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Nachrichten

Freitag, 29. Januar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

LONDON: Außenminister Guido Westerwelle hat die Ergebnisse der internationalen Afghanistan-Konferenz gegen Kritik verteidigt. Für die deutschen Soldaten gebe es jetzt eine klare Perspektive, sagte Westerwelle im Deutschen Fernsehen. Mit der neuen Strategie könne bis 2014 die Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die afghanische Regierung vollzogen sein. Zu finanziellen Anreizen für Taliban, die der Gewalt abschwören wollen, meinte Westerwelle, es gebe zwar keine Erfolgsgarantie. Doch wie bisher weiterzumachen wäre erfolglos gewesen. -- Wie ein UN-Vertreter mitteilte, traf der UN-Sondergesandte Kai Eide Anfang Januar in Dubai mit Vertretern der Taliban zusammen. Dabei sei es um vorbereitende Gespräche für Friedensverhandlungen gegangen. Die Initiative sei von den Islamisten ausgegangen.

LONDON: Vor der mit Spannung erwarteten Aussage von Tony Blair vor dem Untersuchungsausschuss zum Irak-Krieg haben Hunderte Demonstranten in London gegen den Ex-Premierminister protestiert. Einige von ihnen bezeichneten ihn als Kriegsverbrecher und Lügner. Ein großes Polizeiaufgebot verhinderte, dass die Demonstranten direkt an das Konferenzzentrum gelangten. Dort soll Blair Fragen zum britischen Einmarsch in den Irak beantworten. Im Mittelpunkt steht seine Darstellung, dass das Regime von Saddam Hussein über Massenvernichtungswaffen verfügt habe.

WASHINGTON: US-Notenbank-Chef Ben Bernanke ist vom Senat im Amt bestätigt worden. Der frühere Wirtschaftsprofessor bekam allerdings nur 70 Ja- und 30 Nein-Stimmen. Sowohl aus den Reihen der Demokraten als auch von den oppositionellen Republikanern gab es in der Vergangenheit massive Kritik an der Geldpolitik der Fed und ihrem Management in der Wirtschafts- und Finanzkrise. Präsident Barack Obama stärkte Bernanke demonstrativ den Rücken.

WASHINGTON: Die USA haben die Hinrichtung zweier Oppositioneller im Iran als Mord bezeichnet. Der Vize-Sprecher des Weißen Hauses, Bill Burton, erklärte, Teheran werde sich nur weiter isolieren, wenn es politische Gefangene ermorden lasse, die ihre Grundrechte ausübten. Die beiden Dissidenten waren wegen ihrer Teilnahme an den Massenprotesten vor einem halben Jahr gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad gehängt worden.

PORT-AU-PRINCE: Die UN-Mission in Haiti hat in der Hauptstadt Port-au-Prince Abschied von ihren Toten genommen. Bei einer Gedenkfeier wurden die Namen von 85 identifizierten Opfern verlesen. In einer Erklärung würdigte UN- Generalsekretär Ban Ki Moon ihren Einsatzwillen. Bei dem Erdbeben am 12. Januar kamen nach jüngsten Angaben der Regierung etwa 170.000 Menschen ums Leben.

MOGADISCHU: Bei schweren Gefechten in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens neun Menschen getötet worden. Wie Augenzeugen und Rettungskräfte berichteten, waren die meisten Toten Zivilisten. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt, als sich Islamisten und Soldaten der Friedenstruppe der Afrikanischen Union stundenlange Schießereien lieferten. Die Kämpfe konzentrierten sich auf einen Verkehrsknotenpunkt zwischen Flughafen und Hafen der Hauptstadt.


CARACAS: Mit Tränengas ist die Polizei in Venezuela gegen mehrere tausend Studenten vorgegangen, die gegen die Schließung eines regierungskritischen Radio- und Fernsehsenders protestierten. Die Demonstranten in der Hauptstadt Caracas warfen Präsident Hugo Chávez vor, Kritiker mundtot zu machen. Die Hochschüler demonstrieren bereits den fünften Tag in Folge, nachdem die Behörden am Sonntag den Sender stillgelegt hatten.

BERLIN: Angesichts der Erhebung von Zusatzbeiträgen durch einige gesetzliche Krankenkassen will Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler den weiteren Umbau des Gesundheitssystems voranbringen. Dabei verteidigte er sein Vorhaben, eine so genannte Kopfpauschale einzuführen. Bei einer allmählichen Umstellung werde der Bedarf an Zuschüssen niemals so hoch ausfallen, wie Kritiker bemängeln, sagte der FDP-Politiker. Rösler will für gesetzlich Krankenversicherte einen einheitlichen Beitrag einführen, der vom Einkommen unabhängig ist. Für Geringverdiener soll es einen sozialen Ausgleich aus Steuermitteln geben. Auf Antrag der Grünen befasst sich heute der Bundestag in einer Aktuellen Stunde mit dem Thema.


DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielfach kräftige Schneefälle, am Rhein auch Regen. Zur Ostsee hin bleibt es meist trocken bei Höchstwerten zwischen minus ein und plus drei Grad Celsius.

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