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Nachrichten

Freitag, 3. Oktober 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

HAMBURG: Die zentralen Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit haben mit einem ökumenischen Gottesdienst in Hamburg begonnen. In der Hauptkirche St. Michaelis nahmen daran die höchsten Repräsentanten des Staates teil, darunter Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestagspräsident Norbert Lammert und der Hamburger Bürgermeister Ole von Beust als amtierender Bundesratspräsident. Die Feiern zum 18. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung stehen unter dem Motto "Kulturnation Deutschland". Bis zum Sonntag präsentieren sich dabei in der historischen Speicherstadt Hamburgs und in der Hafencity alle 16 Bundesländer.

WASHINGTON: Einen Monat vor den Präsidentschaftswahlen in den USA haben die beiden Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten sich ihr erstes und gleichzeitig einziges Fernsehduell geliefert. Besonderes Interesse galt dem Auftritt der Gouverneurin von Alaska, Sarah Palin, die für die Republikaner antritt. Palin hatte sich in mehreren TV-Interviews der vergangenen Tage Patzer erlaubt, die 90-minütige Debatte bestritt sie aber ohne Ausrutscher. Im Gegensatz zu Palin gilt der demokratische Kandidat für das Vizepräsidentenamt, Senator Joseph Biden aus Delaware, als bekannte Größe. Biden gehört bereits seit 1973 dem US-Senat an. Beide Kandidaten präsentierten sich bei dem Fernsehduell als Fürsprecher des Mittelstands und als Garant eines Wechsels in Washington. Angriffe auf den jeweils anderen vermieden beide.

WASHINGTON: Nach dem US-Senat soll an diesem Freitag auch das Repräsentantenhaus über das Rettungspaket für den angeschlagenen Finanzsektor abstimmen. In einem ersten Votum hatten die Abgeordneten den Entwurf mehrheitlich abgelehnt und damit die Unruhe an den Finanzmärkten noch verstärkt. Inzwischen liegt ihnen ein veränderter Entwurf vor, der am Mittwoch im Senat eine klare Mehrheit gefunden hatte. Für das gigantische 700 Milliarden Dollar schwere Rettungspaket hatte sich US-Präsident George Bush eingesetzt. Auch die beiden Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und John McCain haben sich hinter den Rettungsplan gestellt. Er sieht im Kern vor, dass der Staat in Not geratenen Banken faule Kredite abkauft.

BRÜSSEL: Die Europäische Kommission hat das Rettungspaket für den angeschlagenen Münchener Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate genehmigt. Die von der Bundesregierung geplanten Maßnahmen stünden im Einklang mit EU-Recht, hieß es aus Brüssel. Die Behörde gab damit grünes Licht für Bürgschaften in Höhe von insgesamt 35 Milliarden Euro. Den größten Teil davon trägt der Bund, für maximal 8,5 Milliarden Euro soll die Finanz- und Versicherungsbranche einstehen. Bei einer Krisensitzung der Deutschen Bundesbank in Frankfurt gab es nach Angaben aus Teilnehmerkreisen eine Einigung darüber, welche Unternehmen welchen Betrag bereitstellen. Einzelheiten sollen an diesem Freitag bekanntgegeben werden.

SANKT PETERSBURG: Trotz der politischen Spannungen nach dem Kaukasus-Krieg wollen Deutschland und Russland ihre Wirtschaftsbeziehungen weiter ausbauen. Die Differenzen im Hinblick auf die Lage in Georgien seien bekannt und bestünden fort, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel beim zehnten deutsch-russischen Regierungsgipfel in Sankt Petersburg. In einem Gespräch mit Russlands Präsident Dimitri Medwedew lehnte Merkel die von Moskau anerkannte Unabhängigkeit der abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien erneut ab. Dennoch bezeichnete sie es als sinnvoll, die Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiet zu intensivieren. Russland sei ein sehr interessanter Markt für Deutschland, betonte die Kanzlerin. Merkel und Medwedew zeigten sich zudem darin einig, dass es angesichts der globalen Bankenkrise strengere Regeln für die Finanzmärkte geben soll.

SEOUL: Der US-Unterhändler für die Gespräche über Nordkoreas Atomwaffenprogramm, Christopher Hill, hat seinen Besuch in dem kommunistischen Land beendet. Hill war vor wenigen Tagen nach Nordkorea gereist, um die Atomstopp-Vereinbarung doch noch zu retten. Er werde zunächst seinen südkoreanischen Amtskollegen Kim Sook unterrichten, hieß es. Ob Hill Fortschritte erzielen konnte, ist unklar. Nordkorea droht damit, seine stillgelegte Wiederaufbereitungsanlage im Atomkomplex Yongbyon wieder in Betrieb zu setzen, sollten die USA das Land weiter auf ihrer Liste so genannter 'Schurkenstaaten' führen.

WASHINGTON: Nach der Zustimmung des US-Kongresses zum Atomabkommen mit Indien reist US-Außenministerin Condoleezza Rice an diesem Freitag zu Gesprächen nach Neu-Delhi. Nach Angaben ihres Ministeriums wird sie dort mit Ministerpräsident Manmohan Singh zusammenkommen. Das Abkommen stärke die Partnerschaft mit der größten Demokratie der Welt, sagte Rice. Nach dem Repräsentantenhaus hatte auch der Senat das Abkommen über die Lieferung von Atomtechnologie gebilligt. Das Abkommen hebt ein drei Jahrzehnte altes Embargo auf und ermöglicht amerikanischen Unternehmen die Lieferung von nuklearem Brennstoff und Reaktoren nach Indien. Im Gegenzug erklärte sich Indien zu internationalen Inspektionen seiner zivilen Atomreaktoren bereit.

JERUSALEM: Zur Abwehr eines möglichen Angriffs des Irans errichtet die israelische Armee einem Pressebericht zufolge zwei riesige Radarantennen in der Negevwüste. Die beiden 400 Meter hohen Ortungsanlagen würden im Umfeld einer Atomanlage nahe der Stadt Dimona aufgebaut, meldet die israelische Zeitung 'Maariv'. Sollte das Projekt realisiert werden, würden damit die beiden höchsten Radarantennen im gesamten Nahen Osten gebaut. Israel und die USA befürchten, dass der Iran Atomwaffen entwickeln will, die auch den jüdischen Staat treffen könnten.

BONN: Das Ringen um den einheitlichen Krankenkassen-Beitragssatz geht weiter. Die Experten des so genannten Schätzerkreises des Bundesversicherungsamtes konnte sich in Bonn nicht auf eine Empfehlung einigen. Die Beitragszahler müssen sich aber darauf einstellen, dass der Satz zum Start des Gesundheitsfonds im Januar 15,5 Prozent betragen wird. Dafür sprachen sich die staatlichen Vertreter im Schätzerkreis aus. Die Kassen forderten dagegen mehr Geld und halten einen Beitragssatz von 15,8 Prozent für nötig. Heute beträgt der Satz im Schnitt aller rund 215 Kassen mehr als 14,92 Prozent. Die Entscheidung liegt letztlich bei der Bundesregierung.

SAN FRANCISCO: 13 Monate nach dem mysteriösen Verschwinden des amerikanischen Millionärs und Flug-Abenteurers Steve Fossett ist im US-Bundesstaat Kalifornien das Wrack seines abgestürzten Flugzeugs entdeckt worden. Wie die Polizei bestätigte, wurden Trümmer der Maschine in einer abgelegenen Gebirgsregion gefunden. An der Absturzstelle hätten Suchteams auch menschliche Überreste entdeckt, heißt es in Agenturberichten. Ein DNA-Abgleich solle klären, ob sie von Fossett stammen. Fossett hat etliche Weltrekorde mit Flugzeugen und Heißluftballons aufgestellt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist wechselnd bewölkt und gebietsweise Regen. Höchstwerte sieben bis 14 Grad.


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