1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Freitag, 4. August 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag.

BEIRUT: Die israelische Luftwaffe hat erneut den Süden der libanesischen Hauptstadt bombardiert. Ziele waren neben Einrichtungen der schiitischen Hisbollah und der palästinensischen Hamas auch mehrere Brücken im Norden Beiruts. Vor den Attacken waren Flugblätter abgeworfen worden, in denen die Bewohner aufgefordert wurden, die Gegend zu verlassen. Die schweren Bodengefechte an der Grenze im Süden dauern ebenfalls an. Ein Zentrum sei die Ortschaft Markaba, heißt es. Hisbollah-Chef Scheich Hassan Nasrallah drohte mit Raketenangriffen auf Tel Aviv, sollte Israel auch das Zentrum Beiruts bombardieren. Aus dem palästinenesischen Gazastreifen zogen sich die ersten israelischen Panzer inzwischen zurück. Die Luftwaffe zerstörte Häuser, in denen Waffenlager vermutet wurden.

MÜNCHEN: Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat sich dafür ausgesprochen, Bundeswehr-Soldaten im Rahmen einer internationalen Friedenstruppe im Südlibanon zu stationieren. Keine Nation verhalte sich gegenüber Israel so freundschaftlich wie Deutschland, sagte er der 'Süddeutschen Zeitung'. Der Nahost-Konflikt stand auch im Mittelpunkt eines Telefonates von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit US-Präsident George Bush. Merkel habe unter anderem diplomatische Hilfe Deutschlands im Umgang mit Syrien und Iran angeboten. Beide Länder unterstützen die libanesische Hisbollah. Die USA und Frankreich setzten ihre Beratungen über eine Resolution der Vereinten Nationen zum Nahost-Konflikt fort. Der amerikanische UN-Botschafter John Bolton sprach nach dem Treffen mit seinem französischen Kollegen Jean Marc de la Sablière von Fortschritten.

MOSSUL: Der Polizeichef der nordirakischen Ölstadt und zwei seiner Begleiter sind bei einem Autobombenanschlag getötet worden. Außerdem werden aus der drittgrößten Stadt des Irak heftige Kämpfe zwischen Aufständischen und amerikanischen sowie irakischen Truppen gemeldet. Die Behörden haben eine Ausgangssperre bis zum Samstag verhängt und die Brücken in die Stadt schließen lassen.

TRINCOMALEE: Im Osten Sri Lankas sind nach Angaben des Roten Kreuzes tausende Zivilisten vor Kämpfen zwischen Regierungstruppen und tamilischen Rebellen auf der Flucht. Wegen anhaltenden Raketen- und Artilleriebeschusses seien zudem noch mehr als 20.000 Menschen in der Stadt Mutur eingeschlossen. Viele Verletzte warteten bislang vergeblich auf Rettung oder Versorgung. Bereits am Vortag waren bei den trotz eines offiziell geltenden Waffenstillstandes aufgeflammten Kämpfen mindestens 15 Zivilisten, zwölf Rebellen und ein Soldat getötet worden.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat die Bürger Kubas aufgerufen, sich für einen demokratischen Wandel in ihrem Land einzusetzen. Als Reaktion auf die Erkrankung des kubanischen Staatschefs Fidel Castro erklärte Bush, es sei schon lange der Wunsch der USA, ein freies Kuba als engen Freund und Nachbarn zu haben. Um dies zu erreichen, könnten die Kubaner mit der bedingungslosen Unterstützung der Vereinigten Staaten rechnen. Wegen einer Darmoperation hatte Castro vor wenigen Tagen die Amtsgeschäfte vorläufig an seinen Bruder Raul übertragen.

LAGOS: Im Süden Nigerias ist nach Polizeiangaben ein deutscher Mitarbeiter der Baufirma Bilfinger Berger entführt worden. Die jugendlichen Täter seien bewaffnet gewesen und hätten Militär- Uniformen getragen, sagte ein Polizeisprecher. Nach seinen Angaben stoppten sie den Deutschen auf einer Schnellstraße in der Hafenstadt Port Harcourt, zerrten ihn aus seinem Auto und fuhren davon. Anschließend seien sie in einem Schnellboot geflüchtet, hieß es. Das Auswärtige Amt in Berlin und die deutsche Botschaft in Abuja wurden zur Klärung des Vorfalles eingeschaltet. - In Nigeria sind Entführungen, die auf Lösegeld abzielen, keine Seltenheit. Die meisten der Einwohner profitieren wenig vom Ölreichtum des Landes. Rebellen kämpfen seit Jahren für eine gerechtere Verteilung der Einnahmen aus der Ölförderung.

NEW YORK: Der amerikanische Internet-Dienstleister AOL will bis Anfang kommenden Jahres etwa ein Viertel seiner weltweit 19.000 Mitarbeiter entlassen. Das bestätigte eine Unternehmenssprecherin in New York. Betroffen dürften vor allem Beschäftigte in Europa sein. Dort will AOL das Geschäft mit Internet-Zugängen aufgeben.

WIESBADEN: Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ist weiter rückläufig, während immer mehr Verbraucher zahlungsunfähig werden. Wie das Statistische Bundesamt meldet, gingen die Unternehmens- Insolvenzen im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um mehr als acht Prozent zurück. Die Verbraucherinsolvenzen nahmen um mehr als 54 Prozent zu. Die neuesten Daten aus Wiesbaden bestätigen den Trend der vergangenen Monate.

KANTON: Mit Windgeschwindigkeiten von rund 130 Stundenkilometern und starken Regenfällen ist der Taifun 'Prapiroon' auf die Südküste Chinas getroffen. Betroffen waren weite Teile der Provinz Guangdong, wie staatliche Medien berichteten. Fast 600.000 Menschen wurden vorsorglich evakuiert. Die heftigen Windböen brachten auch schwere Beeinträchtigungen für den Flug-, Bahn- und Fährverkehr.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet Schauer und Gewitter. Im Südosten zum Teil länger andauernder Regen. Höchsttemperaturen 17 bis 24 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 19 Grad, wolkig; Berlin: 18 Grad, wolkig; Dresden: 15 Grad, Regen; Köln/Bonn: 15 Grad, bewölkt; Frankfurt am Main: 16 Grad, starkt bewölkt und München: 12 Grad, leichter Regen.

Audio und Video zum Thema