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Nachrichten

Freitag, 4. Mai 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag

SINDELFINGEN: Die Beschäftigten der deutschen Metall- und Elektroindustrie erhalten von Juni an 4,1 Prozent mehr Geld. Nach zwölf Monaten gibt es eine weitere Erhöhung der Löhne und Gehälter um 1,7 Prozent. Darauf haben sich IG Metall und Arbeitgeber imTarifbezirk Baden-Württemberg nach mehr als 20 Stunden geeinigt. Zudem gibt es eine Einmalzahlung von 400 Euro für April und Mai 2007. Die Laufzeit beträgt insgesamt 19 Monate. Die Einigung gilt als Pilotabschluss für die gesamte Branche mit bundesweit 3,4 Millionen Beschäftigten. Damit ist der erste Metaller-Streik seit fünf Jahren abgewendet. Die IG Metall hatte bis zuletzt mit Warnstreiks ihre Kampfbereitschaft demonstriert.

HELSINKI: Der Mobilfunk-Ausrüster Nokia-Siemens Networks will bis 2010 bis zu 3.000 Stellen in Deutschland streichen. Für den deutsch-finnischen Konzern sei das ein Schritt, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, sagte der Unternehmenschef in Helsinki. Insgesamt sollen 9.000 der weltweit rund 60.000 Arbeitsplätze in dieser Zeit abgebaut werden.

BANGKOK: Der weltweite Treibhausgas-Ausstoß muss nach Einschätzung der Vereinten Nationen bis spätestens 2015 stabilisiert werden, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch abzuwenden. Das geht aus dem dritten Teil des Berichts des UN-Klimarats hervor, der in Bangkok veröffentlicht wurde. Danach darf der Ausstoß von Kohlendioxid nach 2015 nicht mehr ansteigen und muss bis 2050 um mindestens 50 Prozent verringert werden. Die Wissenschaftler und Regierungsvertreter aus mehr als 100 Staaten, die den Bericht erarbeiteten, umreißen auch die Kosten für die Eindämmung des Klimawandels. Solle die Erderwärmung im beherrschbaren Bereich von maximal 2,4 Grad Celsius bleiben, koste dies im Jahr weniger als 0,12 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts, heißt es in dem Bericht. Die Autoren halten es sogar für möglich, dass der Einsatz klimaschützender Technologien das Wirtschaftswachstum leicht beschleunigt.

PRISTINA: Im Streit über die Zukunft des Kosovo erwartet Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung eine zügige und einvernehmliche Lösung im UN-Sicherheitsrat. Es gebe Überlegungen, noch im Mai über einen Resolutionsentwurf zu beraten, sagte Jung in der Kosovo-Hauptstadt Pristina. Im Sicherheitsrat plädieren die USA, Großbritannien und Frankreich für eine überwachte Unabhängigkeit der abtrünnigen südserbischen Provinz, während Russland dies ablehnt und eine entsprechende Resolution mit einem Veto verhindern will. Russland stützt damit die Position Serbiens.

KAIRO: Der deutsche Außenminister Steinmeier hat die nationale Aussöhnung als Schlüssel zur Stabilität im Irak bewertet. Dabei sei auch die Mitwirkung der arabischen Nachbarstaaten wichtig, sagte Steinmeier am Rande der internationalen Irak-Konferenz in Ägypten. Von daher sei schon die Teilnahme Syriens und des Iran an der Konferenz ein positives Signal. Die Kontakte der Außenminister der USA und Syriens, Rice und Al-Moallem, seien zwar "sicherlich kein Durchbruch, aber vielleicht der Anfang eines Gesprächsprozesses" und "ein wichtiger Zwischenschritt", sagte Steinmeier, der auch die EU-Delegation leitet.

BANDAR SERI BEGAWAN: Die Europäische Union und die zehn Mitglieder des südostasiatischen Staatenbundes (ASEAN) nehmen Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen auf. Dies vereinbarten EU-Handelskommissar Peter Mandelson und die Wirtschaftsminister der ASEAN-Länder bei einem Treffen im Königreich Brunei. Ein solches Abkommen könne der Wirtschaft weltweit einen Schub verleihen, so Mandelson. Der Handel zwischen beiden Wirtschaftsräumen machte 2005 nach ASEAN-Angaben rund 140 Milliarden Euro aus. Durch Vereinbarungen zum Freihandel könnten Handel und Investitionen um bis zu 18 Prozent gesteigert werden. Derzeit lägen Unternehmen aus der EU bei den Investitionen in den ASEAN-Staaten an dritter Stelle hinter den USA und Japan, hieß es weiter.

CARACAS: In Venezuela hat Präsident Hugo Chavez mit der Verstaatlichung der Banken und des größten Stahlunternehmens des Landes gedroht. Chavez warf ihnen vor, skrupellos zu agieren. Künftig müssten sich die Unternehmen stärker an nationalen Interessen orientieren. So forderte Chavez die venezolanischen Banken auf, sich in erster Linie auf die Vergabe inländischer Kredite zu konzentrieren. Der Stahlkonzern Ternium-Sidor müsse mehr für den Binnenmarkt produzieren. In den vergangenen Monaten hatte der Staat bereits die Kontrolle über die Stromversorgung und die Telekommunikation in Venezuela errungen. Zudem übernahm am Maifeiertag ein staatlicher Ölkonzern die Kontrolle über vier Förderanlagen im Orinoco-Becken, die bislang in der Hand von ausländischen Unternehmen waren. Chavez bezeichnete die Maßnahmen als Teil eines "Sozialismus des 21. Jahrhunderts".

LONDON: Die Labour Partei von Premierminister Tony Blair hat bei den Regional- und Kommunalwahlen in England, Schottland und Wales Verluste hinnehmen müssen. In Schottland deutet sich nach Auszählung der Hälfte der Stimmen an, dass Labour die Mehrheit an die Nationalpartei (SNP) verloren hat. Labour büsste sechs Sitze ein, die SNP gewann acht hinzu. Für den Fall ihres Wahlsiegs hat die Nationalpartei ein Unabhängigkeitsreferendum in Aussicht gestellt. In Wales kann die Labour Partei künftig nicht mehr allein regieren. Nach den Kommunalwahlen in England muss sie in mindestens sechs Kommunen, darunter auch in Birmingham, die Macht an die Konservativen abgeben. Entgegen den Prognosen konnte Labour aber auch eine Reihe von Mandaten verteidigen, die als gefährdet galten. Die Regionalwahlen wurden weithin als Stimmungstest nach der zehnjährigen Amtszeit von Blair angesehen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden freundlich und vielfach sonnig. Südlich des Mains dichtere Wolken, auch mit Schauern. Maximal 19 bis 25 Grad.

Am Mittag hatten gemeldet:

HAMBURG und BERLIN: 17 Grad, fast wolkenlos;
DRESDEN: 19 Grad, heiter;
KÖLN/BONN und
FRANKFURT AM MAIN: 20 Grad, leicht bewölkt und
MÜNCHEN: 16 Grad, wolkig.

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