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Nachrichten

Freitag, 4. September 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Bei einem Nato-Angriff auf zwei entführte Tanklastzüge im Norden Afghanistans sind nach Angaben der dort stationierten Bundeswehr 56 Aufständische getötet worden. Die Provinzregierung sprach dagegen von 90 Getöteten. Fast die Hälfte davon seien Zivilisten. Kämpfer der radikal-islamischen Taliban hatten die beiden für die Versorgung ausländischer Truppen bestimmten Tanklaster im Grenzgebiet zu Tadschikistan in ihre Gewalt gebracht. Dorfbewohner hätten Kraftstoff abgezapft, als es zur Explosion kam, hieß es. Die NATO teilte mit, die Angaben über den Tod von Zivilisten würden überprüft.

JERUSALEM: Vor einem Stopp des israelischen Siedlungsbaus will Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zunächst noch den Bau von hunderten neuen Wohnungen in jüdischen Siedlungen im Westjordanland genehmigen. Erst danach würden weitere Bauvorhaben für wenige Monate auf Eis gelegt, sagte ein hochrangiger Regierungsbeamter in Jerusalem. Die USA und die Europäische Union drängen die Regierung Netanjahus seit Monaten zu einem Baustopp. Die Palästinenser wollen erst dann wieder die Friedensgespräche aufnehmen, wenn Israel die Bauaktivitäten in den Siedlungen im Westjordanland und im besetzten arabischen Ostteil Jerusalems beendet.

ERFURT: Die Linke in Thüringen will der SPD den Weg in ein rot-rotes Regierungsbündnis erleichtern. Vor den Sondierungsgesprächen machte ihr Spitzenkandidat Bodo Ramelow deutlich, dass er nicht mehr auf dem Amt des Ministerpräsidenten besteht, obwohl die Linkspartei bei der Landtagswahl rund neun Prozent mehr Stimmen als die SPD erhalten hatte. Wenn man sich inhaltlich geeinigt habe, seien auch andere Varianten denkbar, zum Beispiel eine Frau an der Spitze der Koalition, sagte Ramelow dem Mitteldeutschen Rundfunk. Bundeskanzlerin Angela Merkel appellierte an die Sozialdemokraten, nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Dieter Althaus jetzt mit der CDU zu verhandeln.

PJÖNGJANG: Nordkorea steht nach eigenen Angaben sowohl bei der Urananreicherung als auch bei der Wiederaufbereitung abgebrannter Atombrennstäbe kurz vor der Vollendung. Jüngste Tests hätten die Endphase erreicht, meldet die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Die Vereinten Nationen seien darüber informiert, dass mit dem neu gewonnenen Material Atomwaffen gebaut werden sollten, heißt es weiter. Der Schritt sei eine Reaktion auf die verschärften Sanktionen des Sicherheitsrates nach einem zweiten Atombombentest im Mai. Die USA, China, Japan, Russland und Südkorea versuchen seit Jahren Nordkorea in Gesprächen zur Aufgabe seines Nuklearprogramms zu bewegen. Der US-Sondergesandte, Stephen Bosworth, sagte nach Gesprächen in Peking, die Angaben des kommunistischen Regimes in Pjöngjang seien besorgniserregend.

PEKING: In der nordwestchinesischen Provinz Xinjiang ist die Polizei gewaltsam gegen Demonstranten in der Provinzhauptstadt Urumqi vorgegangen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, setzten die Sicherheitskräfte Tränengas ein, um eine Kundgebung tausender Han-Chinesen aufzulösen. Sie waren den zweiten Tag in Folge auf die Straße gegangen, um den Rücktritt der Regionalregierung zu fordern. Vorausgegangen war eine Serie rätselhafter Angriffe mit Injektionsnadeln auf Passanten, bei denen fast 500 Menschen verletzt worden sein sollen. Die Han-Chinesen machen die muslimische Minderheit der Uiguren für die Angriffe verantwortlich. Der Konflikt zwischen den beiden ethnischen Gruppen hatte Anfang Juli zu Ausschreitungen geführt, bei denen nach Behördenangaben fast 200 Menschen getötet und mehr als 1600 verletzt worden waren.

WASHINGTON: Die US-Regierung will Reisen von US-Amerikanern nach Kuba deutlich erleichtern. Wie das Handelsministerium bekanntgab, gelten die Lockerungen ab sofort. Die Reiseerleichterungen dürften vorrangig von Exil-Kubanern mit US-Staatsbürgerschaft genutzt werden. Sie können jetzt Verwandte in dem Karibikstaat so lange und so oft wie sie möchten besuchen. Bislang war es ihnen unter dem jahrzehntelangen US-Embargo gegen das kommunistische Land nur erlaubt, einmal pro Jahr nach Kuba zu reisen. Zudem dürfen US-Bürger von sofort an in unbegrenzter Höhe Geld zur Unterstützung ihrer Angehörigen nach Kuba transferieren. - Im April hatte US-Präsident Barack Obama damit begonnen, sein Wahlversprechen umzusetzen und das Embargo gegen Kuba zu lockern.

WASHINGTON: Die USA haben gut zwei Monate nach dem gewaltsamen Machtwechsel in Honduras sämtliche nicht-humanitäre Hilfe für das mittelamerikanische Land auf Eis gelegt. Dies gab das Außenministerium in Washington nach einem Treffen von US-Außenministerin Hillary Clinton mit dem gestürzten Präsidenten von Honduras, Manuel Zelaya, bekannt, ohne Zahlen zu nennen. Die Wiederaufnahme der Wirtschaftshilfe hänge vom Zeitpunkt ab, an dem Honduras wieder zu demokratischen Verhältnissen zurückkehre, erklärte ein Sprecher Clintons. - Zelaya war im Streit über eine zweite Amtszeit Ende Juni vom Militär außer Landes gebracht worden. Die USA und die Organisation Amerikanischer Staaten -OAS- hatten dies wiederholt als unrechtmäßig verurteilt.

LOS ANGELES: Zehn Wochen nach seinem Tod ist der Sänger Michael Jackson beigesetzt worden. Zu der Bestattung auf dem Prominentenfriedhof Forest Lawn bei Los Angeles waren nur Familienmitglieder und engste Freunde geladen. Der Popstar war im Alter von 50 Jahren an Herzversagen infolge einer Überdosis eines Narkosemittels gestorben. Die Gerichtsmediziner bewerten den Sachverhalt als Tötungsdelikt. Ob die akute Medikamentenvergiftung vorsätzlich oder durch Nachlässigkeit verschuldet wurde, muss die Justiz klären. Im Zentrum der Ermittlungen steht Jacksons Privatarzt, der die tödliche Spritze verabreicht hatte.

BERLIN: Die 49. Internationale Funkausstellung IFA hat ihre Tore für das Publikum geöffnet. Bis zum 9. September zeigen 1.164 Aussteller aus mehr als 60 Ländern Neuheiten der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik. Zum zweiten Mal werden auch Haushaltsgeräte präsentiert. Die IFA erwartet wieder rund 200.000 Besucher. - Die Branche rechnet trotz Wirtschaftskrise ähnlich wie 2008 mit Aufträgen im Wert von drei Milliarden Euro. -- Bundeskanzlerin Angela Merkel plädierte bei der Eröffnung für einen raschen Ausbau der Breitbandverbindungen in ländlichen Regionen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Westen neuer Regen. Nur im Nordosten noch sonnige Abschnitte. Maximal 14 bis 19 Grad, im Osten bis 22 Grad.

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