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Nachrichten

Freitag, 4. Juni 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Der bisherige niedersächsische CDU-Ministerpräsident Wulff soll neuer Bundespräsident werden. Die Spitzen von CDU, CSU und FDP präsentierten den 50-Jährigen als Kandidaten für die Nachfolge von Horst Köhler. Bundeskanzlerin Merkel betonte bei der Nominierung Wulffs, dieser sei neugierig und kreativ, gehe auf Menschen zu und vermittle Werte. Der SPD-Vorsitzende Gabriel warf der Bundeskanzlerin vor, bei der Suche nach einem Nachfolger Partei-Taktik über das Wohl des Landes zu stellen. Wulff diene dazu, innerparteiliche Machtkämpfe von Angela Merkel auszutragen. SPD und Grüne nominierten als Gegenkandidaten den Ex-DDR-Bürgerrechtler Gauck. In der Bundesversammlung, die den Präsidenten wählt, haben Union und FDP die Mehrheit. Die Wahl Wulffs in das höchste deutsche Staatsamt am 30. Juni gilt deshalb als sicher.

TOKIO: Der bisherige japanische Finanzminister Kan ist zum neuen Ministerpräsidenten des Landes gewählt worden. Die regierende Demokratische Partei hatte den 63-Jährigen zunächst zum Parteichef gewählt und dann mit ihrer Mehrheit im Unterhaus auch zum neuen Premier. Kan gilt als Reformer. Er hatte sich als Finanzminister der Mitte-Links-Koalition für eine rigide Sparpolitik und eine Anhebung der Verbrauchersteuern stark gemacht, um den Staatshaushalt zu sanieren. Ein grundlegender Kurswechsel in der japanischen Politik wird nicht erwartet. Der bisherige Premier Hatoyama war am Mittwoch überraschend zurückgetreten.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat dem britischen Energiekonzern BP wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko eine erste Rechnung über 69 Millionen Dollar ausgestellt. Damit sollten den Steuerzahlern umgehend die bisherigen Ausgaben bei der Bekämpfung der Ölpest erstattet werden. Offenbar konnte BP endlich erste Teilerfolge im Kampf gegen das ausströmende Öl erzielen. In der Nacht auf Freitag gelang es, eine Absaugglocke über dem Leck in rund 1500 Meter Tiefe zu platzieren, nachdem zuvor ein beschädigtes Steigrohr an dem offenen Bohrloch gekappt werden konnte.

DHAKA: Bei einem verheerenden Großfeuer in der Hauptstadt von Bangladesch sind nach neuen Angaben mindestens 114 Menschen ums Leben gekommen. Es wird befürchtet, dass die Opferzahl noch weiter steigt. Mehr als 200 Verletzte seien mit zum Teil schwersten Brandwunden geborgen worden, teilten Ärzte mit. Die Feuerwehr geht davon aus, dass der Brand durch die Explosion einer Strom-Transformatorstation ausgelöst wurde. Das Feuer habe dann sehr schnell auf mehrere Wohn- und Geschäftshäuser in der dicht bebauten Altstadt von Dhaka übergegriffen.

ANKARA: Das türkische Justizministerium hat Experten damit beauftragt, zu prüfen, ob Israel nach internationalem Recht wegen der blutigen Erstürmung der Gaza-Hilfsflotte belangt werden kann. Die Türkei sieht in dem Angriff einen schweren Bruch internationaler Rechtsgrundlagen. Türkische Ermittler prüfen den Verdacht auf Entführung, Totschlag und Freiheitsberaubung. Israel lehnt eine internationale Untersuchung des Militäreinsatzes im Mittelmeer strikt ab. Bei dem Angriff auf die sechs Schiffe waren am Montag acht Türken und ein US-Bürger türkischer Herkunft getötet worden.

WARSCHAU: Gewitterstürme mit heftigen Regenfällen haben in Polen die Hochwassersituation wieder verschärft. Im Süden des Landes stiegen die Pegel der Weichsel und ihrer Nebenflüsse erneut deutlich an. Mehr als 2.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Auch die Hauptstadt Warschau ist betroffen. Teile des südlichen Stadtgebiets wurden überflutet. Zahlreiche Keller liefen voll, darunter die Untergeschosse zweier Krankenhäuser, außerdem eine U-Bahn-Station. In den Hochwassergebieten Bayerns entspannt sich die Lage. Die Pegel sinken vielerorts deutlich schneller als zunächst erwartet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonne und nur gelegentlich lockere Schönwetter-Wolken. Es wird sommerlich warm mit Tageshöchstwerten zwischen 20 und 27 Grad. Zuletzt meldeten: Hamburg: 12 Grad, wolkig; Berlin: 15 Grad, fast wolkenlos, ebenso Dresden: bei 14 Grad; Köln/Bonn: 15 Grad, wolkenlos; Frankfurt am Main: 17 Grad, fast wolkenlos und München: 14 Grad, stark bewölkt.

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