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Nachrichten

Freitag, 26. Oktober 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

HAMBURG: Der dreitägige SPD-Parteitag hat in Hamburg begonnen. Der frühere Parteichef und Bundeskanzler Gerhard Schröder sagte in seiner Auftaktrede, sozialdemokratische Politik habe das Land immer vorangebracht. Ein Beispiel sei die Klimapolitik. Mit Blick auf den Streit über das Arbeitslosengeld I zwischen Parteichef Kurt Beck und Vizekanzler Franz Müntefering betonte Schröder, die von ihm initiierte Agenda 2010 sei veränderbar. Wichtig sei, die Grundprinzipien der Agenda zu wahren, nämlich zu fördern und zu fordern. Beck würdigte in seiner Rede die sozialdemokratischen Grundwerte, die so aktuell seien wie nie. Politische Herausforderungen für die SPD seien der Umgang mit der alternden Gesellschaft sowie der Klimawandel und Umweltprobleme.

FRANKFURT AM MAIN: Kurz nach Ende ihres 30-stündigen Streiks hat die Gewerkschaft der Lokführer der Deutschen Bahn ein neues Ultimatum gestellt. Man erwarte bis Montagnachmittag ein verbessertes Angebot; ansonsten werde über neue Streiks entschieden, sagte Vize-Gewerkschaftschef Claus Weselsky auf einer Pressekonferenz. Ab acht Uhr fuhren die Regionalzüge und S-Bahnen wieder. Nach Angaben der Deutschen Bahn wird es allerdings noch bis zum frühen Nachmittag dauern, bis alle Züge wieder nach normalem Fahrplan verkehren. Die Bahn sprach von einem wirtschaftlichen Schaden für das Unternehmen von mindestens zehn Millionen Euro durch den letzten Streik.

BERLIN: Die Bundesregierung plant, die staatliche so genannte Riester-Rente auch für den Kauf von Wohneigentum zu gewähren. Der Fraktionschef der CDU/CSU, Volker Kauder, sagte der 'Bild'-Zeitung, der Zuschuss könne entweder für die laufenden Tilgungsraten oder als Steuergutschrift verwendet werden. Die Förderung könne jeder bekommen, unabhängig von seinem Einkommen. Mit der SPD stehe man, so Kauder, kurz vor einer Einigung. Die Bundesregierung hatte 2006 die bis dahin gewährte Eigenheimzulage gestrichen. Die Riester-Rente, die den Namen des früheren Bundesarbeitsministers trägt, wird derzeit nur als Rentenversicherung gewährt. Versicherte können mit Zulagen des Staates und Steuervorteilen privat für das Alter vorsorgen.

JERUSALEM: Der israelische Regierungschef Ehud Olmert und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sind zusammengekommen, um bestehende Differenzen angesichts der für November geplanten internationalen Nahost-Konferenz auszuräumen. Die bereits zweite Begegnung der beiden Politiker in diesem Monat findet in Olmerts Amtssitz in Jerusalem statt. Überschattet wird das Treffen von der Ankündigung Israels, in der kommenden Woche die Strom- und Treibstofflieferungen für den von der radikal-islamischen Hamas regierten Gazastreifen zu unterbrechen.

LISSABON: Der russische Präsident Wladimir Putin hat die neuen Sanktionen der USA gegen den Iran scharf kritisiert. Jetzt müsse man damit rechnen, dass die Verhandlungen über eine Lösung des Atom-Konflikts endgültig stagnierten, sagte Putin in Portugals Hauptstadt Lissabon. Das Weiße Haus hatte am Donnerstag die weitreichendsten Sanktionen gegen den Iran seit der islamischen Revolution vor fast 30 Jahren verhängt. Die Revolutionsgarden als Teil der iranischen Streitkräfte werden dabei als Lieferanten von Massenvernichtungswaffen gebrandmarkt. Ihre Elitetruppe, die Al-Kuds-Einheit, wurde auf die Liste von Staaten und Organisationen gesetzt, die den Terrorismus unterstützen.

MAFRA: Um die derzeit schlechten Beziehungen zwischen der EU und Russland zu verbessern, sind die politischen Spitzen beider Seiten zu einem Gipfeltreffen in Portugal zusammengekommen. In der Stadt Mafra beraten EU-Ratspräsident José Sócrates, EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der russische Staatschef Wladimir Putin. Ein besonders heikles Thema ist die gegenseitige Öffnung der Energiemärkte für Investitionen. Ferner geht es um das iranische Atomprogramm und die US-Pläne für eine Raketenabwehr in Osteuropa. Kurz vor Gipfelbeginn drohte Russland mit Blick auf das US-Abwehrkonzept mit einer Wiederaufnahme der Produktion von Kurz- und Mittelstreckenraketen. Mit dem Bau dieser Waffensysteme könne in kürzester Zeit begonnen werden, sagte der Kommandeur der Strategischen Streitkräfte, Nikolai Solowtsow.

RANGUN: Genau einen Monat nach der gewaltsamen Niederschlagung der friedlichen Proteste gegen die Militärjunta in Birma sind die Sicherheitsvorkehrungen in der größten Stadt Rangun wieder erheblich verschärft worden. Hundertschaften der Polizei bezogen mit Tränengas und Gewehren im Zentrum Stellung. Der Zugang zur Schwedagon-Pagode, von der die Kundgebungen stets starteten, wurde mit Stacheldraht abgeriegelt. - Der UN-Sondergesandte Ibrahim Gambari forderte die Militärführung nochmals zu einem verstärkten Dialog mit der Opposition auf. Das Treffen der unter Hausarrest stehenden Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi mit dem neu ernannten Verbindungsoffizier der Junta vom Donnerstag könne nur als erster Schritt gesehen werden, sagte Gambari.

ISLAMABAD: Mehr als eine Woche nach dem Anschlag auf den Konvoi der früheren pakistanischen Regierungschefin Benazir Bhutto hat die Polizei Phantombilder von zwei mutmaßlichen Selbstmordattentätern veröffentlicht. Gleichzeitig setzte sie eine Belohnung von umgerechnet 59.000 Euro aus für Informationen über die Hintermänner des Anschlags. Bei der Bluttat in der Hafenstadt Karachi waren fast 140 Menschen getötet und mehr als 400 verletzt worden. Der Anschlag richtete sich gegen eine Willkommensparade für Bhutto, die Stunden zuvor nach mehrjährigem Exil in ihre Heimat zurückgekehrt war. Bhutto selbst blieb unverletzt. Sie vermutet Islamisten hinter dem Attentat.

TOKIO: Die japanischen Einwanderungsbehörden verlangen von November an von allen Ausländern bei ihrer Einreise einen Fingerabdruck und ein Photo. Die Regierung in Tokio geht davon aus, dass mit der Verschärfung der Bestimmungen mutmaßliche Terroranschläge noch effektiver verhindert werden können. Die Daten sollen der Polizei zur Verfügung gestellt werden. Bei einem entsprechenden Verdacht sollen sie jedoch auch an ausländische Regierungen weitergereicht werden. Im vergangenen Jahr reisten fast sieben Millionen Ausländer nach Japan ein. Menschenrechtsgruppen wie Amnesty International kritisierten das Konzept.

SAN DIEGO: US-Präsident George W. Bush hat sich ein Bild von der Lage in den Waldbrandgebieten von Kalifornien gemacht. Zusammen mit Gouverneur Arnold Schwarzenegger flog er über einige der am schwersten betroffenen Gemeinden. In der Nähe von San Diego bedroht ein Waldbrand mehr als 8.500 Häuser. Insgesamt scheint sich die Lage aber zu entspannen, da die Windstärke nachlässt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Südwesten nach Nebelauflösung heiter; sonst meist trübe, gebietsweise Nieselregen. Tageswerte zwischen sieben und 14 Grad.

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