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Nachrichten

Freitag, 28. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KALKUTTA: Bei einem Anschlag auf einen Nacht-Expresszug im ostindischen Bundesstaat West-Bengalen sind nach Angaben der Behörden mindestens 65 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden. Rettungsmannschaften bemühen sich, weitere Überlebende aus den Trümmern zu bergen. Eine von den maoistischen Rebellen unterstützte Gruppe bekannte sich in einem Telefonat zu dem Anschlag, wie die Nachrichtenagentur PTI meldet. Der Fernzug war auf dem Weg von Kalkutta nach Mumbai. Ersten Ermittlungen zufolge hatten die Täter Eisenplatten entfernt, die Gleisabschnitte miteinander verbanden. Etliche Waggons waren aus den Schienen gesprungen und auf ein Parallelgleis gestürzt, wo sie von einem entgegenkommenden Güterzug erfasst wurden.

FRANKFURT/ODER: Das Oderhochwasser hat in Brandenburg seinen Höhepunkt zum Teil schon erreicht. Trotz der Pegelstände nahe den Deichobergrenzen blieben die meist modernisierten Dämme am deutschen Oder-Ufer aber stabil. In Frankfurt wird der Hochwasser-Scheitel erst am Abend erwartet. Dann wird eine Überflutung der Deiche dort nicht ausgeschlossen. Ministerpräsident Platzeck sprach von einer "ernsten Lage". Anders als beim Jahrhunderthochwasser von 1997 sei man diesmal aber gut vorbereitet und arbeite eng mit den Nachbarn in Polen zusammen. In der polnischen Nachbarstadt Frankfurts, Slubice, wurden bereits zwei Ortsteile evakuiert.

WASHINGTON: Aus dem defekten Bohrloch der gesunkenen Plattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko strömt weiter Öl aus. Ein Sprecher des verantwortlichen BP-Konzerns teilte mit, möglicherweise wisse man erst in zwei Tagen, ob die sogenannte Top-Kill-Methode erfolgreich gewesen sei. Die Techniker von BP seien geteilter Meinung, was den Erfolg der Aktion angehe. Am Mittwoch war der Versuch gestartet worden, das Bohrloch in gut 1.500 Meter Tiefe mit Schlamm und Zement abzudichten.

TOKIO: Japan und die USA haben sich nach monatelangem Streit auf einen neuen Standort für den amerikanischen Militärstützpunkt auf der südjapanischen Insel Okinawa geeinigt. Beide Seiten beschlossen in einem Abkommen, die inmitten von Wohngebieten der Stadt Ginowan gelegene Helikopter-Basis in die weniger dicht besiedelte Küstenregion von Henoko zu verlegen. Japans Regierungschef Hatoyama gab damit seine Absicht auf, die US-Basis auf Okinawa zu schließen.

BERLIN: Angesichts geplanter massiver Einsparungen bei der Bundeswehr befürchten Städte und Gemeinden die Schließung von Kasernen. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Landsberg, sagte, er bezweifele, dass die Aufgabe kleiner Standorte große Kostenvorteile bringe. Die betroffenen Städte und Gemeinden hätten davon aber harte wirtschaftliche Einschnitte zu erwarten, warnte er in der "Financial Times Deutschland". Verteidigungsminister Guttenberg hatte drastische Kürzungen bei der Bundeswehr angekündigt.

ESSEN: Im Ringen um die Zukunft der insolventen Warenhauskette Karstadt gibt es einen dritten Bieter. Kurz vor der Sitzung des Gläubigerausschusses am Sitz des Unternehmens in Essen legte das Vermieter-Konsortium Highstreet wie erwartet ein Angebot vor. Der Immobilienfonds gehört mehrheitlich zur US-Investmentbank Goldman Sachs. Er ist Vermieter von etwa zwei Dritteln der 120 Karstadt-Warenhäuser. Interesse an Karstadt haben bereits der Finanzinvestor Triton und der Investor Nicolas Berggruen angemeldet. Ob die Gläubiger sich schon an diesem Freitag für eines der Angebote aussprechen, erscheint angesichts einer anstehenden Angebots-Prüfung fraglich.

PRAG: In Tschechien wird ein neues Parlament gewählt. Der Ausgang der zweitägigen Abstimmung gilt als offen. Umfragen sehen die Sozialdemokraten zwar als stärkste Partei, aber ohne Regierungsmehrheit. Größere Chancen auf Koalitionspartner werden der konservativen Demokratischen Bürgerpartei als zweitstärkster Kraft eingeräumt. Bei der Wahl vor vier Jahren hatte keine Partei eine ausreichende Mehrheit erreicht.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Regen zieht von Nordwesten in die Südosthälfte. Aus Richtung Westen wird es dann wieder freundlicher. Höchstwerte 16 bis 23 Grad.

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