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Nachrichten

Freitag, 30. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Die Ölpest im Golf von Mexiko hat die Küstengewässer am Mississippi-Delta erreicht. Damit drohen dem empfindlichen Ökosystem in der Region schwere Zerstörungen. US-Präsident Obama sprach von einer nationalen Katastrophe. Nach Angaben der US-Behörde treten weiterhin etwa 800.000 Liter Öl täglich neu aus der Bohrinsel, die im Golf von Mexiko vor zehn Tagen nach einer Explosion gesunken war. Die Lecks, aus denen die riesigen Ölmengen ungehindert austreten, liegen in etwa 1.500 Meter Meerestiefe und konnten bislang nicht geschlossen werden. Hoffnungen, einen Teil des Öls auf dem Meer abzubrennen und so unschädlich machen zu können, hatten sich wegen schlechten Wetters und hoher Wellen zerschlagen. Der britische Konzern BP, der die Bohrinsel betreibt, bat die US-Regierung offiziell um Hilfe bei der Eindämmung der Ölpest. Präsident Obama betonte, BP müsse die Kosten der Rettungsarbeiten tragen.

ATHEN: Die Griechen müssen sich zur Abwehr einer Staatspleite auf drakonische Einschnitte und einen noch härteren Sparkurs einstellen. Zu den Auflagen für die internationale Milliarden-Nothilfe gehören Gehaltskürzungen, Streichungen beim öffentlichen Dienst und für Rentner sowie eine erneute Anhebung der Steuern und Preise, wie nach einem Krisentreffen der Regierung mit Gewerkschaften und Unternehmern in Athen bekannt wurde. Inzwischen verlautete aus griechischen Regierungskreisen, dass die Verhandlungen mit dem Internationalen Währungsfonds, der EU und der Europäischen Zentralbank über die Finanzhilfen bis Sonntag abgeschlossen sein sollen.  --  Bei Protesten gegen die Sparmaßnahmen der griechischen Regierung kam es am Donnerstagabend in Athen zu Ausschreitungen. Die Polizei setzte Tränengas ein, verletzt wurde niemand.

MADRID: Spanien hat seine Schulden nach Einschätzung von Wirtschaftsministerin Salgado unter Kontrolle. Ihr Land werde nicht um Hilfe bitten müssen, sagte Salgado der Zeitung "Cinco Dias". Der Plan der Regierung zum Schuldenabbau werde derzeit umgesetzt. Alle Haushaltsziele würden erreicht, so die Ministerin.

BERLIN: Als Konsequenz aus der Griechenland-Krise fordert die SPD schärfere Kontrollmechanismen in der Euro-Zone. Wo die Stabilität durch politische Entscheidungen gefährdet werde, müsse es künftig Korrekturmöglichkeiten durch die EU geben, sagte SPD-Fraktionschef Steinmeier der Zeitung "Die Welt". Steinmeier sicherte zugleich die Unterstützung seiner Fraktion im Bundestag für die deutschen Milliarden-Kredite für Griechenland zu. Im Bundesrat drohen aber Probleme. Der rheinland-pfälzische SPD-Ministerpräsident Beck sagte, die Banken müssten den Rettungsplan mittragen. Sonst würden die SPD-geführten Bundesländer das Nothilfegesetz für Griechenland ablehnen.

NEW YORK: Mehrere tausend Demonstranten haben auf der New Yorker Wall Street gegen die dominierende Rolle der Finanzkonzerne protestiert. Aufgebracht über den Verlust von Arbeitsplätzen und die Rettung von Großbanken mit Steuermitteln forderten sie, den Einfluss der Kredit- und Investmentbranche zu begrenzen. Organisiert wurde die Kundgebung vom Gewerkschaftsverband AFL-CIO und einem Zusammenschluss linksgerichteter Gruppen.

BRÜSSEL: Als erster europäischer Staat hat Belgien ein Burka-Verbot beschlossen. Das Parlament votierte ohne Gegenstimmen für das Verbot der Vollverschleierung muslimischer Frauen, das an allen öffentlichen Orten, auf Straßen und in Geschäften gelten soll. Wegen der innenpolitischen Krise und anstehenden Neuwahlen ist unklar, wann das Gesetz in Kraft tritt. Der Senat könnte es überprüfen. Ähnliche Verbote werden in Frankreich und in den Niederlanden bereits beraten. In Österreich, Dänemark und der Schweiz werden Forderungen danach lauter. 

LONDON:  In dem letzten Fernsehduell vor der Wahl in Großbritannien haben die Tories punkten können. Der Chef der Konservativen, David Cameron, wurde in Umfragen zum Sieger erklärt. Premier Gordon Brown landete hinter dem Liberaldemokraten Nick Clegg auf dem letzten Platz. Bei dem TV-Duell drehte es sich vor allem um die Themen Wirtschaft und Immigration.

SCHANGHAI: Mit einer pompösen Eröffnungsfeier beginnt an diesem Freitag die sechsmonatige Weltausstellung im chinesischen Schanghai. Mehr als 20 ausländische Staats- und Regierungschefs sind zur Expo 2010 unterwegs. Mit knapp 250 Ländern und Organisationen melden die Gastgeber eine Rekordbeteiligung.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bis stark bewölkt, gebietsweise Regen oder Gewitter. Höchstwerte zwischen 16 und 23 Grad.

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