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Nachrichten

Freitag, 29. Juni 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag

LONDON: Knapp zwei Jahre nach den verheerenden Terroranschlägen in der britischen Hauptstadt hat die Polizei in der Londoner Innenstadt eine Autobombe entschärft. Die belebte Gegend um den Piccadilly Circus wurde mitten in der Hauptverkehrszeit gesperrt. Die Anti-Terror-Polizei nahm Ermittlungen auf. Laut Polizei bestand 'erhebliche Gefahr'. Es habe sich um eine 'große Menge' Sprengstoff gehandelt. Die neue Regierung von Premierminister Gordon Brown berief eine Krisensitzung von Sicherheitsexperten ein. Der Zwischenfall zeige, dass sich Großbritannien einer andauernden Gefahr gegenübersehe, sagte Brown. Bei den Terroranschlägen in London vom 7. Juli 2005 waren 56 Menschen ums Leben gekommen, darunter die vier Attentäter.

BERLIN: Wenige Tage nach der SPD hat die Union ihr Konzept für betriebliche Bündnisse zur Mitarbeiterbeteiligung vorgestellt. Nach dem Willen von CDU und CSU sollen Geschäftsleitung und Belegschaft selbst bestimmen, welche Beteiligungsmodelle sie einführen wollen. Vorrang soll dabei aber die unmittelbare Beteiligung der Beschäftigten an ihrem jeweiligen Unternehmen haben. Ziel ist es, die Bindung an den Betrieb zu erhöhen und die Leistungsbereitschaft zu fördern. Die Sozialdemokraten hatten vorgeschlagen, die Arbeitnehmer über einen so genannten "Deutschlandfonds" indirekt am Firmenkapital zu beteiligen.

BRÜSSEL: Amerikanische Behörden wie das FBI sollen ab August nur noch Zugriff auf 19 statt bisher 34 persönliche Daten von europäischen Flugreisenden haben. Das sieht ein von der EU-Ratspräsidentschaft mit den USA ausgehandeltes und von den 27 Mitgliedsstaaten gebilligtes Abkommen vor. Danach dürfen die Daten künftig 15 Jahre lang von den US-Behörden gespeichert werden statt bisher dreieinhalb. Washington will damit den Kampf gegen Terroristen stärken.

BAGDAD: Bei einem Angriff auf eine Militärpatrouille im Süden Bagdads sind fünf US-Soldaten getötet und sieben verletzt worden. Nach Angaben der amerikanischen Streitkräfte detonierte zunächst eine Bombe in der Nähe der Patrouille, anschließend gerieten die Soldaten unter Beschuss. Angesichts zunehmender Kritik an seiner Irak-Strategie hat US-Präsident George W. Bush zur Geduld gemahnt. Die seit Jahresbeginn vorgenommene Truppenaufstockung sei jetzt erst abgeschlossen. Erfolge im Irak will Bush zudem an der Situation in Israel messen. Dort würden durch Terroranschläge zwar seit Jahren unschuldige Menschen getötet, aber es gebe ein funktionierendes demokratisches System, und die Regierung komme ihren Verpflichtungen nach, sagte Bush.

PJÖNGJANG: Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde haben sich nach ihrer Besichtigung des nordkoreanischen Atomreaktors Yongbyon zufrieden gezeigt. Die Nordkoreaner hätten sich sehr kooperativ verhalten, so die Inspektoren. Der Reaktor sei aber noch nicht stillgelegt. Anfang der Woche hatte sich Nordkorea bereit erklärt, die internationale Vereinbarung zur Schließung des Reaktors umzusetzen. Diese war im Februar erzielt worden. Damals hatte die kommunistische Regierung in Pjöngjang eingewilligt, den Reaktor im Gegenzug für wirtschaftliche und politische Zugeständnisse stillzulegen. Er produziert jedes Jahr genug Plutonium für eine Atombombe.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Union und SPD aufgerufen, in der großen Koalition weiter eng zusammenzuarbeiten. Beide Parteien sollten sich auf die eigene Arbeit konzentrieren, um die Wünsche und die Erwartungen der Bürger auch zu erfüllen, sagte Merkel dem Fernsehen der Deutschen Welle. Als einen Arbeitsschwerpunkt für die zweite Hälfte der Legislaturperiode nannte Merkel die Beteiligung von Arbeitnehmern an Unternehmensgewinnen. Das sei ein Riesenprojekt. Außerdem sei es eine große Aufgabe, Energiepolitik und Klimaschutz zusammenzubringen, betonte die Kanzlerin in DW-TV.

BERLIN: Innenminister Wolfgang Schäuble hat zum Ende der deutschen EU-Ratspräsidentschaft für sein Ressort eine positive Bilanz gezogen. Europa werde immer mehr zu einem gemeinsamen Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts, sagte der CDU-Politiker in Berlin. Als wichtige innenpolitische Ergebnisse der vergangenen sechs Monate nannte Schäuble die Stärkung der europäischen Grenzschutzbehörde Frontex, eine bessere polizeiliche Zusammenarbeit sowie das Voranschreiten des interkulturellen Dialogs.

GENF: Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat der Militärregierung Birmas schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Tausende Gefangene seien zu oft gefährlicher Zwangsarbeit für das Militär verpflichtet worden, kritisierte IKRK-Präsident Jakob Kellenberger in Genf. Das Militär habe zudem Lebensmittelvorräte von Bauern an der Grenze zu Thailand zerstört, Menschen aus ihren Häusern vertrieben, willkürlich Personen verhaftet und auch umgebracht. Zudem werde die Organisation bei ihrer Arbeit in dem asiatischen Land massiv behindert, erklärte der Präsident des Roten Kreuzes weiter. Eine solch deutliche, offene Kritik ist für die Hilfsorganisation ungewöhnlich, die sich zur Neutralität verpflichtet hat.

ISLAMABAD: Durch schweren Monsun-Regen sind im Nordwesten Pakistans rund 60 Menschen ums Leben gekommen. Die starken Regenfälle überschwemmten Felder und lösten Erdrutsche aus. Viele Dächer von Holzhäusern im Gebirge seien nach tagelangem Regen eingebrochen. Die Behörden riefen die Menschen auf, sich aus der Nähe von Flüssen zurückzuziehen. Im Süden des Landes, der von einem Zyklon getroffen worden war, sind weite Teile der Provinz Balutschistan überschwemmt. Regionale Behörden gehen davon aus, dass mehr als 400.000 Menschen obdachlos sind. Das Militär startete eine Hilfsaktion.

WELLINGTON: Heidelberg ist erneut mit dem Versuch gescheitert, als Weltkulturerbe anerkannt zu werden. Das Welterbe-Komitee der UNESCO im neuseeländischen Christchurch wies den entsprechenden Antrag der Stadt zurück und forderte Heidelberg auf, den außergewöhnlichen Wert des Ensembles aus historischer Altstadt und Schloss deutlicher herauszustellen. Die Stadt hatte sich vor zwei Jahren schon einmal vergeblich um die Aufnahme in die Weltkulturerbe-Liste beworben. Ob es im kommenden Jahr einen weiteren Anlauf geben wird, ist noch unklar.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Osten teilweise noch freundlich und meist trocken. Von Nordwesten immer mehr Wolken und gebietsweise Regen. Höchstwerte 17 bis 23 Grad.

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