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Nachrichten

Freitag, 31. Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PALMA DE MALLORCA: Nach dem Terroranschlag auf Mallorca ermittelt die Polizei weiterhin auf Hochtouren. Die Sicherheitsvorkehrungen sind drastisch verschärft, zahlreiche Fahrzeuge werden auf der Suche nach den mutmaßlichen ETA-Attentätern durchsucht. Die baskische Untergrundorganisation soll den Ferienort Palmanova schon seit längerer Zeit im Visier gehabt haben. Wie die Madrider Zeitung "El Mundo" berichtet, waren bereits im vorigen Jahr umfangreiche Daten über zwei Polizeikasernen bei der Zerschlagung eines Terror-Kommandos der ETA sichergestellt worden. Allerdings hat sich die ETA noch nicht zu dem Anschlag bekannt. - In der Kathedrale von Palma ist für diesen Freitag eine Trauerfeier für die beiden ermordeten Polizisten geplant.

RANGUN: Das Urteil gegen die birmanische Menschenrechtlerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi wird erst am 11. August gesprochen. Ein Sondergericht in der Hafenmetropole Rangun verschob die ursprünglich für diesen Freitag geplante Verkündung um zwölf Tage. Die Presse bleibt von dem als Schauprozess kritisierten Verfahren ausgeschlossen, die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Gefängnis wurden verstärkt. Suu Kyi drohen bis zu fünf Jahre Haft, weil sie gegen die Auflagen ihres seit Jahren andauernden Hausarrests verstoßen haben soll. Beobachter gehen davon aus, dass die 64-jährige Oppositionsführerin auch von den im kommenden Jahr anstehenden Wahlen ausgeschlossen bleibt. Auslöser für das Verfahren war der unerwünschte Besuch eines US-Bürgers, der über einen See zum Haus von Suu Kyi geschwommen und zwei Tage lang von ihr aufgenommen worden war.

TEHERAN: Die USA haben das neue gewaltsame Vorgehen der iranischen Behörden gegen die Opposition kritisiert. Es sei besonders verstörend, dass mit Gewalt die Kundgebung auf einem Friedhof aufgelöst worden sei, erklärte das US-Außenministerium. In der iranischen Hauptstadt waren Polizisten mit Knüppeln gegen Tausende Anhänger der Opposition vorgegangen. Diese hatten an die mindestens 20 Menschen erinnert, die bei Protesten gegen die Regierung getötet wurden. Augenzeugen berichten, Polizisten hätten Scheiben von Autos zerschlagen, deren Fahrer aus Sympathie für die Demonstranten gehupt hätten. Journalisten internationaler Nachrichtenagenturen durften ihre Büros nicht verlassen und vor Ort berichten. Seit der Präsidentenwahl vom 12. Juni kommt es im Iran immer wieder zu Kundgebungen der Opposition. Sie wirft der iranischen Führung um das geistliche Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei und dem im Amt bestätigten Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad massiven Wahlbetrug vor.

ABUJA: Die nigeranische Armee hat den Anführer der radikal-islamistischen Aufständischen im Norden des Landes erschossen. Nach offiziellen Angaben starb der Rebellenführer Mohammed Yusuf in Polizeigewahrsam. Der staatliche Fernsehsender BRTV zeigte Bilder der von Kugeln durchsiebten Leiche. Bei den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Islamisten sind seit Sonntag etwa 600 Menschen getötet worden. Besonders umkämpft war Maiduguri, die Hauptstadt des Bundesstaates Bono. Dort befindet sich das Hauptquartier einer Sekte, die für einen islamischen Gottesstaat in Nigeria kämpft. --Nigeria ist mit 140 Millionen Menschen das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Der Staat ist reich an Bodenschätzen, ein Großteil der Bevölkerung lebt aber in Armut. Ende August will der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, in das westafrikanische Land reisen.

NEW YORK: Der UN-Sicherheitsrat hat das Mandat für die internationale Blauhelmtruppe in Darfur um ein Jahr verlängert. Die gemeinsame Mission von Vereinten Nationen und Afrikanischer Union kann damit noch bis Juli 2010 in der westsudanesischen Krisenregion bleiben. Laut UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die neue Truppe aber bis heute nicht ihre beschlossene Stärke erreicht. Von den knapp 20.000 bewilligten Soldaten seien bisher nur zwei Drittel im Einsatz.

NEW YORK: Die USA haben die internationale Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen unterzeichnet. Die amerikanische UN-Botschafterin Susan Rice erklärte bei der Unterschriftszeremonie in New York, Präsident Barack Obama werde das Dokument dem US-Kongress schnell zur Ratifizierung vorlegen. Die Vorgängerregierung von George W. Bush hatte sich geweigert, dem seit Mai 2008 geltenden Übereinkommen beizutreten. Dagegen hatte Obama die UN-Behindertenrechtskonvention als „erste neue Menschenrechtskonvention des 21. Jahrhunderts“ gewürdigt.

BERLIN: Die Beschäftigten in Deutschland arbeiten durchschnittlich 41,2 Stunden pro Woche und damit deutlich länger als ihre Kollegen in den meisten anderen EU-Ländern. Das berichtet die Zeitung "Die Welt" unter Berufung auf eine neue EU-Studie zur Entwicklung der Arbeitszeiten im Jahr 2008. Danach gehört Deutschland zusammen mit Rumänien, Tschechien und Österreich zur europäischen Spitzengruppe. In Rumänien ist die Wochenarbeitszeit mit 41,8 Stunden am höchsten - am niedrigsten ist sie in Frankreich mit 38,4 Stunden.

FRANKFURT: Ein Ende der Wirtschaftskrise ist nach Auffassung führender deutscher Konzerne nicht in Sicht. Bei der Vorlage von Geschäftszahlen gaben Schwergewichte der Industrie wie BASF, VW und Siemens zurückhaltende bis düstere Prognosen zur weiteren Entwicklung ab. Der weltgrößte Chemiekonzern BASF erwartet für 2009 einen starken Rückgang von Umsatz und Gewinn. Bei Volkswagen sank der Konzerngewinn im ersten Halbjahr um 80 Prozent. Siemens verzeichnete erstmals seit Ausbruch der Krise einen Umsatzrückgang. Das Unternehmen will weitere 1.600 Arbeitsplätze abbauen. - Im deutschen Maschinenbau ging der Auftragseingang im Juni um 46 Prozent zurück.

BARCELONA: Bei einem Busunglück an der Costa Brava im Nordosten Spaniens sind in der Nacht zum Freitag mindestens sechs Touristen ums Leben gekommen. 39 Urlauber wurden nach Angaben der Rettungsdienste verletzt. Insgesamt saßen 64 Touristen im Fahrzeug, vor allem Niederländer, aber auch Deutsche und Briten. Der Reisebus war bei der Ortschaft San Pol del Mar nördlich von Barcelona von der Fahrbahn abgekommen, gegen einen Pkw geprallt und umgestürzt. Die Touristen waren nach einem Besuch in Barcelona auf dem Rückweg in ihre Hotels an den Küstenorten Blanes und Lloret de Mar.

AUSTIN: Nach dem Großbrand in einer Chemiefabrik im US-Bundesstaat Texas ist dort die Evakuierung einer Stadt mit mehr als 70.000 Menschen angeordnet worden. Da die Maßnahme nicht verpflichtend war, blieben jedoch viele Einwohner in ihren Häusern. Zu dem Brand war es in der Stadt Bryan gekommen. Weil die ganze Stadt unter einer orange-farbenen Rauchwolke lag und in der Fabrik auch brandfördernde Substanzen lagerten, sei die Massenevakuierung angeordnet worden, erklärten die Behörden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Freundlicher Sonne-Wolken-Mix und meist trocken. Tagestemperaturen 20 bis 25 Grad Celsius.

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