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Nachrichten

Freitag, 26. Dezember 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEL AVIV: Israel hat trotz des fortwährenden Raketenbeschusses durch militante Palästinenser die Grenzen zum Gazastreifen für Hilfsgüter geöffnet. Rund 80 Lastwagen mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und Getreide passierten laut Verteidigungsministerium die Grenze. Darüber hinaus seien Diesel für das Kraftwerk in Gaza sowie Gas zum Kochen geliefert worden. Es handelt sich um die erste Hilfslieferung seit zehn Tagen. Zudem gab die israelische Regierung der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation Hamas 48 Stunden Bedenkzeit vor einer angedrohten Militäroffensive. Das Sicherheitskabinett will nach Medienberichten erst am Sonntag eine endgültige Entscheidung treffen. Israel hoffe darauf, dass die Hamas nach den Hilfslieferungen den Beschuss israelischer Grenzgemeinden einstelle.

CONAKRY: Die USA haben den Militärputsch in Guinea verurteilt. Es müsse umgehend wieder eine zivile Regierung geben, hieß es in einer Stellungnahme der amerikanischen Botschaft in der Hauptstadt Conakry. Die Ankündigung der Junta, zwei Jahre lang keine Wahlen abzuhalten, sei nicht akzeptabel. Zudem müssten in Guinea die Menschenrechte aller Bürger geachtet werden, auch der abgesetzten Regierung. Deren Mitglieder werden von den Putschisten derzeit in einer Kaserne festgehalten. Junta-Chef Moussa Dadis Camara lud Diplomaten von UN, EU und Afrikanischer Union für das Wochenende nach Guinea ein, um sie über die Vorhaben der Militärregierung zu informieren.

KIEL: Die am Anti-Terroreinsatz 'Operation Enduring Freedom' am Horn von Afrika beteiligten Kriegsschiffe werden sich nach Aussage ihres designierten Kommandeurs auch künftig nicht an der Bekämpfung der Piraterie beteiligen. Die eigentlich klare Trennlinie zwischen dem US-geführten Einsatz 'Enduring Freedom' und der Mission 'Atalanta' der Europäischen Union werde in der öffentlichen Diskussion oft verwischt, sagte Kapitän zur See Rainer Brinkmann. Im Rahmen von 'Enduring Freedom' würden die Nachschubwege von Terroristen kontrolliert. Künftig solle verstärkt die Unterbindung des Drogenhandels mit einbezogen werden. Die EU-Mission 'Atalanta' hatte am Dienstag mit der Bekämpfung der Piraterie begonnen.

KUNDUS: Im Norden Afghanistans sind erneut deutsche Soldaten ins Visier von Extremisten geraten. Innerhalb weniger Minuten wurde die Bundeswehr gleich zweimal angegriffen. Zunächst wurden vier Raketen auf das deutsche Feldlager in Kundus abgefeuert, wie ein Bundeswehrsprecher sagte. Sie hätten ihr Ziel aber verfehlt. Die zweite Attacke habe sich gegen eine Patrouille gerichtet, die in einem gepanzerten Fahrzeug in der Nähe des Lagers unterwegs war. Fünf Soldaten seien nach dem Panzerfaustangriff mit Atemproblemen behandelt worden, hätten wenig später aber ihren Dienst fortsetzen können.

TOKIO: Die weltweite Wirtschaftskrise hat die Nachfrage nach Autos und Elektronik aus Japan drastisch einbrechen lassen. Die Industrieproduktion sei im November so stark zurückgegangen wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als 50 Jahren, teilte das Wirtschaftsministerium in Tokio mit. Im Vergleich zum Oktober sei die Produktion um gut acht Prozent geschrumpft. Als Grund nannte das Ministerium die wegbrechende Nachfrage aus dem Ausland. Für Dezember wird ein Rückgang in ähnlicher Größenordnung erwartet.

KIEW: In der Ukraine sind durch eine schwere Explosion in einem Wohnhaus nach jüngsten Angaben mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 20 Pesonen wurden verletzt, einige werden noch vermisst. Angeblich waren im Keller des mehrstöckigen Hauses auf der Halbinsel Krim illegal Gasflaschen gelagert. Staatspräsident Viktor Juschtschenko sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.

LONDON: Eine Weihnachtsansprache des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad in einem privaten britischen Fernsehsender hat einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Britische Politiker, Menschenrechtler und Israel sprachen von einem Skandal. Der TV-Sender Channel Four wollte die Rede Ahmadinedschads als Alternative zur traditionellen Weihnachtsansprache von Königin Elizabeth II. verstanden wissen. - Der iranische Präsident ist unter anderem wegen seiner Israel-Feindschaft einer der umstrittensten Politiker der Welt.

LOS ANGELES: In Kalifornien hat ein Mann auf einer Weihnachtsparty mindestens acht Menschen getötet und drei weitere verletzt. Nach US-Medienberichten hatte sich der 45-Jährige als Weihnachtsmann verkleidet und auf der Feier in der Nähe von Los Angeles wild um sich geschossen. Stunden später wurde seine Leiche gefunden, die Polizei geht von Selbstmord aus. Als Motiv für die Bluttat werden persönliche Probleme vermutet. Der Mann war kürzlich geschieden worden und hatte zudem seinen Arbeitsplatz verloren.

NEW YORK: Die amerikanische Sängerin und Schauspielerin Eartha Kitt ist tot. Sie starb im Alter von 81 Jahren an einem Krebsleiden. Kitt galt als eine der vielseitigsten Künstlerinnen der USA. Mit ihrer unverwechselbaren Stimme sang sie in zehn verschiedenen Sprachen und trat in mehr als 100 Ländern auf. Kultstatus erreichte sie als 'Catwoman' in der Fernsehserie 'Batman'.

LONDON: Im Alter von 78 Jahren ist der britische Literaturnobelpreisträger Harold Pinter gestorben. Er erlag einem Krebsleiden, wie seine Familie mitteilte. Seit seinem Debüt 1957 veröffentlichte Pinter rund 30 Dramen, darunter die Theaterstücke 'Der Hausmeister' und 'Die Heimkehr'. Zuletzt sorgte der provokante Autor vor allem durch sein politisches Engagement für Aufsehen. Scharfe Kritik hatte er unter anderem an der Irak-Politik von US-Präsident George W. Bush und des ehemaligen britischen Premierministers Tony Blair geübt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet sonnig. Im Osten und Nordosten ziehen einzelne Wolkenfelder durch. Tageshöchsttemperaturen zwischen minus drei und plus drei Grad.


Am Morgen meldeten bei wolkenlosem Himmel:


Berlin und Hamburg: minus 3 Grad;

Dresden: minus 5 Grad;

Köln/Bonn und Frankfurt am Main: minus 2 Grad und

München: minus 4 Grad.

Audio und Video zum Thema