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Nachrichten

Freitag, 27. November 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Der Verteidigungsausschuss des Bundestages befasst sich in einer geheimen Sondersitzung mit den Vorwürfen gegen den früheren Verteidigungsminister Franz Josef Jung. Sein Amtsnachfolger Karl-Theodor zu Guttenberg soll dem Ausschuss erklären, wie es zu den Informationslücken nach dem umstrittenen Luftangriff auf zwei Tankwagen in Afghanistan mit mehr als 140 Toten kommen konnte. Jung selbst wird nicht vor dem Gremium auftreten. Der amtierende Arbeitsminister ist von allen Oppositionsparteien zum Rücktritt aufgefordert worden. Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin sagte im ZDF, dass nach der Sitzung des Verteidigungsausschusses ein Untersuchungsausschuss einberufen werden solle.

BRÜSSEL: Der scheidende Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Günter Oettinger, wird neuer EU-Kommissar für Energiefragen. Das melden mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf EU-Diplomaten. Zudem werde der Zuständigkeitsbereich des Ressorts erweitert. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sei damit deutschen Wünschen nachgekommen. Nachfolger des bisherigen Industriekommissars Günter Verheugen wird den Angaben zufolge der Italiener Antonio Tajani. Offiziell bestätigt wurden die Personalien bislang nicht. Die neue EU-Kommission soll am 1. Januar ihre Arbeit aufnehmen.

BERLIN: China will in den internationalen Handel mit Emissionsrechten für Kohlendioxid einsteigen. Das erklärte der frühere Direktor des UN-Umweltprogramms Klaus Töpfer der Zeitung 'Die Welt'. Zunächst soll der Emissionshandel im Inland aufgebaut werden. Töpfer berät die Zentralregierung in Peking in Fragen der Nachhaltigkeit. Die chinesische Regierung hatte zuvor angekündigt, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um bis zu 45 Prozent zu verringern. China gehört mit den USA weltweit zu den größten Umweltsündern.

MANAUS: Die Amazonas-Anrainer haben die Industriestaaten aufgefordert, ihre Hilfen für Klimaschutzprogramme in den Entwicklungsländern deutlich aufzustocken. Die reichen Länder müssten dazu zwischen 0,5 und ein Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes zur Verfügung stellen, hieß es in einer in der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Manaus verabschiedeten Erklärung. Die Armen müssten unterstützt werden, ohne dass sie ihre Souveränität aufgeben, betonte Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva zum Abschluss des Amazonas-Anrainer-Gipfels.

KABUL: Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat seinen Appell an die aufständische Taliban-Bewegung erneuert, die Waffen niederzulegen und sich am Aufbau des Landes zu beteiligen. In einer Erklärung zum islamischen Opferfest erklärte Karsai, auch die von Gulbuddin Hekmatyar geführte Miliz Hesb-i-Islami solle sich den Bemühungen um einen Wiederaufbau Afghanistans anschließen. Zugleich wiederholte Karsai sein Angebot an den unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Abdullah Abdullah, in der neuen Regierung mitzuarbeiten.

PHNOM PENH: Der berüchtigte Gefängnischef der Roten Khmer hat das Völkermordtribunal in Kambodscha überraschend um seine Freilassung gebeten. Der 67-Jährige Kaing Guek Eav alias 'Duch' sagte, er sei kein hochrangiger Vertreter des damaligen Regimes gewesen. 'Duch' rückt damit von früheren Erklärungen ab, in denen er sich zu seiner Verantwortung bekannt und zu einer hohen Strafe bereiterklärt hatte. Der Angeklagte befehligte unter der Rote-Khmer-Schreckensherrschaft das Foltergefängnis Tuol Sleng und das dazugehörige Hinrichtungslager, wo zwischen 1975 und 1979 mehr als 15.000 Menschen umkamen. Die Staatsanwaltschaft fordert eine 40jährige Haftstrafe.

WINDHUK: In Namibia sind an diesem Freitag und am Samstag rund eine Million Bürger aufgerufen, ein neues Parlament und einen neuen Präsidenten zu wählen. Es wird erwartet, dass Präsident Hifikepunye Pohamba genügend Stimmen für eine zweite Amtszeit erhält. Seine Partei, die frühere Befreiungsbewegung SWAPO, hatte 2004 einen Erdrutschsieg errungen.

BERLIN: Außenminister Guido Westerwelle und die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, haben bei einem Treffen den Streit um die Vertriebenen-Stiftung nicht beilegen können. Die CDU-Politikerin Steinbach sagte der Deutschen Presse-Agentur lediglich, es sei ein sachliches Gespräch gewesen. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung soll Westerwelle dabei noch einmal deutlich gemacht haben, dass er ihre Berufung in den Beirat der Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" nicht akzeptiere. Der Außenminister und FDP-Chef will damit auch auf polnische Bedenken Rücksicht nehmen.

SAO PAULO: Der Autobauer Volkswagen will wegen der steigenden Nachfrage nach Fahrzeugen einen Milliardenbetrag in Brasilien investieren. Bis 2014 wolle die brasilianische Tochtergesellschaft 2,3 Milliarden Euro in ihr Geschäft stecken, sagte der VW-Chef in dem südamerikanischen Land.

PARIS: Bei einem Schiffsunglück vor den Komoren sind nach Angaben des französischen Einwanderungsministeriums 21 Migranten ertrunken. Elf Menschen konnten gerettet werden, nachdem sie sich an Wrackteile des gekenterten Bootes geklammert hatten. Die Suche nach Opfern geht weiter. Das Boot war auf dem Weg von den Komoren zur französischen Überseeinsel Mayotte im Indischen Ozean.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bis stark bewölkt und vor allem im Norden und Nordwesten immer wieder Regen. Die Temperaturen steigen auf sieben bis zwölf Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg und Dresden: 7 Grad, wolkig;

Berlin: 8 Grad, stark bewölkt;

Köln/Bonn: 8 Grad, nach Schauer, sowie

Frankfurt/Main und München: 9 Grad, wolkig

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