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Nachrichten

Freitag, 25. September 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ISLAMABAD: Bei einem mutmaßlichen US-Raketenangriff sind im Nordwesten Pakistans nach Angaben von Geheimdienstmitarbeitern mindestens zwölf Menschen getötet worden. Das Ziel des Angriffs war danach ein Haus in Nord-Waziristan an der Grenze zu Afghanistan. Die Gegend gilt als Hochburg des afghanischen Extremistenführers Dschalaluddin Hakkani. Der Hakkani-Clan soll dem Terrornetzwerk El Kaida nahe stehen und wird für zahlreiche Anschläge auf die ausländischen Truppen in Afghanistan verantwortlich gemacht. - Die USA haben in den pakistanischen Stammesgebieten entlang der afghanischen Grenze schon mehrfach Raketenangriffe durchgeführt und dabei mehrere militante Extremisten getötet, darunter den pakistanischen Taliban-Führer Baitullah Mehsud.

NEW YORK: Das Nahost-Quartett hat den Dreiergipfel von US-Präsident Barack Obama, dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas als wichtigen Schritt auf dem Weg zur Lösung des Nahost-Konflikts bezeichnet. Die Gruppe aus UN, den USA, der EU und Russland forderte beide Seiten auf, jetzt die Bedingungen für eine möglichst schnelle Wiederaufnahme der Friedensgespräche zu schaffen. Israel müsse sämtliche Siedlungsaktivitäten in den Palästinensergebieten einstellen; die Palästinenser seien gefordert, jede Form von Gewalt gegen Israel zu unterbinden und die Sicherheitslage zu verbessern. Obama war am Mittwoch am Rande der UN-Vollversammlung in New York mit Netanjahu und Abbas zusammengekommen.

TEGUCIGALPA: Der gestürzte honduranische Präsident Manuel Zelaya hat erste Gespräche mit Vertretern der Übergangsregierung geführt. Mit dem Dialog solle ein Ende der Staatskrise erreicht werden, sagte Zelaya dem Radiosender Globo. Es habe aber noch keine Fortschritte gegeben. Die bisherige Haltung der amtierenden Regierung lasse keine Einigung möglich erscheinen. Zelaya war am Montag heimlich nach Honduras zurückgekehrt und hält sich seitdem in der brasilianischen Botschaft in der Hauptstadt Tegucigalpa auf. Dort kam es am Donnerstag nach Aufhebung des Ausgehverbots erneut zu Zusammenstössen zwischen Anhängern Zelayas und den Sicherheitskräften. Zelaya war Ende Juni wegen eines Streits um eine Verfassungsänderung aus dem Amt entfernt und außer Landes gebracht worden. Der UN-Sicherheitsrat will sich an diesem Freitag mit der Lage in dem mittelamerikanischen Land befassen.

PITTSBURGH: Zum Auftakt des G20-Gipfels in Pittsburgh haben sich die Teilnehmer optimistisch gezeigt, die Reform der Finanzmärkte voranzutreiben. US-Finanzminister Timothy Geithner erklärte, die Positionen in wichtigen Fragen wie der Begrenzung der Bonus-Zahlungen an Bankmanager hätten sich angeglichen. Es werde sehr detaillierte Standards geben, um diese Zahlungen auf eine einheitliche Grundlage zu stellen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Peer Steinbrück zeigten sich zufrieden mit den ersten Gesprächen. US-Präsident Barack Obama hatte die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Wirtschaftsnationen am Donnerstag empfangen. Am Rande der Veranstaltung ging die Polizei mit Tränengas und Gummigeschossen gegen gewaltsame Demonstranten vor, die Steine warfen und Schaufensterscheiben zertrümmerten.

BERN: Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD hat die Schweiz von der Grauen Liste der Steueroasen gestrichen. Zuvor hatte die Regierung in Bern mit Katar das zwölfte Doppelbesteuerungsabkommen nach den Regeln der OECD unterzeichnet. Damit erfüllte die Schweiz die Bedingung, um nicht mehr als Steueroase zu gelten. Die neuen Abkommen sehen vor, dass die Schweizer Behörden nicht nur in schweren Fällen von Steuerbetrug, sondern auch bei einfacher Steuerhinterziehung ausländischen Staaten Amtshilfe leisten müssen. Das Land hatte sich erst im März unter erheblichem Druck der G20-Länder zur Anpassung der Amtshilfe-Grundsätze bereit erklärt. Ein entsprechendes Abkommen mit Deutschland gibt es noch nicht.

NÜRNBERG: Die Hoffnung auf ein Ende der Wirtschaftskrise und die sinkende Inflation haben die Verbraucherstimmung in Deutschland erneut verbessert. Im September stieg der Konsumklima-Index das sechste Mal in Folge und erreichte mit 3,8 Punkten den höchsten Wert seit Juni 2008. Dafür sind nach den Analysen der Gesellschaft für Konsumforschung vor allem die stabilen Preise wie auch der Umstand verantwortlich, dass der befürchtete Absturz am Arbeitsmarkt bisher ausgeblieben ist. Der private Konsum bleibe die wesentliche Stütze der deutschen Wirtschaft, so die Nürnberger Forscher weiter.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist wechselnd bewölkt, zeitweise auch heiter. Nur an der Küste und in Alpennähe vereinzelt Regen möglich. Die Höchstwerte bewegen sich zwischen 16 und 22 Grad.

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