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Nachrichten

Freitag, 27. Januar 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag.

BERLIN: Von den beiden im Irak entführten Deutschen gibt es drei Tage nach ihrer Verschleppung ein erstes Lebenszeichen. In einer von dem arabischen Fernsehsender El Dschasira ausgestrahlten Video-Botschaft wenden sich die beiden mit der Bitte an die Bundesregierung, alles zu tun, um ihre Freilassung zu erreichen, berichtet das Zweite Deutschen Fernsehen, dem das Band vorliegt. Sie nennen ihre Namen und auch den Namen ihrer Firma. Im Bild ist ein handschriftliches Plakat zu sehen mit der Aufschrift 'Unterstützer der Tauhid- und Sunnah-Brigaden'. Konkrete Forderungen stellten die Entführer laut El Dschasira nicht. Der Krisenstab des Auswärtigen Amtes wertet das Video, das auf den Tag der Entführung datiert ist, zur Zeit aus. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier erklärte, die Bundesregierung werde mit Augenmaß vorgehen.

BERLIN: Im Deutschen Bundestag hat die Feier zum Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft begonnen. Zu Beginn erinnerte Bundestagspräsident Norbert Lammert an die Einführung des nationalen Gedenktages durch den damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog im Jahre 1996. Hauptredner ist der jüdische Journalist und Publizist Ernst Cramer, der selbst von den Nazis verfolgt wurde. Die Vereinten Nationen hatten 2005 den 27. Januar zum internationalen Holocaust-Gedenktag erklärt. An diesem Tag im Jahre 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz von Soldaten der Roten Armee befreit. UN-Generalsekretär Kofi Annan verurteilte in einer Erklärung anlässlich des Gedenkens die Leugnung des Holocaust als Werk von Verblendeten.

WASHINGTON: Nach dem klaren Sieg der radikal-islamischen Hamas bei der Wahl eines neuen Palästinenser-Parlaments wächst die Sorge um den Nahost-Friedensprozess. Das aus den USA, Russland, den UN und der EU bestehende Nahost-Quartett forderte die Hamas zum Gewaltverzicht auf, da ein bewaffneter Kampf dem Aufbau eines demokratischen Staates widerspreche. Das Quartett will am Montag in London über die Folgen des Hamas-Sieges beraten. Die EU bekräftigte, unter Bedingungen an der finanziellen Unterstützung der Palästinenser festzuhalten. Israel schloss Gespräche mit einer Palästinenser-Regierung unter Hamas-Führung aus. Die Hamas hatte bei der Wahl am Mittwoch 76 der 132 Parlamentssitze errungen; die Fatah von Präsident Mahmud Abbas 43. Abbas schloss eine Koalition aus, kündigte aber sofortige Beratungen über eine neue Regierung an.

BOGOTA: Die kolumbianische Polizei hat einen Passfälscher-Ring ausgehoben. Dieser versorgte nach Angaben der Behörden seit 2002 Mitglieder der radikal-islamischen Hamas sowie der Terrororganisation El Kaida mit falschen Pässen für Reisen nach Europa und in die USA. Bei der Polizeiaktion wurden mindestens 19 Verdächtige festgenommen.

WASHINGTON: Die USA sind im Atomstreit mit Nordkorea nach den Worten von US-Außenministerin Condoleezza Rice zur sofortigen Rückkehr an den Verhandlungstisch bereit. Voraussetzung sei, dass Nordkorea keinerlei Bedingungen stelle, sagte sie der Nachrichtenagentur Reuters. Die Führung in Pjöngjang hatte dagegen erklärt, eine Fortsetzung der Gespräche sei undenkbar, solange die Regierung in Washington finanzielle Sanktionen aufrechterhalte.

KATHMANDU: Nepals Opposition will ihren Druck auf die Regierung unter König Gyanendra aufrechterhalten. Sie kündigte auch für kommende Woche Protestaktionen im ganzen Land an. Am Mittwoch würden an öffentlichen Plätzen schwarze Flaggen gehisst. Damit werde der Übernahme der Regierungsmacht durch den König vor einem Jahr gedacht. Dieser hatte am 1. Februar 2005 die Regierung abgesetzt, mehrere führende Politiker festnehmen lassen und bürgerliche Rechte außer Kraft gesetzt. Begründet hatte er die Entscheidung mit dem erfolglosen Kampf der Regierung gegen die maoistischen Rebellen.

BERLIN: Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat die Gewerkschaft Verdi wegen ihrer Streikpläne im Öffentlichen Dienst kritisiert. Ein Arbeitskampf sei der Bevölkerung nicht zu vermitteln, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg. Die Arbeitsplätze im Öffentlichen Dienst seien, anders als in der freien Wirtschaft, relativ krisenfest. Verdi hatte Urabstimmungen in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Hamburg angekündigt. Mit den Streiks will die Gewerkschaft eine Arbeitszeitverlängerung verhindern und die Übernahme des für den Bund ausgehandelten Tarifrechts auch in den Ländern und Kommunen erzwingen.

DRESDEN: Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) rechnet mit mehr Geburten nach der geplanten Einführung des Elterngeldes im kommenden Jahr. Der Sächsischen Zeitung sagte sie, das Elterngeld sei ein ganz starkes Signal, dass es der Gesellschaft nicht gleichgültig sei, ob sich Menschen für ein Kind entscheiden. Gleichzeitig wies die Ministerin Vden Vorwurf zurück, Doppelverdiener würden am meisten von dem Elterngeld profitieren. Nach ihren Berechnungen helfe das Geld besonders Alleinerziehenden und Geringverdienern. Je höher das Einkommen, desto geringer sei der Vorteil.

WIEN: Mit Konzerten rund um den Globus feiert die Musikwelt an diesem Freitag den 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart. Kompositionen des begnadeten Künstlers erklingen in seiner Geburtsstadt Salzburg ebenso wie in Wien, wo er starb, in Berlin oder auch in Pekings Verbotener Stadt. Schon mit fünf Jahren hatte Mozart angefangen zu komponieren. Bis zu seinem frühen Tod im Alter von 35 Jahren verfasste er neben unzähligen Klavierkonzerten und Kammermusikstücken auch 40 Sinfonien und 22 Opern.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist sonnig, vereinzelt zäher Hochnebel und im Norden und Südwesten Durchzug von Wolken. Höchstwerte zwischen plus zwei und minus sechs Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: minus 2°, bedeckt

Berlin: minus 13°, dunstig

Dresden: minus 8°, wolkenlos

Köln/Bonn: minus 6°, fast wolkenlos

Frankfurt am Main: minus 5°, stark bewölkt

München: minus 9°, leicht bewölkt