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Nachrichten

Freitag, 4. Januar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: In den USA haben der schwarze Senator Barack Obama von den Demokraten und der Republikaner Mike Huckabee die ersten parteiinternen Vorwahlen im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur gewonnen. Obama, der Senator von Illinois, setzte sich bei der Vorwahl im Bundesstaat Iowa gegen Senator John Edwards durch. Die demokratische Senatorin und ehemalige First Lady Hillary Clinton belegte nur Platz drei. Bei den Republikanern, deren Anhänger ebenfalls in Iowa abstimmten, konnte sich Ex-Gouverneur Mike Huckabee klar vor seinem Konkurrenten Mitt Romney platzieren. Eine Vorentscheidung im Rennen um die Nachfolge von US-Präsident George W. Bush dürfte am 5. Februar fallen. Dann entscheiden die Wähler in rund der Hälfte der 50 US-Staaten über ihre Favoriten für die Präsidentschaftskandidatur. Die endgültige Kandidatenkür für die Präsidentschaftswahl im November findet dann auf Parteitagen im Spätsommer statt.

NAIROBI: Tausende Polizisten haben in der kenianischen Hauptstadt Stellung bezogen, um eine Massendemonstration gegen die umstrittene Wiederwahl von Staatspräsident Mwai Kibaki zu verhindern. Bereits am Donnerstag waren Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Anhänger der Opposition vorgegangen. Diese wies unterdessen ein Gesprächsangebot des Präsidenten zurück. Es werde keinen Dialog auf Grundlage von Kibakis Bedingungen geben, sagte ein Sprecher. Kibaki hatte am Donnerstag seine Bereitschaft zum Dialog mit der Opposition signalisiert. Voraussetzung sei allerdings, dass in Kenia wieder Ruhe herrsche.

NAIROBI: Der südafrikanische Bischof und Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu hat sich in den Konflikt zwischen Regierung und Opposition in Kenia als Vermittler eingeschaltet. Tutu traf mit Präsident Mwai Kibaki in dessen Residenz in Nairobi zusammen. Bereits am Donnerstag hatte der Bischof mit Oppositionsführer Raila Odinga gesprochen. Auch die USA entsandten eine Vermittlerin nach Nairobi. Die Afrika-Beauftragte der US-Regierung, Jendayi Frazer, soll Möglichkeiten für eine politische Lösung der Krise ausloten. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier erklärte in Berlin, er unterstütze Forderungen nach einer Neuauszählung der Stimmzettel. Dies könnte die Grundlage für einen Versöhnungsprozess in Kenia sein, sagte Steinmeier.

ISLAMABAD: Gut eine Woche nach dem Mord an Oppositionsführerin Benazir Bhutto sind britische Ermittler in Pakistan eingetroffen, um die dortigen Behörden bei der Aufklärung des Attentats zu unterstützen. Das bestätigte die britische Botschaft in Islamabad. Pakistans Präsident Pervez Musharraf hatte am Mittwoch angekündigt, Ermittler von 'Scotland Yard' in den Mordfall einzubeziehen. Bhuttos Volkspartei hatte hingegen eine unabhängige Untersuchung unter Leitung der Vereinten Nationen gefordert. Nach Berichten von Korrespondenten hat sich die Lage in Pakistan inzwischen entspannt. Straßenproteste gegen die von der Opposition kritisierte Verschiebung der Parlamentswahl auf den 18. Februar wurden nicht bekannt.

ANKARA: Nach dem Bombenanschlag in der südost-türkischen Stadt Diyarbakir hat die Polizei mehrere Verdächtige festgenommen. Bei dem Anschlag am Donnerstag, der sich gegen einen mit Soldaten besetzten Bus richtete, waren fünf Menschen getötet und mehr als 50 verletzt worden. Bisher bekannte sich niemand zu der Tat. Die Ermittlungsbehörden vermuten, dass der Anschlag eine Vergeltungsaktion für türkische Luftangriffe auf Kurden-Rebellen im Nordirak war.

CARACAS: Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat eine umfangreiche Regierungsumbildung angekündigt. Er werde 13 Ministerposten neu besetzen, teilte Chavez in Caracas mit. Gründe dafür gab der Linksnationalist nicht an. Politische Beobachter sehen allerdings einen Zusammenhang mit seiner schweren Niederlage beim Referendum über eine sozialistische Verfassungsreform Anfang Dezember. Die Reform sah unter anderem eine unbegrenzte Wiederwählbarkeit des Staatspräsidenten vor.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat angesichts der Rekordölpreise eine neue Debatte über den Atomausstieg gefordert. Deutschland müsse seinen Energiemix möglichst breit anlegen, sagte Glos der "Frankfurter Rundschau". Dazu gehörten erneuerbare Ressourcen, aber auch die Kernenergie, betonte der CSU-Politiker. Der Vorsitzende des Sachverständigenrates, Bert Rürup, warnte hingegen vor Panikmache und übertriebenem Konjunkturpessimismus. Rürup sagte im "Deutschlandfunk", der Preis für ein Fass Öl werde sich zum Jahresende bei etwa 80 Dollar einpendeln. Langfristig müsse man sich aber auf eine Rohstoffverknappung einstellen. Die Energieeffizienz in Deutschland müsse daher weiter erhöht werden, sagte Rürup. --- Der Ölpreis hatte am Donnerstag an der Rohstoffbörse in New York zwischenzeitlich die 100-Dollar-Marke überschritten.

KARLSRUHE: Mehr als 30 Jahre nach dem Attentat auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback sollen drei ehemalige RAF-Terroristen per Beugehaft zu einer Aussage in dem Mordfall gezwungen werden. Hintergrund einer entsprechenden Entscheidung des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe ist, dass Brigitte Mohnhaupt, Knut Folkerts und der noch im Gefängnis sitzende Christian Klar bisher zu dem genauen Ablauf des Verbrechens geschwiegen haben. Da von einer Beschwerde der Betroffenen ausgegangen wird, ist der Vollzug des Beschlusses vorerst ausgesetzt worden. Klars Anwalt kündigte bereits eine entsprechende Beschwerde an. Bis heute ist unbekannt, wer genau bei den Morden an Buback und Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer die tödlichen Schüsse abfeuerte. Angehörige der Opfer fordern seit Jahren Gewissheit über die Schützen.

CAPE CANAVERAL: Der Start der US-Raumfähre 'Atlantis' mit dem europäischen Forschungsmodul 'Columbus' an Bord verzögert sich weiter. Wie die Raumfahrt-Behöre Nasa mitteilte, wird 'Atlantis' frühestens am 24. Januar ins All fliegen. Wahrscheinlicher sei sogar ein Start erst im Februar, heißt es. Wegen Problemen mit den Sensoren der Treibstofftanks musste der ursprünglich für Anfang Dezember geplante Start bereits mehrfach verschoben werden. Zur Besatzung der 'Atlantis' gehört auch der deutsche Astronaut Hans Schlegel.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielfach wolkig, an den Nordrändern der Mittelgebirge und am Alpenrand gebietsweise aber auch heiter. Kaum noch Schnee oder Regen. Maximal minus vier bis plus drei Grad. Bei Föhn am Alpenrand Werte bis sechs Grad Celsius.

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