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Nachrichten

Freitag, 28. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KARLSRUHE: Die Bundesanwaltschaft hat im Großraum Frankfurt einen mutmaßlichen Terrorhelfer festnehmen lassen. Er soll Beziehungen zur sogenannten Sauerland-Gruppe haben, die derzeit in Düsseldorf vor Gericht steht. Der 24-jährige Deutsch-Türke sei bereits am Mittwoch von Beamten des Bundeskriminalamtes festgenommen worden, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Ihm wird zu Last gelegt, für einen der Düsseldorfer Angeklagten eine Vidokamera und ein Nachtsichtgerät für die Terrorgruppe "Islamische Dschihad-Union" besorgt zu haben und damit gegen das Außenwirtschaftgesetz verstoßen zu haben. Nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" befand sich der Verdächtige bei seiner Festnahme auf dem Weg in ein Ausbildungslager an der pakistanisch-afghanischen Grenze. Polizeilichen Angaben zufolge stehe fest, dass er sich dort zum Attentäter habe ausbilden lassen wollen. Die Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes ordneten inzwischen Untersuchungshaft an.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vom Opel-Mutterkonzern General Motors eine rasche Entscheidung über die Zukunft des deutschen Autobauers eingefordert. GM müsse einsehen, dass jeder Tag ohne Entscheidung eine Verzögerung bei der Restrukturierung bedeute. Dies schade sowohl dem Unternehmen als auch den Beschäftigten. Es lägen zwei unterschriftsreife Verträge vor, die mit GM ausgehandelt worden seien. Merkel sprach sich dabei erneut für den kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna aus. Als unrealistisch bezeichnete die Kanzlerin die Option, dass GM Opel nicht verkaufen wolle. Die US-Regierung habe deutlich gemacht, dass sie für die Sanierung von GM außerhalb der USA keine Steuergelder ausgeben wolle.

BERLIN: In der deutschen Autoindustrie sollen nach einer Studie trotz staatlicher Hilfe mehr als 90.000 Arbeitsplätze in Gefahr sein. Das Ende der Abwrackprämie werde die Zahl der Pleiten in der Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette deutlich steigen lassen, berichtet die Zeitung "Die Welt". Das Blatt zitiert eine Untersuchung der Unternehmensberatung Roland Berger. Besonders prekär ist die Lage demnach für die Autohändler. Zwar würden diese dank der Abwrackprämie 2009 mehr Fahrzeuge verkaufen als im Vorjahr. Doch danach werde das Geschäft einbrechen. So könnten allein bei den Händlern 30.000 Stellen wegfallen.

TOKIO: Der weltgrößte Autobauer Toyota zieht sich aus einem Gemeinschaftsunternehmen mit General Motors zurück. Der japanische Konzern teilte mit, dass die seit 25 Jahren bestehende Kooperation im März 2010 beendet werde. Die Fabrik in Fremont in Kalifornien mit 4.200 Mitarbeitern werde geschlossen. Auf mittel- bis langfristige Sicht sei ein Fortführen wirtschaftlich nicht vertretbar. Damit macht Toyota erstmals in der Firmengeschichte ein größeres Werk dicht. Die amerikanische Autogewerkschaft UAW erklärte, Toyota lasse die Arbeiter und den Staat im Stich. Der Autobauer war wegen seiner Abhängigkeit vom US-Markt heftig von der Finanzkrise getroffen worden und rutschte in die roten Zahlen.

BOSTON: Tausende Menschen haben dem verstorbenen US-Senator Edward "Ted" Kennedy die letzte Ehre erwiesen. Vor einer Bibliothek in Boston, wo sein Leichnam aufgebahrt ist, warteten sie stundenlang, um sich von Kennedy zu verabschieden. Am Samstagmorgen wird in Boston ein Trauergottesdienst abgehalten, bei dem US-Präsident Barack Obama eine Ansprache halten will. Danach soll Kennedy auf dem Arlington-Nationalfriedhof bei Washington beigesetzt werden. Kennedy, der dem US-Senat 47 Jahre angehört hatte, war am Dienstag im Alter von 77 Jahren einem Krebsleiden erlegen.

SAN FRANCISCO: In Kalifornien hat die Polizei nach 18 Jahren eine Frau befreit, die als Elfjährige von einem Ehepaar entführt und seither unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten worden war. Die heute 29-jährige Jaycee Dugard sei in einem Versteck im Garten eines verurteilten Vergewaltigers entdeckt worden, teilte die Polizei mit. Der Bewährungshelfer des Mannes habe Verdacht geschöpft und die Durchsuchung angestoßen. Der Entführer hat demnach mit seinem Opfer während der Gefangenschaft zwei Kinder gezeugt, die inzwischen elf und 15 Jahre alt sind. Dugard war 1991 in South Lake Tahoe östlich von San Francisco auf dem Weg zu einer Bushaltestelle entführt worden.

BONN: Der kolumbianische Außenminister Jaime Bermudez setzt sich für eine engere Kooperation der südamerikanischen Staaten im Kampf gegen Drogenhandel und Terrorismus ein. Dabei gehe es vor allem darum, effektive Mechanismen zu finden, sagte Bermudez der Deutschen Welle mit Blick auf den Sondergipfel der Union Südamerikanischer Nationen (UNASUR). Der Gipfel beginnt an diesem Freitag im argentinischen Bariloche. Dazu werden die Staatschefs der zwölf UNASUR-Mitgliedsstaaten erwartet. Ein Hauptthema ist das umstrittene Militärabkommen zwischen den USA und Kolumbien. Venezuela hat nach der Entscheidung Kolumbiens, dem US-Militär Zugang zu sieben Stützpunkten zu gewähren, mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen gedroht.

PEKING: Nach dem Wiederaufflammen eines regionalen Konflikts im Norden Birmas sind rund 10.000 Menschen ins benachbarte China geflüchtet. Es seien sieben Lager errichtet worden, heißt es auf einer Nachrichtenseite der Provinz Yunnan, die an Birma grenzt. Die chinesische "Global Times" berichtete, die Regierung in Peking habe die Sicherheitsvorkehrungen entlang der Grenze verstärkt. Die Militärmachthaber in Birma hatten Anfang August Hunderte Soldaten in die nördliche Provinz Kokang geschickt, um vor der Wahl im kommenden Jahr den Widerstand einer örtlichen Miliz zu ersticken. In der Region Kokang leben mehrheitlich Chinesen.

SEOUL: Nach fast zweijähriger Unterbrechung lassen Süd- und Nordkorea im Herbst wieder Begegnungen zwischen Familien zu, die seit Jahrzehnten voneinander getrennt leben. Die nächsten Familientreffen sollen vom 26. September bis zum 1. Oktober in Nordkorea stattfinden. Das teilten Vertreter der Rot-Kreuzverbände beider Länder nach Gesprächen in Nordkorea mit. Das Programm für Familienzusammenführungen lag wegen der jüngsten Spannungen zwischen beiden Ländern seit fast zwei Jahren auf Eis. Zuletzt haben sich jedoch die Zeichen für eine Annäherung gemehrt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Nordwesten Wechsel von Sonne und Wolken mit einzelnen Schauern oder Gewittern. Im Osten und Süden zunächst heiter, später aber auch dort Regen möglich. Höchstwerte zwischen 20 und 30 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 19°, stark bewölkt;

Berlin und Dresden: 21°. leicht bewölkt;

Köln/Bonn: 19°, bedeckt;

Franffurt am Main: 21°, stark bewölkt und

München: 21°, wolkig.

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