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Nachrichten

Freitag, 28. April 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag

NEW YORK: Im Atomstreit mit dem Iran gibt es kaum noch Hoffnung, dass die Regierung in Teheran einlenken wird. An diesem Freitag läuft die Frist ab, die der Weltsicherheitsrat dem Iran zur Einstellung seines Atomprogramms gesetzt hat. Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Behörde, Mohammed el Baradei, wird dem UN-Gremium Bericht erstatten. Der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Dschawad Sarif, stellte nochmals klar, sein Land werde auf die Uran-Anreicherung nicht verzichten. Das Atomprogramm diene ausschließlich friedlichen Zwecken und sei völlig legal, sagte Sarif in New York. Um zu verhindern, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelangt, schließen die USA als letzte Option auch einen Militäreinsatz nicht aus.

SOFIA: Die Außenminister der NATO haben die Bereitschaft der Allianz bekräftigt, ihr Engagement für die Friedensmission in Afghanistan fast zu verdoppeln. Die zweite Botschaft, die vom NATO-Treffen in Bulgarien ausgehe, sei die Entschlossenheit, den zunehmenden Angriffen der Taliban massiver und wirkungsvoller entgegenzutreten, berichtete ein NATO-Sprecher in Sofia. Der Einsatz soll vor allem auf den Süden Afghanistans ausgeweitet werden.

BAGDAD: Das amerikanische Militär hat von schweren Angriffen irakischer Aufständischer im Raum Bakuba berichtet. Mindestens 30 Menschen seien getötet worden, darunter mehrere irakische Soldaten, als mehr als 100 Rebellen Polizeistationen, Kontrollpunkte sowie ein Armee-Hauptquartier überfielen. --- Der designierte Ministerpräsident Nuri Al-Maliki will die Regierungsbildung in der nächsten Woche abschließen. In Bagdad kündigte er an, die Schlüsselministerien Verteidigung und Inneres würden mit Politikern besetzt, die weitgehend unabhängig von Religions- und Volksgruppen seien.

KATHMANDU: In Nepal verzögert sich die Vereidigung des designierten Ministerpräsidenten Girija Prasad Koirala. Aus gesundheitlichen Gründen sei der 84-Jährige nicht in der Lage, an der für diesen Freitag geplanten Amtseinführung im Parlament teilzunehmen, sagte ein Sprecher seiner Kongress-Partei. Die heutige Parlamentssitzung ist die erste seit vier Jahren. Nach wochenlangen Protesten hatte der autokratisch herrschende König Gyanendra eingelenkt und das Parlament wieder eingesetzt.

HAMBURG: Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat an die Bundesregierung appelliert, sich für die Beibehaltung des Boykotts gegen die palästinensische Hamas-Regierung einzusetzen. Deutschland sollte seine Position und seinen Einfluss nutzen, damit die Front der europäischen Staaten gegen die Hamas stabil bleibe, sagte Olmert der 'Bild'-Zeitung. Die Hamas sei weiterhin eine Terrororganisation, die Israel zerstören wolle.

BERLIN: Deutschland, die USA sowie EU und NATO haben mit Empörung auf die Verurteilung des weißrussischen Oppositionschefs Alexander Milinkewitsch reagiert. Der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik, Günter Nooke, sagte, der Schritt zeige die wachsende Kluft zwischen dem Regime in Weißrussland und dem demokratischen Europa. Der Westen forderte die unverzügliche Freilassung Milinkewitschs und der anderen verhafteten Oppositionspolitiker. Milinkewitsch war in einem Schnellverfahren zu 15 Tagen Gefängnis verurteilt worden, weil er eine unerlaubte Kundgebung angeführt haben soll. Der Oppositionschef hatte an einer Demonstration zum Tschernobyl-Jahrestag teilgenommen, bei der er gegen Präsident Alexander Lukaschenko protestierte.

BERLIN: Trotz weiterhin bestehender Differenzen in einigen Streitfragen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel eine insgesamt positive Bilanz der deutsch-russischen Regierungskonsultationen in Sibirien gezogen. Durch das zweitägige Treffen in Tomsk sei die strategische Zusammenarbeit beider Länder weiter vertieft worden, erklärte die Kanzlerin. Zwischen ihr und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin habe es einen intensiven und offenen politischen Dialog gegeben. Zum Abschluss der Regierungskonsultationen am Donnerstag waren im Beisein von Merkel und Putin mehrere Wirtschaftsabkommen unterzeichnet worden. Unter anderem hatten der russische Energieriese Gasprom und der deutsche BASF-Konzern die gemeinsame Erschließung eines sibirischen Gasfeldes vereinbart.

BERLIN: Angesichts boomender Exporte und der anziehenden Inlands- Nachfrage wird auch die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose nach oben korrigieren. Laut übereinstimmenden Medien-Berichten rechnet Wirtschaftsminister Michael Glos nun mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,6 Prozent in diesem Jahr. Damit würde die Regierung die konjunkturelle Entwicklung allerdings etwas vorsichtiger beurteilen als die führenden Wirtschaftsforschungs- Institute. In ihrem Frühjahrsgutachten hatten sie für 2006 ein Wachstum von 1,8 Prozent prognostiziert. - Minister Glos will die aktualisierte Prognose der Bundesregierung an diesem Freitag offiziell vorstellen.

THUN: In der Schweiz ist ein ICE der Deutschen Bahn mit einer Lokomotive zusammengestoßen und entgleist. Nach Auskunft der Schweizer Bahngesellschaft SBB wurden mehrere Menschen verletzt. Der ICE war von Interlaken in Richtung Berlin unterwegs, als sich der Unfall in der Nähe des Bahnhofs von Thun ereignete.

ZUM FUßBALL: Der FC Schalke 04 hat den Einzug in das UEFA-Pokal- Finale verpasst. Nach dem torlosen Hinspiel verloren die Schalker das Halbfinal-Rückspiel beim FC Sevilla mit 0:1 in der Verlängerung. Gegner der Spanier im Finale ist der FC Middlesbrough. Der englische Klub konnte sich gegen den rumänischen Verein Steaua Bukarest mit 4:2 durchsetzen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vom Erzgebirge bis zu den Alpen Regen. Sonst zunächst meist freundlich und trocken, im Tagesverlauf im Norden Schauer und einzelne Gewitter. Höchstwerte zehn bis 17 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 8 Grad, fast wolkenlos; Berlin: 9 Grad, wolkig; Dresden: 8 Grad, leichter Regen ; Köln/Bonn: 7 Grad, wolkig; Frankfurt am Main: 12 Grad, wolkig und München: 11 Grad, leichter Regen.