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Nachrichten

Freitag, 29. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TURIN/ BERLIN: Der italienische Autokonzern FIAT will sein Angebot für Opel derzeit nicht nachbessern. Man habe zwar nach wie vor Interesse, wolle aber an dem zweiten Krisentreffen im Kanzleramt an diesem Freitag nicht teilnehmen, teilte FIAT-Chef Sergio Marchionne mit. Die neuen Forderungen des amerikanischen Opel-Mutterkonzerns General Motors hätten zu "irrationalen Risiken" geführt. Der kanadisch-österreichische Mitbewerber Magna hatte hingegen Bereitschaft signalisiert, die von GM geforderten 300 Millionen Euro Soforthilfe aufzubringen. Die Bundesregierung verlangte vor dem erneuten Spitzengespräch ultimativ, mit GM und Washington abgestimmte Konzepte und Vorverträge vorzulegen. Erst dann könne über eine Zwischenfinanzierung von 1,5 Milliarden Euro entschieden werden.

BERLIN: Eine Reihe von Wirtschaftsexperten und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag DIHK haben den Rettungsplan für Opel mit staatlichen Finanzhilfen kritisiert. So warnte auch der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, die Politik lasse sich aus wahltaktischen Gründen "Schritt für Schritt in unverantwortliche Abenteuer hineinziehen". Er sprach sich nachdrücklich für eine geordnete Insolvenz aus. DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann befürchtet immense Risiken für den Steuerzahler. Aus dem Treuhandmodell könne der Bund auch bei einem Scheitern der Verhandlungen mit den Investoren kaum noch aussteigen, sagte Driftmann der "Berliner Zeitung".

WASHINGTON: Nach einem Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas im Weißen Haus hat US-Präsident Barack Obama seine Forderungen an die israelische Regierung bekräftigt. Er glaube fest an eine Zwei-Staaten-Lösung und wolle Fortschritte sehen, sagte Obama bei einer Pressekonferenz mit Abbas. Er verlangte abermals einen vollständigen Stopp des israelischen Siedlungsbaus im Westjordanland. Dies hatte ein Sprecher der Regierung Israels zuvor noch einmal abgelehnt. - Der US-Präsident appellierte aber auch an die Palästinenser, mehr für die Sicherheit in der Region zu tun. So müsse etwa gegen die anti-israelische Stimmung in Schulen und Moscheen vorgegangen werden. Zugleich würdigte er, dass Abbas bei den Verhandlungen mit der radikal-islamischen Hamas auf dem Existenzrecht Israels beharre.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen haben die internationale Staatengemeinschaft nochmals eindringlich aufgerufen, mehr Geld für die notleidenden Flüchtlinge im Norden Pakistans bereitzustellen. Dringend benötigt würden 543 Millionen Dollar, sagte UN-Nothilfekoordinator John Holmes. Bislang seien aber nur 118 Millionen Dollar zugesagt worden. Nach den Worten des UN-Vertreters sind in den vergangenen Wochen etwa 2,4 Millionen Menschen vor den Gefechten im pakistanischen Swat-Tal geflohen. Dort kämpft die pakistanische Armee gegen radikal-islamische Taliban-Rebellen.

TIFLIS: In Georgien haben sich demonstrierende Anhänger der Opposition eine Straßenschlacht mit der Polizei geliefert. Bei den Ausschreitungen am Donnerstagsabend vor dem Parlament in der Hauptstadt Tiflis wurden nach Behördenangaben mehrere Menschen verletzt. Sicherheitskräfte und Demonstranten machten sich gegenseitig für die Gewalt verantwortlich. - Die Anhänger der Opposition in Georgien fordern seit Wochen in regelmäßigen Demonstrationen den Rücktritt von Präsident Michail Saakaschwili. Sie werfen ihm vor, das Land in den Krieg gezogen zu haben, als georgische Truppen mit Gewalt versuchten, die abtrünnige Provinz Südossetien wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Das Gebiet hält enge Beziehungen zu Russland.

SEOUL: Bei offiziellen Beisetzungsfeierlichkeiten haben die Südkoreaner Abschied genommen vom früheren Präsidenten Roh Moo Hyun. Zehntausende säumten die Straßen der Hauptstadt Seoul, um dem Toten die letzte Ehre zu erweisen. Roh war vor 15 Monaten nach fünf Jahren als Präsident aus dem Amt geschieden. Der unter Korruptionsverdacht geratene Ex-Staatschef hatte sich am Samstag im Alter von 62 Jahren in seinem Heimatort im Süden des Landes das Leben genommen.

WASHINGTON: Die USA sehen trotz der militärischen Drohungen Nordkoreas zurzeit keinen Grund, ihre Truppenpräsenz in Südkorea zu verstärken. Verteidigungsminister Robert Gates sagte einer US-Zeitung, er wisse nichts von irgendwelchen militärischen Bewegungen im Norden, zumindest nicht über das Normale hinaus. Sollte das kommunistische Regime in Pjöngjang "etwas militärisch extrem Provozierendes unternehmen", hätten die USA bereits jetzt "die Macht, damit umzugehen", sagte Gates. – Unter den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates in New York brachten die USA und Japan einen Resolutionsentwurf zum Atomkonflikt mit Nordkorea in Umlauf. Nach Agenturberichten sind darin noch keine Vorschläge für verschärfte UN-Sanktionen gegen Nordkorea enthalten.

HAMBURG: Einer der meistgesuchten Schwerverbrecher Deutschlands ist nach Jahren im Untergrund gefasst worden. Der 56jährige mutmaßliche Bankräuber und Entführer Thomas Wolf wurde von Zielfahndern auf der Hamburger Reeperbahn festgenommen. Wolf hatte laut Justizbehörden im März die Frau eines Bankiers verschleppt und 1,8 Millionen Euro Lösegeld erpresst. Vor neun Jahren war er bei einem Hafturlaub untergetaucht. - Ihm werden auch mehrere Überfälle in Belgien und den Niederlanden zur Last gelegt.

TEGUCIGALPA: Bei einem starken Erdbeben vor der Küste von Honduras sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 40 Personen wurden verletzt, Dutzende Häuser, Hütten und eine Brücke in dem mittelamerikanischen Staat stürzten unter der Wucht des Erdstoßes ein. Das Beben der Stärke 7,1 war in weiten Teilen Mittelamerikas zu spüren. Vielerorts fielen Strom und Telefon aus.

ZUM FUSSBALL: Zweitligist 1. FC Nürnberg hat das erste Relegationsspiel bei Energie Cottbus mit 3:0 gewonnen. Dies dürfte das Aus für den letzten Ost-Club in der 1. Bundesliga bedeuten. - Das Rückspiel in Nürnberg findet am Sonntag statt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Westhälfte freundlich und trocken bei Temperaturen bis 22 Grad. Nach Osten hin Wolken und Schauer und daher maximal nur 13 bis 18 Grad.

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