1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Freitag, 30. Oktober 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ERFURT: Nach einem Abstimmungsdrama im Landtag von Thüringen ist die CDU-Politikerin Christine Lieberknecht neue Ministerpräsidentin des Bundeslandes. Sie setzte sich im dritten Wahlgang in einer Kampfkandidatur gegen den Linke-Politiker Bodo Ramelow durch. Lieberknecht erhielt 55 von 87 abgegebenen Stimmen. Ramelow kam auf 27 Stimmen. In den ersten beiden Wahlgängen hatte Lieberknecht mit jeweils 44 Stimmen die erforderliche absolute Mehrheit verfehlt. Daraufhin kündigte Ramelow überraschend seine Kandidatur an. Im dritten Wahlgang reichte die einfache Mehrheit. - Lieberknecht tritt damit die Nachfolge von Dieter Althaus an, der vor knapp zwei Monaten nach dem schlechten Abschneiden der CDU bei der Landtagswahl zurückgetreten war. Lieberknecht wurde unmittelbar nach ihrer Wahl als Ministerpräsidentin vereidigt. Sie ist die erste CDU-Politikerin, die Regierungschefin in einem Bundesland wurde.

BRÜSSEL: Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben ihre Beratungen über die Finanzierung des Klimaschutzes fortgesetzt. Die schwedische Ratspräsidentschaft unterbreitete in Brüssel einen Vorschlag, bei dem die interne Lastenteilung nach der Wirtschaftskraft der einzelnen Länder berechnet werden soll. Zudem soll bei der finanziellen Unterstützung des Klimaschutzes in Entwicklungsländern zunächst keine feste Summe genannt werden. Die EU-Kommission hatte dafür sieben Milliarden Euro jährlich während der nächsten drei Jahre veranschlagt. Deutschland hatte sich geweigert, eine konkrete Summe festzulegen.

BERLIN: Der neue Entwicklungshilfeminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Dirk Niebel, will die Entwicklungshilfe für China streichen. Wirtschaftsriesen wie die Volksrepublik oder auch Indien erfüllten die Armutskriterien nicht mehr, sagte Niebel der "Bild"-Zeitung. Die Entwicklungshilfe solle Mittel konzentrieren und dort einsetzen, wo es am meisten Not tue. Einen Zeitpunkt für die Änderung nannte er aber nicht. Die FDP hatte im Wahlkampf angekündigt, die staatliche Unterstützung für China von jährlich rund 70 Millionen Euro abzuschaffen.

TEGUCIGALPA: Die beiden Konfliktparteien in Honduras haben sich nach vier Monaten auf ein Abkommen zur Beendigung der politischen Krise geeinigt. Nach Angaben der Organisation Amerikanischer Staaten unterzeichneten Übergangspräsident Roberto Micheletti und der gestürzte Präsident Manuel Zelaya ein entsprechendes Abkommen. Danach soll das Parlament über eine Wiedereinsetzung des Ende Juni entmachteten Präsidenten Zelaya entscheiden. Nach Worten Michelettis umfasst das Abkommen die Bildung einer Regierung der nationalen Aussöhnung. Die Präsidentenwahl soll wie vorgesehen am 29. November stattfinden. Zelaya war Ende Juni gestürzt und außer Landes gebracht worden. Ihm wird von seinen Gegnern vorgeworfen, die Verfassung gebrochen und einen Verbleib im Präsidentenamt angestrebt zu haben.

PORT-AU-PRINCE: In Haiti hat der Senat Ministerpräsidentin Michèle Pierre-Louis abgesetzt und die Regierung aufgelöst. Vorausgegangen war eine turbulente stundenlange Debatte, in der der Regierungschefin Unfähigkeit vorgeworfen worden war bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Probleme des ärmsten Landes Amerikas.

NEW YORK: Nach dem Anschlag auf ein Gästehaus der Vereinten Nationen in Kabul fordert UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, die Zahl der Sicherheitskräfte in Afghanistan zu erhöhen. Ban sagte in New York, er habe auch den amtierenden Präsidenten Hamid Karsai gedrängt, den Schutz des UN-Personals zu verbessern. Er erinnerte daran, dass allein in diesem Jahr 27 zivile UN-Mitarbeiter getötet worden seien - mehr als die Hälfte davon in Afghanistan und in Pakistan.

BERLIN: Der verheerende Luftangriff auf zwei Tanklastzüge nahe Kundus in Afghanistan ist aus Sicht der Bundeswehr-Führung militärisch angemessen gewesen. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, sagte nach Vorlage des ISAF-Untersuchungsberichts, der damalige Kommandant Oberst Georg Klein habe die Lage am 4. September richtig beurteilt. Klein habe davon ausgehen können, dass keine Unbeteiligten durch den Luftangriff zu Schaden kommen würden. Schneiderhan berichtete aus dem als geheim eingestuften NATO-Dokument, dass die Gesamtzahl der Toten und Verletzten immer noch nicht genau beziffert werden könne.

LAHORE: US-Außenministerin Hillary Clinton hat der Führung in Pakistan vorgeworfen, bei der Suche und Verfolgung von "El-Kaida"-Terroristen im eigenen Land zu versagen. Während ihres Besuches in der Stadt Lahore sagte sie, es sei nur schwer zu glauben, dass niemand in der Regierung wisse, wo sich die Extremisten aufhielten. Die USA vermuten den Anführer von "El-Kaida", Osama bin Laden, und auch andere ranghohe Mitglieder des Terror-Netzwerkes seit langem im schwer zugänglichen pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan.

SEOUL: Die Internet-Verwaltungsorganisation ICANN hat der Einführung von Internet-Adressen in nichtlateinischer Schrift erwartungsgemäß zugestimmt. Damit sind künftig auch Domain-Namen in Chinesisch, Kyrillisch, Arabisch, Hebräisch, Hindi oder griechischer Schrift möglich. Das Verfahren zur Genehmigung nichtlateinischer Domain-Namen wird voraussichtlich ab Mitte November eingeleitet. Die ersten Adressen könnten dann Anfang 2010 aufgerufen werden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Gebietsweise zäher Nebel, sonst meist sonnig. Die Höchsttemperaturen reichen von sieben Grad im Nordosten bis 15 Grad im Südwesten.

Audio und Video zum Thema