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Nachrichten

Freitag, 3. Dezember 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ABIDJAN: In der Elfenbeinküste hat die Armee die Grenzen des Landes geschlossen. Grund sind die wachsenden Spannungen nach dem Wahlsieg der Opposition. Außerdem verkündete das Militär, in dem westafrikanischen Staat seien ab sofort keine ausländischen Nachrichtensender mehr zu empfangen. Nach Angaben der Wahlkommission hatte bei der Stichwahl um das Präsidentenamt am Sonntag Oppositionsführer Outtara 54 Prozent der Stimmen erhalten, Amtsinhaber Gbagbo erreichte nur 46 Prozent. Gbagbos Partei erkannte die Niederlage nicht an und sprach von Wahlbetrug. Zudem seien Fristen nicht eingehalten worden. Die USA riefen beide Seiten auf, das Ergebnis zu akzeptieren.

CONAKRY: Das Oberste Gericht von Guinea hat den Sieg von Alpha Condé bei den Präsidentschaftswahlen vor knapp einem Monat bestätigt. Condé habe bei der Wahl 52,5 Prozent der Stimmen erhalten, sein Rivale Cellou Dalein Diallo sei auf 47,5 Prozent gekommen, erklärte das Gericht in der Hauptstadt Conakry. Er wird damit der erste demokratisch gewählte Staatschef der französischen Ex-Kolonie seit mehr als 50 Jahren.

HAIFA: Der schlimmste Großbrand in der Geschichte Israels ist trotz des pausenlosen Einsatzes der Feuerwehr weiter außer Kontrolle. Die Flammen sind inzwischen aus dem Karmel-Gebirge an der Mittelmeerküste in Richtung der Hafenstadt Haifa vorgedrungen. Die Behörden ordneten die Evakuierung eines Vororts an. Schon zuvor hatten Tausende Menschen in der Region ihre Häuser verlassen müssen. Jetzt sollen Löschflugzeuge aus mehreren europäischen Ländern versuchen, das Feuer zu löschen. Am Donnerstag waren 40 Menschen in den Flammen ums Leben gekommen.

PEKING: China will anscheinend verhindern, dass Regimegegner an der Zeremonie zur Verleihung des Friedensnobelpreises an den Bürgerrechtler Liu Xiaobo in einer Woche in Oslo teilnehmen. Die Führung in Peking verweigerte in den vergangenen Tagen mehreren Kritikern die Ausreise. Am Donnerstagabend wurde der bekannte Gegenwartskünstler Ai Weiwei am Flughafen der Hauptstadt gestoppt, von wo er zunächst nach Südkorea reisen wollte. Das Verbot sei mit einer "Gefährdung der nationalen Sicherheit" begründet worden, sagte Ai der Deutschen Presse-Agentur. Auch der sozialkritische Wirtschaftswissenschaftler Mao Yushi und ein pensionierter Professor der Universität von Nanjing wurden am Verlassen des Landes gehindert.

PEKING: Die chinesische Führung will nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua ihre Geldpolitik neu ausrichten. Beobachter erwarten unter anderem eine weitere Erhöhung der Zinsen und strengere Kontrollen bei der Kreditvergabe. China hatte sich in der Vergangenheit mit einer extrem lockeren Geldpolitik gegen die weltweite Krise gestemmt. Nach Überzeugung von Ökonomen muss nun aber eine Überhitzung der Wirtschaft verhindert und die Inflation eingedämmt werden.

ASTANA: Das erste Gipfeltreffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) seit mehr als einem Jahrzehnt ist ohne klare Vereinbarungen zu Ende gegangen. Trotz langer Gespräche in der kasachischen Hauptstadt konnten sich die Delegierten der 56 Mitgliedsstaaten nicht auf ihr künftiges Handeln einigen. Sie verabschiedeten lediglich eine knappe Erklärung, in der sie die Leitprinzipien der OSZE bestätigten. Der angestrebte weitreichende Aktionsplan sei am Streit über die territoriale Integrität Georgiens sowie am Konflikt um die armenische Enklave Berg-Karabach gescheitert, erklärten Vertreter von EU, USA und Kanada.

BERLIN: Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Brüderle hat in der Diskussion um den parteiinternen US-Informanten mehr Verhältnismäßigkeit angemahnt. Der Vorgang sei "ernst" und Parteichef Westerwelle habe deshalb die Konsequenz gezogen und seinen Büroleiter versetzt, sagte der Bundeswirtschaftsminister im Zweiten Deutschen Fernsehen. Allerdings hätten die Informationen an die USA - soweit bekannt - nichts mit Geheimnisverrat zu tun. Westerwelles Büroleiter hatte sich als derjenige FDP-Mann zu erkennen gegeben, der die Berliner US-Botschaft während der schwarz-gelben Koalitionsverhandlungen mit detaillierten Informationen versorgt hatte.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wolkig mit teilweise längeren Aufheiterungen. In Küstennähe sowie in Südost-Bayern noch etwas Schneefall. Tagestemperaturen zwischen minus einem und minus zehn Grad.

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