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Nachrichten

Freitag, 31. März 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag.

TEHERAN: Bei einer Serie heftiger Erdbeben im Westen des Iran sind zahlreiche Menschen getötet oder verletzt worden. Nach jüngsten Medien-Berichten kamen mindestens 50 Menschen ums Leben. Die Zahl der Verletzten wird von den Behörden mit etwa 800 angegeben. Einige Ortschaften sollen größtenteils zerstört worden sein. In der betroffenen Region brach das Strom- und Telefonnetz zusammen. Wie das Seismologische Institut des Iran mitteilte, wurde der heftigste Erdstoß mit der Stärke 6,0 gemessen.

MANAMA: Beim Untergang eines Ausflugsbootes vor der Küste Bahrains sind mindestens 57 Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt befanden sich schätzungsweise 130 Passagiere und Besatzungsmitglieder auf dem Schiff. Etwa 60 von ihnen konnten nach Angaben der Behörden bis zum frühen Freitagmorgen gerettet werden. Warum das Schiff in den Küstengewässern vor der Hauptstadt Manama am Donnerstagabend kenterte, ist noch unklar. Angeblich sollen zu viele Menschen auf dem Ausflugsboot gewesen sein.

LONDON: Der neue palästinensische Ministerpräsident Ismail Hanija hat dem Westen Rassismus und Doppelmoral vorgeworfen. Die westlichen Länder hätten die Hamas seit ihrem Wahlsieg mit Forderungen überschüttet, ohne jedoch ähnliche Forderungen an Israel zu stellen, kritisiert Hanija in einem Beitrag für die britische Zeitung 'The Guardian'. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hatte der Hamas-geführten Palästinenserregierung am Donnerstag erneut mit der Streichung der EU-Finanzhifen gedroht. Diese seien unter anderem an die Bedingung geknüpft, dass die Hamas das Existenzrecht Israels anerkenne, betonte Steinmeier.

PARIS: Nach der Entscheidung des französischen Verfassungsrats über die seit Wochen massiv umkämpfte Arbeitsrechtsreform der Regierung will sich Staatspräsident Jacques Chirac an diesem Freitag zum weiteren Verfahren äußern. Nachdem der Verfassungsrat das umstrittene Gesetz am Donnerstag für verfassungskonform erklärt hat, kann Chirac es nun verkünden oder zu einer zweiten Beratung ans Parlament zurückgeben. Angesichts der zugespitzten Lage sind bereits für kommenden Dienstag neue Streiks und Demonstrationen geplant. Die umstrittenen Gesetze sehen eine zweijährige Probezeit für Arbeitnehmer unter 26 Jahren und die Möglichkeit einer Kündigung ohne Begründung vor.

BERLIN: Im Bundestag hat der vierte und letzte Debattentag über den Haushalt 2006 begonnen. Als letzter Einzeletat steht der Plan von Wirtschaftsminister Michael Glos zur Diskussion. Glos will in diesem Jahr rund 5,62 Milliarden Euro ausgeben, das Gesamtvolumen des Bundeshaushalts beträgt 261,7 Milliarden Euro. Die Debatte endet am Mittag mit der Überweisung des Entwurfs an den Haushaltsausschuss. - Das Parlament will zudem über den von der Opposition geforderten Untersuchungsausschuss beraten. Dieser soll unter anderem den Einsatz des Bundesnachrichtendienstes während des Irak-Krieges, die Entführung des Deutsch-Libanesen Khaled el Masri und die angeblichen CIA-Gefangenenflüge klären. CDU, CSU und SPD halten den Ausschuss für überflüssig.

BERLIN: Zum Schutz vor rechtsextremen Aufmärschen und gewalttätigen Ausschreitungen soll es während der Fußball-Weltmeisterschaft vorübergehend auch an den Grenzen der sogenannten Schengen-Staaten der Europäischen Union wieder Kontrollen geben. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble sagte auf der Sicherheitskonferenz zur Fußball-WM, solche Grenzkontrollen werde es aber nur bei Bedarf geben. Betroffen sind die Grenzen zu Dänemark, Österreich, Frankreich und den Beneluxländern.

BERLIN: Nach einem Hilferuf der Lehrerschaft kontrollieren Polizisten von diesem Freitag an die Eingänge zur Rütli-Hauptschule in Berlin-Neukölln. Sie sollen nach Auskunft der Behörden vor allem dafür sorgen, dass keine Waffen mehr ins Schulgebäude gelangen. Zudem sollen künftig zwei Sozialarbeiter und zwei Psychologen die Lehrer unterstützen. Am Donnerstag war ein Schreiben der Lehrer an die Berliner Schulaufsicht bekannt geworden. Darin fordern die Pädagogen die Schließung der Hauptschule und begründen dies mit dem hohen Ausmaß der Gewalttätigkeiten der Schüler. So würden Türen eingetreten, andere Schüler zusammengeschlagen und Lehrer mit Gegenständen beworfen. Einige Kollegen hätten immer ihr Handy dabei, um rasch Hilfe anfordern zu können. An der Rütli-Schule liegt der Anteil der Schüler nicht-deutscher Herkunft bei rund 80 Prozent.

DRESDEN: Wegen des Elbe-Hochwassers bereiten sich die Behörden in der sächischen Landeshauptstadt auf mögliche Evakuierungsmaßnahmen vor. Zwar steigt die Elbe langsamer als bisher erwartet, doch dürfte spätestens am Samstag die Marke von 7,50 Meter erreicht werden. Dann würden mehrere Stadtteile Dresdens überflutet. In Pirna werden bereits die flussnahen Stadtviertel evakuiert, weil dort in Kürze der Strom abgeschaltet werden muss. - Auch in Tschechien spitzte sich die Lage an Elbe und Thaya im südmährisch-österreichischen Grenzgebiet weiter zu. Eine leichte Entspannung meldeten dagegen die polnischen Hochwassergebiete in Schlesien und im Südosten des Landes, wo die Pegel allmählich fallen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden stark bewölkt mit Regen und Gewittern, im Süden Auflockerungen und nur gelegentlich Schauer. Höchstwerte neun bis 18 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 10 Grad, leichter Regen; Berlin: 11 Grad, stark bewölkt; Dresden: 12 Grad, wolkig; Köln/Bonn: 11 Grad, Regen; Frankfurt am Main: 11 Grad, bewölkt und München: 10 Grad, Regen.

  • Datum 31.03.2006
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