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Nachrichten

Freitag, 27. März 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

JAKARTA: In Indonesien sind bei einem Dammbruch mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Die Menschen seien im Schlaf überrascht worden, als ihre Häuser in einem Vorort der Hauptstadt Jakarta überschwemmt wurden, sagte ein Vertreter des Gesundheitsministeriums. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Toten noch erheblich steigen könnte. Der Damm war nach stundenlangen Regenfällen gebrochen.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama will nach Medienberichten entschieden gegen die radikal-islamischen Taliban und El-Kaida-Terroristen in Afghanistan und Pakistan vorgehen. So sollen zusätzlich zu den bereits angekündigten 17.000 US-Soldaten weitere 4.000 Mann nach Afghanistan entsandt werden, berichtete die 'Washington Post' unter Berufung auf Regierungskreise. Das werde Obama an diesem Freitag bei der Vorstellung seiner neuen Strategie für Afghanistan und Pakistan bekanntgeben. Außerdem sollen Ausgaben für den Einsatz in Afghanistan um etwa 60 Prozent steigen. Dem US-Sender CNN zufolge will Obama außerdem beim Kongress Finanzhilfen für Pakistan in Höhe von jährlich 1,5 Milliarden Dollar für die nächsten fünf Jahre beantragen. Das wäre eine Verdreifachung der bisherigen Mittel.

BERLIN: Deutschland und die USA wollen ihre weiteren Schritte zur Rettung des angeschlagenen deutschen Autobauers Opel und des von der Insolvenz bedrohten US-Mutterkonzerns General Motors eng miteinander abstimmen. Dies hätten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Barack Obama bei einer Videokonferenz vereinbart, teilte ein Regierungssprecher in Berlin mit. Die US-Regierung will in Kürze ihre weiteren Pläne zur Rettung der maroden US-Autoindustrie bekanntgeben. Dafür sollen die Firmen tiefgreifende Sanierungsmaßnahmen in Kooperation mit der Regierung ergreifen. Von diesen Beschlüssen will auch die deutsche Regierung ihre Entscheidung abhängig machen, ob sie Opel mit Steuergeldern unterstützen wird. Anlass der Videokonferenz waren die Vorbereitungen des Finanzgipfels Anfang April in London.

BERLIN: Der Bundestag beschäftigt sich mit der geplanten Reform des föderalen Systems in Deutschland. Im Mittelpunkt des zwischen Bund und Ländern ausgehandelten Gesetzentwurfs steht eine neue Finanzverfassung, mit der die Verschuldung der öffentlichen Haushalte in Zukunft begrenzt werden soll. SPD-Fraktionschef Peter Struck sprach von einem großen Schritt nach vorne. Der Entwurf zeige, dass der solidarische und kooperative föderale Staat tragfähig sei, so Struck. Die so genannte Schuldenbremse soll im Grundgesetz festgeschrieben werden. Dazu sind Zwei-Drittel-Mehrheiten in Bundestag und Bundesrat erforderlich. Trotz Kritik aus der SPD-Fraktion und in verschiedenen Landtagen gilt sie als gesichert.

KÖLN: Der Kölner Erzbischof, Kardinal Joachim Meisner, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgerufen, sich bei Papst Benedikt XVI. für ihre Kritik im Zusammenhang mit dem Holocaust-Leugner Richard Williamson zu entschuldigen. In einem Interview der "Bild"-Zeitung sagte Meisner, die "öffentliche Papstschelte" sei eine "der größten Fehlleistungen" und im Ton "völlig unangemessen" gewesen. Viele Katholiken und Protestanten seien deshalb aus der CDU ausgetreten. Merkel hatte nach den Vorgängen um Richardson Anfang Februar öffentlich eine Klarstellung des Papstes gefordert.

DÜSSELDORF: Die krisengeschüttelte WestLB steht vor dem Verkauf. Nachdem die Partnersuche bei anderen Landesbanken gescheitert sei, werde man mit der EU-Kommission Verhandlungen über einen offenen Bieterwettbewerb aufnehmen, kündigte WestLB-Chef Heinz Hilgert bei der Bilanzvorlage in Düsseldorf an. 2008 kehrte die drittgrößte deutsche Landesbank nur dank der milliardenschweren Garantien ihrer Eigentümer in die Gewinnzone zurück. Unter dem Strich steht ein minimales Plus von 18 Millionen Euro nach einem Verlust von 1,5 Milliarden im Vorjahr.

TOKIO: Die japanische Regierung hat ihrer Armee einen Abschussbefehl für eine nordkoreanische Rakete erteilt, falls diese oder Teile von ihr drohten, auf Japan zu stürzen. Verteidigungsminister Yasukazu Hamada sagte nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates, vorsorglich würden Abfangraketen in Stellung gebracht. Nordkorea will Anfang April mit einer Langstreckenrakete einen Satelliten ins All bringen. Nach US-Informationen will Pjöngjang dagegen diese Langstreckenrakete auf ihre Tauglichkeit testen. Russland forderte Nordkorea unterdessen auf, wegen der angespannten Lage auf den Raketenstart zu verzichten.

WASHINGTON: Im US-Bundesstaat North Dakota droht am Red River ein Jahrhunderthochwasser. Meteorologen erwarten, dass der bereits stark angeschwollene Pegel des Flusses bis Samstag auf 13 Meter steigen könnte - das wären 80 Zentimeter mehr als der bisherige Rekordstand im Jahr 1897. In Fargo, der mit 92.000 Einwohnern größten Stadt des US-Staates, stapeln tausende Freiwillige seit Tagen Sandsäcke, um die Deiche am Red River zu verstärken. US-Präsident Barack Obama hat ganz North Dakota zum Katastrophengebiet erklärt.

DENVER: Der olympische Fackellauf soll künftig nicht mehr länderübergreifend stattfinden. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) entschied auf einer Sitzung in Denver, dass das Feuer nur noch durch das Gastgeberland getragen werden darf. Das IOC reagierte damit auf die Proteste während des Fackellaufs vor den Olympischen Spielen in Peking.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: An den Küsten teils heiter. Sonst erneut dicht bewölkt und gelegentlich Schauer. Die Höchsttemperaturen bewegen sich zwischen sieben und zwölf Grad Celsius.

Audio und Video zum Thema