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Nachrichten

Freitag, 26. Juni 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

LOS ANGELES: Das US-Popidol Michael Jackson ist kurz vor seinem geplanten Konzert-Comeback überraschend gestorben. Das gerichtsmedizinische Institut in Los Angeles teilte mit, der 50-Jährige sei mit einem Herzstillstand ins Krankenhaus gebracht worden. Dort stellten die Ärzte nach vergeblichen Wiederbelebungsversuchen wenig später Jacksons Tod fest. Eine Autopsie soll die genaue Todesursache klären. Weltweit versammelten sich geschockte Fans und Künstler zu spontanen Traueraktionen. Nach jahrelanger Bühnenabstinenz wollte Jackson ab Juli bei rund 50 Konzerten auftreten. Die hohe Stimme und sein ausgefallener Tanzstil hatten ihn schon als Kind berühmt gemacht. Sein Album "Thriller" wurde 1982 zur bestverkauften Schallplatte aller Zeiten. Seit den neunziger Jahren geriet Jackson mehrfach in den Verdacht des Missbrauchs von Minderjährigen, wurde aber freigesprochen.

WASHINGTON: Wenige Stunden vor ihrem ersten Treffen mit US-Präsident Barack Obama im Weißen Haus hat Bundeskanzlerin Angela Merkel diesem Hilfe bei der Lösung gegenwärtiger Krisen zugesichert. Obama habe in verschiedenen Bereichen Türen aufgestoßen, sagte sie anlässlich einer Preisverleihung in Washington. Als Beispiele nannte Merkel den Nahost-Konflikt, Afghanistan, das Vorgehen gegen den Klimawandel und die Bekämpfung der Wirtschaftskrise. Bei ihrem Treffen im Weißen Haus wollen die Kanzlerin und der US-Präsident auch die Lage im Iran erörtern. Nach Ansicht der deutschen Regierungschefin werden in den nächsten Monaten auch wieder Abrüstungsfragen etwa mit Russland in den Mittelpunkt rücken.

TRIEST: Zwei Wochen nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl im Iran suchen die Außenminister der führenden Industriestaaten und Russlands -G8- nach einer möglichst geschlossenen Antwort auf die Krise. Die Chef-Diplomaten beraten im italienischen Triest über eine gemeinsame Absage an Gewalt gegen Demonstranten und an die Verhaftungswelle nach der Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Russlands Außenminister Sergej Lawrow warnte dabei vor einer Isolierung der Führung in Teheran. Das Thema Iran hat den geplanten Schwerpunkt des G8-Treffens, die Lage in Afghanistan und Pakistan sowie die Vorbereitung des Gipfeltreffens im Juli in den Erdbeben-geschädigten Abruzzen in den Hintergrund geschoben.

BAGDAD: Ein weiterer blutiger Bombenanschlag hat die irakische Hauptstadt erschüttert. Nach Angaben der Polizei in Bagdad wurden bei dem Attentat auf einen Markt für Motor- und Fahrräder im Zentrum mindestens 13 Menschen getötet und viele weitere verletzt. Erst vor zwei Tagen waren durch einen Anschlag in Bagdads Schiiten-Viertel Sadr-City fast 80 Menschen getötet worden. Für die nächste Woche planen die US-Streitkräfte ihren Rückzug aus irakischen Städten.

NAIROBI: Nach Anschlagsdrohungen moslemischer Extremisten hat Kenia seine Sicherheitsmaßnahmen an der Grenze zu Somalia verschärft. Auch das Militär sei in erhöhter Alarmbereitschaft, heißt es in örtlichen Presseberichten. Soldaten sei der Urlaub gestrichen und den Polizeistationen im Nordosten des Landes zusätzliche Beamte zugeteilt worden. Seit Anfang Mai kämpfen in Somalia Regierungstruppen und radikal-islamische Milizen in den schwersten Auseinandersetzungen seit langem. Die in Bedrängnis geratene Führung in Mogadischu hat Nachbarländer und die internationale Gemeinschaft um militärisches Eingreifen gebeten. Die USA haben der Übergangsregierung nach eigenen Angaben bereits Waffen geliefert.

PEKING: Mehr als 50 chinesische Intellektuelle haben in einem gemeinsamen Appell die Freilassung des jüngst verhafteten Bürgerrechtlers Liu Xiaobo gefordert. Der auch im Internet veröffentlichte Aufruf verteidigt zudem dessen Kritik an Machtmissbruch und Ungerechtigkeit in China. Der 53-Jährige Liu galt als der einflussreichste Bürgerrechtler des Landes und war Organisator der so genannten "Charta 08" für Meinungsfreiheit und Demokratie.

RANGUN: Der Sondergesandte der Vereinten Nationen für Birma, Ibrahim Gambari, ist zu Gesprächen mit der Militärregierung in dem südostasiatischen Land eingetroffen. Seine Reise hat vor allem zum Ziel, den Druck auf die international umstrittene Führung in Rangun zu erhöhen und einen möglichen Besuch von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon vorzubereiten. Die Militärregierung, die für nächstes Jahr Wahlen angekündigt hat, steht wegen eines Prozesses gegen die Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi in der Kritik. Menschenrechtsorganisationen haben von einem Besuch Bans zum jetzigen Zeitpunkt abgeraten. Es bestehe die Gefahr, dass dieser für Zwecke der birmanischen Machthaber missbraucht werden könne.

TEGUCIGALPA: Die politische Lage in Honduras hat sich erneut zugespitzt. Das Oberste Gericht des mittelamerikanischen Land ordnete an, den entlassenen Generalstabschef Romeo Vásquez Velásquez wieder einzusetzen. Dieser war zuvor von Präsident Manuel Zelaya abgesetzt worden. Dem Staatschef, der unter anderem mit Hilfe der Streitkräfte eine neue Verfassung erzwingen will, werden von seinen politischen Gegnern persönliche Machtgelüste vorgeworfen. Das Oberste Gericht hatte bereits ein von ihm angeordnetes Referendum für illegal erklärt. Nach dem Vorbild Venezuelas und anderer Staaten in Lateinamerika plant Zelaya am kommenden Sonntag mit dieser Volksbefragung eine neue Landesverfassung mit möglicher längerer Amtszeit vorzubereiten.

SEVILLA: Die Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur der Vereinten Nationen -UNESCO- setzt ihre Beratungen über das Weltkulturerbe fort. Das zuständige Komitee muss auf seiner Tagung in Sevilla entscheiden, welche Stätten in die Liste des Welterbes neu aufgenommen werden. Dem Dresdner Elbtal hatte das UN-Gremium nach jahrelangem Streit um den Bau der so genannten Waldschlösschen-Brücke den Titel aberkannt. Deutschland hofft jetzt auf eine positive Entscheidung für das Wattenmeer, als seine erste Naturlandschaft mit Welterbe-Status.

ZUM SPORT: Nationalspieler Bernd Schneider beendet seine Karriere als Fußball-Profi. Sein Verein, der Bundesligist Bayer Leverkusen, teilte mit, Grund sei eine Rücken-Verletzung, die sich der 35-jährige Mittelfeldspieler vor gut einem Jahr zugezogen habe. Schneider bestritt 81 Spiele in der deutschen Nationalmannschaft.

Das Wetter: Wolken und Gewitter :

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nur zwischen Niederrhein und Pfalz verbreitet heiter. Sonst viele Wolken und gebietsweise Schauer oder Gewitter. Höchstwerte 22 bis 27 Grad Celsius.

Audio und Video zum Thema