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Nachrichten

Freitag, 26. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SEOUL: Nordkorea hat Südkorea und die USA abermals vor einer gemeinsamen Militärübung gewarnt. Die Manöverpläne brächten die koreanische Halbinsel an den Rand eines Krieges, meldet die amtliche Nachrichtenagentur KCNA. Damit setzte die kommunistische Führung in Pjöngjang ihren Konfrontationskurs nach dem Artillerie-Angriff auf eine südkoreanische Insel am Dienstag fort. Schon zuvor hatte Nordkorea mit weiteren Angriffen gedroht, sollte es sich durch Südkorea provoziert fühlen. Ab Sonntag wollen Südkorea und die USA das angekündigte Manöver abhalten.

BERLIN: Die europäischen Finanzhilfen für das hoch verschuldete Irland sollen nach dem Willen von Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Staatspräsident Sarkozy rasch auf den Weg gebracht werden. Beide Politiker zeigten sich nach einem Telefonat einig, dass die Verhandlungen mit der irischen Regierung zu einem schnellen Abschluss gebracht werden sollten. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte, Merkel und Sarkozy seien "beeindruckt" vom irischen Sanierungsprogramm. Es soll den Haushalt des Landes bis 2015 um insgesamt 15 Milliarden Euro entlasten. Merkel und Sarkozy sprachen sich den Angaben zufolge zudem dafür aus, dass der Euro-Rettungsschirm bis 2013 unverändert gültig bleibt. Die deutsche und die französische Regierung arbeiteten aber bereits an einem dauerhaften Krisenmechanismus, der den bestehenden Rettungsschirm nach 2013 ablösen solle.

BERLIN: Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Beck (SPD) hat Widerstand gegen die geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke angekündigt. Ein solch weitreichender Beschluss dürfe nicht der Mitentscheidung des Bundesrats entzogen werden, sagte Beck. Er erklärte, die SPD-geführten Länder würden das Bundesverfassungsgericht anrufen, um die Beteiligung des Bundesrates zu erstreiten. Die unionsregierten Länder wollen den Atomkurs der Bundesregierung hingegen stützen und dabei auch der Brennelementesteuer zustimmen.

HANNOVER: Im Umfeld des maroden Atommülllagers Asse bei Wolfenbüttel ist die Zahl der Blutkrebs-Erkrankungen gestiegen. Zwischen 2002 und 2009 wurden 18 Fälle von Leukämie festgestellt, normal wären acht. Das geht aus Unterlagen des niedersächsischen Sozialministeriums hervor. Das Bundesamt für Strahlenschutz erklärte, der Anstieg der Krebserkrankungen sei nicht durch das Atommüll-Lager verursacht. Messungen über und unter Tage zeigten, dass von Asse keine Gefahr ausgehe.

BERLIN: Nach einer Woche abschließender Debatte soll im Bundestag der Haushalt für 2011 beschlossen werden. Der erste Sparhaushalt der schwarz-gelben Koalition sieht eine Neuverschuldung von gut 48 Milliarden Euro vor. Das sind rund neun Milliarden Euro weniger als im Regierungsentwurf von Finanzminister Schäuble ursprünglich vorgesehen. Die Parlamentsdebatte über den Sparhaushalt konnte nicht wie sonst von interessierten Zuhörern direkt verfolgt werden. Wegen einer Terror-Warnung war der Reichstag während der gesamten Debatten-Woche streng bewacht und die Kuppel geschlossen.

PORT-AU-PRINCE: Die Vereinten Nationen haben erneut den Vorwurf zurückgewiesen, die Cholera sei von UN-Blauhelmen aus Nepal in Haiti eingeschleppt worden. Der Chef der UN-Mission Minustah, Edmond Mulet, sagte, das hätten Untersuchungen der haitianischen Regierung ergeben. - Unterdessen teilte die Regierung in Port-au-Prince mit, dass die Zahl der Cholera-Opfer weiter gestiegen sei. Mehr als 1600 Menschen seien gestorben und fast 70.000 erkrankt.

MOSKAU: Vier Tage früher als geplant ist in Kasachstan eine bemannte Sojus-Kapsel von der Internationalen Raumstation ISS auf der Erde gelandet. Der Kosmonaut Fjodor Jurtschichin, die Astronauten Shannon Walker und Douglas Wheelock hatten 162 Tage im All verbracht. Grund der vorzeitigen Heimkehr ist eine Sperrung des Luftraums über dem zentralasiatischen Land Kasachstan wegen eines internationalen Gipfeltreffens.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist stark bewölkt, von Brandenburg über Sachsen und Thüringen bis nach Bayern gebietsweise Schneefall. Tageswerte um minus 3 Grad in Mecklenburg und bis zu plus drei Grad am Rhein.

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