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Nachrichten

Freitag, 5. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ISTANBUL: Die NATO hat sich auf ein Maßnahmenpaket geeinigt, um Einsätze wie den in Afghanistan nicht zu gefährden. Neben umfangreichen Einsparungen beschlossen die Verteidigungsminister bei ihrer Tagung in Istanbul auch, zusätzliches Geld in den Haushalt einzubringen, um ein Defizit von mehr als 700 Millionen Euro auszugleichen. Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg sprach von dringenden Problemen. Die Soldaten im Einsatz hätten einen Anspruch auf größtmöglichen Schutz. Deutschland ist mit einem Anteil von rund 16 Prozent am NATO-Budget zweitgrößter Zahler in der NATO nach den USA, die 23 Prozent aufbringen.

BERLIN: Im Atomstreit mit dem Iran hat Bundesaußenminister Westerwelle konkrete Zusagen der Regierung in Teheran verlangt. Das Land müsse an den Verhandlungstisch zurückkehren und für vollständige Transparenz seines Atomprogramms sorgen, sagte Westerwelle im Deutschlandfunk. Das Thema wolle er mit seinem russischen Kollegen Lawrow am Freitagvormittag besprechen. Die Islamische Republik wird verdächtigt, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms heimlich an Nuklearwaffen zu arbeiten.

FRANKFURT AM MAIN: Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst haben ihre Warnstreiks fortgesetzt. Am dritten Tag der Proteste konzentrierten sich die Aktionen auf Hessen, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi wurde im Großraum Frankfurt der öffentlichen Nahverkehr lahm gelegt. Auch in anderen Städten blieben Busse und Bahnen in den Depots. Die Gewerkschaften fordern fünf Prozent mehr Geld, was die Arbeitgeber als zu hoch ablehnen. Sie verweisen auf die schwierige Lage der öffentlichen Kassen.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel hat die umstrittene Entscheidung zum Kauf einer CD mit Daten über mutmaßliche deutsche Steuerhinterzieher aus der Schweiz verteidigt. Sie halte es für notwendig die Daten zu kennen, da Steuerbetrug kein Kavaliersdelikt sei. Die CD war den deutschen Steuerfahndern zum Preis von 2,5 Millionen Euro angeboten worden. Die Bundesregierung rechnet nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung damit, dass der Ankauf dem Fiskus bis zu 400 Millionen Euro einbringen wird. Die Schätzung beruhe auf der Auswertung von mittlerweile hundert Stichproben aus der Datensammlung.

BELFAST: In Nordirland ist die gemeinsame Regionalregierung von Protestanten- und Katholiken-Parteien offenbar gerettet. Auch die Abgeordneten seiner pro-britischen protestantischen "Democratic Unionist Party" hätten den Kompromiss über die Polizei- und Justizreform einstimmig akzeptiert, teilte Parteichef Robinson nach zehntägigem Verhandlungsmarathon mit. Sinn Fein, die Partei der irisch-nationalistischen Katholiken, hatte bereits am Donnerstag ihre Billigung erklärt.

PORT-AU-PRINCE: Die Justizbehörden in Haiti haben zehn inhaftierte US-Bürger wegen Kindesentführung und Bildung einer kriminellen Gruppe angeklagt. Das teilte ihr Anwalt in der Hauptstadt Port-au-Prince mit. Die Mitglieder einer Baptistengemeinde waren in der vergangenen Woche festgenommen worden, als sie versuchten, 33 Kinder ohne Genehmigung und ohne Adoptionspapiere in die Dominikanische Republik zu bringen. Den Angeklagten drohen im Falle einer Verurteilung Haftstrafen von bis zu 15 Jahren.

ZUM FUSSBALL: Die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung von Bundestrainer Löw sind überraschend auf die Zeit nach der Weltmeisterschaft in Südafrika vertagt worden. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Zwanziger, sagte, zwar wollten beide Seiten die gute Zusammenarbeit fortsetzen, doch gebe es strukturelle und wirtschaftliche Fragen, deren Erörterung noch Zeit brauche.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wolkig und von Südwesten vorankommender Regen oder Schneeregen. Nach Norden und Osten hin meist trocken. Temperaturen zwischen ein und sieben Grad Celsius.

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