die Regierung in Seoul mit. Nordkorea hatte einseitig alle Verträge über den von Südkorea finanzierten Industriepark in Kaesong für nichtig erklärt.

BISSAU: In Guinea-Bissau ist drei Monate nach dem Attentat auf den Präsidenten nach Medienberichten der als Nachfolger gehandelte Politiker Baciro Dabo ermordet worden. Der Minister sei von Unbekannten erschossen worden, berichtete der Rundfunk des westafrikanischen Staates. Im März war Präsident Joao Bernardo Vieira von Soldaten getötet worden, offenbar aus Rache für den Mord am Armeechef des Landes. Über seine Nachfolge soll bei der Präsidentschaftswahl am 28. Juni entschieden werden. DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte häufiger Schauer, im Süden mehr heitere Abschnitte und überwiegend trocken. Höchstwerte 13 bis 18 Grad.


Zuletzt meldeten: Hamburg und Berlin: Je 9 Grad, wolkig; Dresden: 8 Grad, wolkig; Köln/Bonn: 11 Grad, wolkig; Frankfurt am Main: 12 Grad, leicht bewölkt und München: 12 Grad, stark bewölkt.

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