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Nachrichten

Freitag, 29. August 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

DENVER: Zum Abschluss des Parteitags der US-Demokraten hat deren Präsidentschaftkandidat Barack Obama die Amerikaner zu einer politischen Wende aufgerufen. Den rund 80.000 Anhängern im Footballstadion von Denver rief er zu, Amerika sei besser als die gescheiterte Politik der Ära Bush. Diese acht Jahre seien genug. Auch sein Kontrahent, der Bewerber der Republikaner John McCain, habe den Kurs Bushs zu Lasten der Arbeitnehmer und der Ärmeren mitgetragen. Frenetisch umjubelt versprach Obama Steuersenkungen für den Großteil der Bevölkerung, Bildungsinvestitionen und eine bezahlbare Krankenversicherung. Er bekräftigte auch seine Absicht zur Beendigung des Irakkrieges, nannte allerdings keinerlei konkreten Zeitpunkt für einen Rückzug der US-Truppen.

DUSCHANBE: Russland bleibt im Kaukasus-Konflikt international weitgehend isoliert. China und mehrere Staaten Zentralasiens verweigerten Russlands Präsidenten Dmitri Medwedew eine demonstrative Unterstützung für den Kreml-Kurs. Auf einem Gipfeltreffen der Schanghaier Kooperationsorganisation in Tadschikistan forderten sie stattdessen eine stärkere Einbindung der Vereinten Nationen. Nur das eng mit Moskau verbündete Weißrussland stellte eine Anerkennung der von Georgien abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien in Aussicht. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier warnte vor einem Flächenbrand im gesamten Kaukasus. Deshalb müsse jetzt alles getan werden, um die Lage in Georgien wieder zu beruhigen, sagte er.

BANGKOK: In Thailands Hauptstadt haben tausende regierungsfeindliche Demonstranten ihre seit Tagen andauernde Belagerungsaktion fortgesetzt. Korrespondenten berichten von Handgemengen zwischen Polizisten und Besetzern. Dabei sei auch Tränengas eingesetzt worden, hieß es. Obwohl ein Gericht die Räumung der Regierungsgebäude anordnete, hatte Ministerpräsident Samak Sundaravej vorerst den Einsatz von Gewalt ausgeschlossen. Die Demonstranten unter Führung der rechtsgerichteten sogenannten "Volksallianz für Demokratie" werfen ihm vor, nur eine Marionette des vom Militär gestürzten Regierungschefs Thaksin Shinawatra zu sein.

LA PAZ: Der bolivianische Präsident Evo Morales hat eine Volksabstimmung über die umstrittene Verfassungsreform angesetzt und damit den innenpolitischen Streit neu angeheizt. Morales kündigte an, das Referendum solle am 7. Dezember abgehalten werden. Die konservativen Gouverneure von fünf wohlhabenden Regionen des Andenstaats lehnen die geplanten Verfassungsänderungen ab, weil sie nach ihrer Ansicht die Rechte der verarmten indianischen Ureinwohner und den Zentralstaat übermäßig stärken. Morales selbst sieht sich gestärkt, nachdem am 10. August mehr als 67 Prozent der Bevölkerung in einer Volksbefragung ihn und seine Reformpolitik bestätigten.

FRANKFURT AM MAIN: Nach monatelangem Streit haben sich die Ärzte bei den Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen durchgesetzt. Danach steigen die Honorare für die Kassenärzte künftig um 10 Prozent. Die Ärzteschaft reagierte verhalten. Die flächendeckende medizinische Versorgung in den Praxen könne mit der Erhöhung nicht aufrecht erhalten werden, hieß es. Die Krankenkassen, die die Erhöhung finanzieren müssen, gehen davon aus, dass die Beiträge steigen werden.

KÖLN: Nach dem Votum des Kölner Stadtrats für den Bau einer Groß-Moschee hat die Evangelische Kirche im Rheinland mehr Einsatz für die Christen in der Türkei verlangt. Die türkisch-islamische Ditib als Träger des Kölner Projekts solle in der Türkei Einfluss nehmen damit die christlichen Kirchen dort nicht weiter diskriminiert würden. Eine Baugenehmigung in der Türkei für eine christliche Kirche sei derzeit völlig undenkbar. Der Kölner Stadtrat hatte am Donnerstagabend mit den Stimmen von SPD, Grünen, FDP und Linke für den Bau der Moschee mit einer knapp 37 Meter hohen Kuppel und zwei 55 Meter hohen Minaretten votiert.

BERLIN: Die Internationale Funkausstellung IFA hat für Besucher geöffnet. Bis Mittwoch nächster Woche präsentieren über tausend Hersteller Neuheiten der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik - vom Flachbildfernseher bis zum Navigationsgerät. Erstmals werden auch Haushaltsgeräte vorgestellt. Bei der Eröffnungsgala am Vorabend forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Produktion energiesparender Geräte.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Mitte und im Norden viele Wolken, gelegentlich Regen. Nach Süden hin aufgelockert und trocken. Temperaturen zwischen 18 und 27 Grad Celsius.

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