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Nachrichten

Freitag, 29. September 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag.

BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat es im Streit um das Atomprogramm des Iran abgelehnt, das Angebot der sechs Staaten nachzubessern. Die fünf Vetomächte des UN-Sicherheitsrates und Deutschland böten dem Iran eine breite und umfassende Zusammenarbeit an, betonte Steinmeier in der Zeitung 'Die Welt'. Bevor es darüber zu Verhandlungen kommen könne, müsse der Iran unzweideutig klar machen, dass sein Atomprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken diene. - Der deutsche Außenminister und EU-Chefdiplomat Javier Solana waren am Donnerstag in Berlin mit dem iranischen Atom-Unterhändler Ali Laridschani zu getrennten Gesprächen zusammengetroffen. Einen Durchbruch bei diesen Sondierungen gab es nicht.

BERLIN: Das Einsatzgebiet der Bundeswehr in Afghanistan bleibt auf den Norden des Landes begrenzt. Das bekräftigten Außenminister Frank-

Walter Steinmeier und Verteidigungsminister Franz Josef Jung. Steinmeier wies darauf hin, die humanitäre Wiederaufbauhilfe der Deutschen haben zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensverhältnisse geführt. Nun gehe es darum, diesen Fortschritt zu festigen. Eine regionale Verlagerung der Bundeswehr wäre deshalb kurzsichtig und falsch. Am Donnerstag hatte der Bundestag das Mandat der knapp 3.000 deutschen ISAF-Soldaten um ein weiteres Jahr verlängert. Die Nato beschloss, den Einsatz der Internationalen Schutztruppe auch auf den Osten Afghanistans auszuweiten. Damit ist die Friedenstruppe jetzt im gesamten Land präsent.

WASHINGTON: Nach dem US-Repräsentantenhaus hat auch der Senat dem von Präsident George W. Bush eingebrachten Gesetz zum Umgang mit mutmaßlichen Terroristen zugestimmt. Es erlaubt, Terrorverdächtige scharfen Verhörmethoden zu unterziehen, erklärt aber grausame Methoden für unzulässig. Im Gefangenenlager Guantanamo inhaftierten mutmaßlichen Terroristen kann vor so genannten Militärkommissionen der Prozess gemacht werden, wobei die Rechte der Angeklagten eingeschränkt sind.

LONDON: Die Gefangenenhilfeorganisation Amnesty International hat Pakistan vorgeworfen, im Kampf gegen den Terrorismus systematisch gegen Menschenrechte zu verstoßen. Mehrere hundert Terror-Verdächtige seien nach ihrer Festnahme spurlos verschwunden, heißt es in einem in London veröffentlichten ai-Bericht. Zahlreiche mutmaßliche Terroristen seien gefoltert oder von Kopfgeldjägern an die USA verkauft worden. Sie seien ins US-Lager Guantanamo auf Kuba gebracht worden, so Amnesty Internationl weiter.

WASHINGTON/BANGKOK: Als Reaktion auf den Militärputsch in Thailand haben die USA Sanktionen gegen die neuen Machthaber verhängt. Hilfszahlungen in Höhe von 24 Millionen Dollar seien gestoppt worden, teilte das Außenministerium in Washington mit. - Nach Berichten aus Bangkok soll der frühere Heereskommandeur Surayud Chulanont Chef einer von den Militärs eingesetzen Übergangsregierung werden. Der Ex-General ist ein Berater des thailändischen Königs Bhumibol.

TOKIO: Der neue japanische Ministerpräsident Shinzo Abe hat die rasche Änderung der pazifistischen Nachkriegsverfassung angekündigt. Sie müsse den Erfordernissen der heutigen Zeit angepasst werden, sagte Abe in seiner ersten Regierungserklärung vor dem Parlament in Tokio. Die japanische Verfassung von 1947 untersagt dem Land jeden Einsatz von militärischer Gewalt sowie die Drohung damit. - Abe erklärte weiter, er strebe eine Verbesserung der Beziehungen zu China und Sükorea an. Beide Staaten seien wichtige Nachbarn für Japan.

DÜSSELDORF: Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen über Beschäftigungssicherung bei der Deutschen Bahn hat es erste Warnstreiks gegeben. In Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland legten mehrere hundert Bahn-Mitarbeiter für einige Stunden die Arbeit nieder. Zehntausende Pendler kamen zu spät zur Arbeit. Auch der Fernverkehr war betroffen. Die Gewerkschaften fordern Arbeitsplatzgarantien für 130.000 Bahn-Beschäftigte für den Fall eines etwaigen Börsengangs des Konzerns.

BERLIN: Auch nach einem weiteren Verhandlungsmarathon sind zentrale Streitfragen der geplanten Gesundheitsreform nicht geklärt. Experten von Union und SPD hatten mehr als zwölf Stunden lang in Berlin um eine Annäherung gerungen. Am Montag soll es nach den Worten des stellvertretenden Vorsitzenden der Unionsfraktion, Wolfgang Zöller, ein weiteres Treffen geben. Besonders umstritten sind die Regelungen für die privaten Krankenkassen und der geplante neue Finanzausgleich.

NEW YORK: Im Rennen um die Nachfolge von UN-Generalsekretär Kofi Annan hat der südkoreanische Außenminister Ban Ki Moon seine Favoritenstellung gefestigt. Bei einer weiteren Probeabstimmung im Weltsicherheitsrat erhielt Ban erneut die meisten Stimmen. - Gemäß der Charta der Vereinten Nationen schlägt der Sicherheitsrat der UN-Vollversammlung einen Kandidaten für die Wahl zum Generalsekretär vor. Annan scheidet am 31. Dezember nach zehn Jahren aus dem Amt.

MANILA: Beim Zug des Taifuns 'Xangsane' über die Philippinen sind nach Behördenangaben bis zu 50 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche Menschen würden zudem noch vermisst, teilten die Behörden in Manila mit. Es seien hohe Sachschäden entstanden. In der Hauptstadt blieben Schulen, Regierungsgebäude und die Finanzmärkte den zweiten Tag in Folge geschlossen.

MOSKAU: Der erste weibliche Weltraumtourist, die US-Unternehmerin Anousheh Ansari, ist nach zehn Tagen im All zur Erde zurückgekehrt. Die 40-Jährige landete an Bord einer russischen Sojus-Kapsel in der Steppe Kasachstans. In der Internationalen Weltraumstation ISS hatte Ansari medizinische Expertimente vorgenommen. Für den Weltraumaufenthalt hatte sie Russland rund 20 Millionen Dollar bezahlt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils sonnig, teils locker bewölkt und meist trocken. Höchstwerte zwischen 20 und 25 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 14 Grad, leicht bewölkt;

Berlin und Köln/Bonn: 15 Grad, leicht bewölkt;

Dresden: 13 Grad, wolkig;

Frankfurt am Main: 14 Grad, bewölkt und

München: 11 Grad, Nebel.

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