1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Freitag, 26. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Im Bundestag hat die abschließende Debatte über das neue Afghanistan-Mandat begonnen. Es sieht vor allem eine Aufstockung der Zahl der Bundeswehr-Soldaten um 850 auf 5.350 sowie einen erheblichen Ausbau der Polizei-Ausbildung vor. Von 2011 an sollen die deutschen Einheiten am Hindukusch dann reduziert werden. Die Zustimmung des Parlaments gilt als sicher, weil nicht nur die Regierungsfraktionen CDU/CSU und FDP, sondern auch viele SPD-Abgeordnete mit Ja stimmen wollen. Zu einem Eklat kam es, als Abgeordnete der Linksfraktion mit Protestplakaten gegen den Afghanistan-Einsatz demonstrierten. Sie wurden daraufhin von Bundestagspräsident Lammert von der Sitzung ausgeschlossen.

KABUL: Bei mehreren Selbstmordanschlägen der radikal-islamischen Taliban sind in der afghanischen Hauptstadt mindestens 15 Menschen getötet worden, darunter mindestens vier indische Staatsbürger sowie ein Franzose und ein Italiener. Nach Angaben des Präsidentenpalastes wurden bei dem Angriff auf zwei Hotels mehr als 30 Menschen verletzt. Im vergangenen Oktober wurden bei einem Selbstmordanschlag auf die indische Botschaft in Kabul zwölf Menschen getötet. Indien hat keine Truppen in Afghanistan, engagiert sich aber massiv beim zivilen Wiederaufbau.

RANGUN: Birmas Oppositionsführerin Suu Kyi bleibt im bevorstehenden Wahlkampf weiter unter Hausarrest. Ihre Anwälte teilten mit, der Oberste Gerichtshof habe Suu Kyis Einspruch gegen die erneute Verlängerung des Arrests zurückgewiesen. Die Friedensnobelpreisträgerin war Mitte vergangenen Jahres zu weiteren 18 Monaten Hausarrest verurteilt worden, nachdem ein US-Bürger ungebeten ihr Anwesen besucht hatte. Die Militärregierung hat für dieses Jahr Wahlen zugesagt, zu denen mehrere Parteien zugelassen werden sollen. Ein Termin steht noch nicht fest.

DEN HAAG: Der mutmaßliche Chef der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK in Deutschland, Adir, ist beim Versuch der Einreise in die Niederlande festgenommen worden. Die Türkei verlangt nun seine Auslieferung wegen des Verdachts auf terroristische Aktivitäten, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Festnahme Adirs sei bereits Mitte Januar erfolgt, aus Sicherheitsgründen jedoch geheimgehalten worden. Der PKK-Funktionär will sich nach Auskunft seines Anwalts mit allen rechtlichen Mitteln gegen eine Überstellung an die Türkei wehren, weil er dort Folter oder sogar seine Ermordung befürchte. 2004 war Adir in Deutschland wegen der Teilnahme an Gewalttaten zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt worden.

BERLIN: Wegen der angespannten Finanzlage in Griechenland wollen große deutsche Banken nicht mehr in Staatsanleihen des Landes investieren. Dies berichtet die "Financial Times Deutschland". So hätten die Hypo Real Estate und die Eurohypo angekündigt, bei der bevorstehenden Finanzierungsrunde keine neuen Griechenland-Bonds mehr zu zeichnen. Die beiden Banken sind die wichtigsten deutschen Staatsfinanzierer. Auch die Postbank werde kein frisches Geld in dem Mittelmeerland investieren, heißt es in dem Blatt weiter. Die Deutsche Bank wolle nur noch als Investmentbank bei der Platzierung von Anleihen mitwirken und nicht mehr selbst Geld in griechischen Staatspapieren anlegen.

WIESBADEN: Die Wirtschaftskrise hat die Lohnzuwächse in Deutschland in der zweiten Jahreshälfte 2009 deutlich gedämpft. Die meisten Tariferhöhungen bewegten sich nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes zwischen ein und zwei Prozent. Im zweiten Halbjahr 2008 waren in der Metallindustrie sowie in einigen kleineren Branchen noch Steigerungen von vier Prozent oder mehr vereinbart worden.

BAMAKO: Bei einem Gedränge in einer Moschee der malischen Stadt Timbuktu sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen und 41 verletzt worden. Nach Polizeiangaben hatten sich die Gläubigen in der größten Moschee des Landes versammelt, um die Geburt des Propheten Mohammed zu feiern. Während die Menge ihre rituelle Runde durch die Moschee drehte, kam es laut Zeugen plötzlich zu einer Drängelei.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Rasch wechselnde Bewölkung und Regenschauer. Vor allem an den Nordrändern der Gebirge auch etwas Sonne möglich. Die Tageshöchstwerte bewegen sich zwischen vier und 13 Grad.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema