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Nachrichten

Freitag, 29. Februar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BAGDAD: Die türkische Armee hat nach eigenen Angaben damit begonnen, einzelne Einheiten wieder aus dem Irak abzuziehen. Insgesamt sei der Militäreinsatz in den Kurdengebieten aber noch nicht beendet, sagte ein Militärsprecher. Das US-Militär und Sprecher der Kurdischen Peschmarga-Miliz bestätigten die Angaben. In mehreren Regionen gingen die türkischen Soldaten aber weiter gegen mutmaßliche kurdische Rebellen vor. Die großangelegte Bodenoffensive hatte am 21. Februar begonnen. Nach jüngsten Angaben des türkischen Generalstabs wurden bei den Gefechten 237 PKK-Kämpfer und 27 türkische Soldaten getötet. Erst am Donnerstag hatte die US-Regierung auf ein baldiges Ende der Offensive gedrängt.

GAZA-STADT: Bei neuen israelischen Angriffen im Gazastreifen sind mindestens 20 Menschen getötet worden. Seit Mittwoch wurden damit mehr als 30 Menschen getötet. Die Hamas setzte ihre Raketenangriffe auf das israelische Grenzgebiet fort. Israels Regierung drohte angesichts der anhaltenden Raketenangriffe mit einem Einmarsch in den Gaza-Streifen. Die Hamas rief die muslimische Welt zu Massenprotesten auf. Nach den Freitagsgebeten sollten die israelischen Angriffe auf mehreren Kundgebungen verurteilt werden, heißt es in einer Erklärung. Die slowenische EU-Ratspräsidentschaft und die US-Regierung zeigten sich besorgt über die Eskalation der Gewalt.

BEIRUT: Nach 17 Monaten gibt die Bundeswehr am heutigen Freitag das Kommando über die UN-Marinemission vor der libanesischen Küste ab. Die Führung des nach dem Libanon-Krieg 2006 begonnen Einsatzes übernimmt künftig ein europäischer Flottenverband, dem Italien, Frankreich, Spanien und Portugal angehören. An der Übergabe-Zeremonie nimmt auch Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung teil, der am Donnerstag in Beirut eintraf. Jung zog eine positive Bilanz der ersten UN-Marinemission. Der internationale Flottenverband habe den Waffenschmuggel an die radikal-islamische Hisbollah unterbunden, zur Gewährleistung des Waffenstillstands beigetragen und die israelische Seeblockade des Libanon aufgelöst. Deutschland werde sich weiterhin mit vier Schiffen und rund 500 Soldaten an dem Einsatz beteiligen, sagte Jung. Wegen der angespannten Lage im Libanon entsandten die USA das Kriegsschiff "USS Cole" in den Nahen Osten.

BERLIN: Deutschland wird in den kommenden Tagen ein zusätzliches Bundeswehr-Bataillon ins Kosovo schicken, um dort im Zuge einer routinemäßigen Rotation italienische Soldaten der NATO-Truppe KFOR abzulösen. Es handele sich um rund 400 Mann, die durch eine österreichische Kompanie mit knapp 200 Soldaten verstärkt würden, teilte die Bundeswehr in Berlin mit. Der Einsatz der Deutschen war im vergangenen Jahr von der NATO beschlossen worden. Insgesamt sind rund 16.000 NATO-Soldaten im Kosovo stationiert.

HANOI: Deutschland und Vietnam haben einen umfassenden Dialog über die Verbesserung rechtsstaatlicher Bedingungen in dem sozialistisch regierten Land vereinbart. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichneten in Hanoi Außenminister Frank-Walter Steinmeier und sein vietnamesischer Kollege Pham Gia Khiem. Außerdem wurde die Gründungserklärung für eine vietnamesisch-deutsche Universität in Ho-Chi-Minh-Stadt unterschrieben. Die Hochschule soll bereits im Herbst ihren Betrieb aufnehmen. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt des Bundeslandes Hessen und Vietnam. Steinmeier kündigte zudem den Aufbau eines Deutschen Hauses in Saigon sowie Pläne für eine Deutsche Internationale Schule an.

HAMBURG: Die Grünen in der Hansestadt haben sich für Sondierungsgespräche mit der CDU über eine erste schwarz-grüne Koalition auf Landesebene entschieden. Bei der Landesmitgliederversammlung stimmte die Mehrheit für die Annahme des entsprechenden Angebots von CDU-Bürgermeister Ole von Beust. Das Gespräch ist für Mittwoch geplant. Bereits am Dienstag treffen sich die Delegationen von CDU und SPD zur Sondierung. Bei der Bürgerschaftswahl am Sonntag in Hamburg hatten die Christdemokraten ihre absolute Mehrheit verloren und sind damit auf einen Koalitionspartner angewiesen.

PARIS: Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke haben den Eurokurs und die Rohöl-Preise auf neue Rekordmarken geschickt. Im asiatischen Handel überschritt der Ölpreis kurzzeitig die Marke von 103 Dollar je Barrel. Der Euro wurde im frühen Freitagshandel mit mehr als einem Dollar 52 notiert. Analysten hatten die jüngsten Äußerungen Bernakes als Bereitschaft interpretiert, die Leitzinsen nochmals zu senken und den schwachen Dollarkurs stillschweigend gutzuheißen. In dieser Situation böten sowohl Rohöl als auch der Euro eine Alternative für Investoren, hieß es.

PEKING: Rund ein halbes Jahr vor Beginn der Olympischen Spiele ist in der chinesischen Hauptstadt ein neues Flughafen-Terminal eingeweiht worden. Nach Angaben des Flughafen-Betreibers ist es das größte Terminal der Welt. Der britische Architekt Norman Foster hat mit der Stahl-Glas-Konstruktion versucht, traditionelle Elemente der chinesischen Architektur mit denen der Moderne zusammenzubringen. Die Form des Gebäudes ist der eines Drachens nachempfunden.

WIESBADEN: Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich auch zum Jahresanfang fortgesetzt. Die Jahresrate lag bei 2,8 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte über einer ersten Schätzung von Ende Januar. Dies teilte das Statistische Bundesamt mit. Grund für die Teuerung ist vor allem der Anstieg bei Energie und Nahrungsmitteln.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Dichte Wolkenfelder. Vor allem im Süden und in der Mitte Deutschlands Durchzug von Regen. Tageshöchsttemperaturen acht bis 15 Grad Celsius.

Am Morgen meldeten bei zumeist bedecktem Himmel:

Hamburg: 2°;

Berlin: 3° ;

Dresden: 4°;

Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 7° und

München: 9°.

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