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Nachrichten

Freitag, 25. Mai 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag

KIEW: In der Ukraine hat Präsident Viktor Juschtschenko im Machtkampf mit der Regierung per Dekret die Kontrolle über die Polizei übernommen. Juschtschenko habe dem Innenministerium die Zuständigkeit entzogen, teilte das Präsidialamt in Kiew mit. Innenminister Wassilli Zuschko gilt als Vertrauter von Regierungschef Viktor Janukowitsch, der seit Monaten in einen Machtkampf mit Juschtschenko über die Neuwahl des Parlaments verstrickt ist. - Polizeitruppen des Innenministeriums waren am Donnerstag in das Gebäude der Generalstaatsanwaltschaft in Kiew eingedrungen, um die von Juschtschenko angeordnete Entlassung von Behördenchef Swjatoslaw Piskun zu verhindern.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat sich in der Kraftprobe mit dem Kongress um die künftige Irak-Politik durchgesetzt. Repräsentantenhaus und Senat stimmten einem Gesetz zur weiteren Finanzierung der Militäreinsätze im Irak sowie in Afghanistan mit einem Volumen von 120 Milliarden Dollar zu. Die oppositionellen Demokraten, die in beiden Häusern des Kongresses die Mehrheit haben, ließen ihre Forderung fallen, in dem Gesetz einen Termin für den Truppenabzug aus dem Irak festzulegen. Bush hatte dagegen sein Veto eingelegt.

BAGDAD: Erstmals seit Beginn der US-Offensive gegen Extremisten im Irak hat sich der radikale Schiiten-Prediger Muktada al Sadr wieder in der Öffentlichkeit gezeigt, In Begleitung mehrerer Leibwächter nahm al Sadr am islamischen Freitagsgebet in einer Moschee in der Stadt Kufa teil. Die US-Armee hatte zu Beginn ihrer Offensive im Februar erklärt, der Prediger sei in den Iran geflohen. Dies hatten die iranische Regierung und Anhänger al Sadrs bestritten. - Bei Anschlägen in Bagdad und östlich der irakischen Hauptstadt töteten Aufständische sechs US-Soldaten. - Zudem sprengten Untergrundkämpfer in Bagdad eine weitere Brücke über den Tigris.

JERUSALEM: Die israelische Luftwaffe hat ihre Angriffe auf Ziele im Gaza-Streifen fortgesetzt, gleichzeitig feuerten militante Palästinenser wieder Kassam-Raketen auf israelisches Grenzgebiet ab. Nach palästinensischen Angaben schlug eine israelische Rakete in unmittelbarer Nähe des Wohnhaues von Ministerpräsident Ismail Hanija in Gaza ein. Die israelische Armee betonte, Hanija sei nicht das Ziel des Angriffs gewesen. - Die palästinensischen Kleinraketen gingen in der Negev-Wüste nieder und richteten nach israelischen Angaben keine Schäden an.

TOKIO: Nordkorea hat nach japanischen Medienberichten mehrere Kurzstreckenraketen in Richtung auf das Meer abgefeuert. Es habe sich um so genannte Boden-Schiff-Raketen gehandelt, hieß es in den Meldungen. - Vor knapp einem Jahr hatte das kommunistische Land mit Raketentests massive internationale Kritik ausgelöst.

DUBLIN: Bei der Parlamentswahl in Irland ist die Partei Fianna Fail von Ministerpräsident Bertie Ahern nach ersten Prognosen mit gut 41 Prozent der Stimmen wieder stärkste Kraft geworden. Der seit zehn Jahren amtierende Regierungschef muss sich aber möglicherweise einen neuen Koalitionspartner suchen, denn die Progressiven Demokraten fielen auf knapp drei Prozent zurück. Die oppositionelle Mitte-Links-Allianz der Parteien Fine Gael und Labour liegt nach der Prognose bei rund 36 Prozent der Stimmen. Im neuen Parlament in Dublin werden auch die Grünen und die Partei Sinn Fein vertreten sein. - Wegen des komplizierten irischen Wahlsystems wird das offizielle Ergebnis erst am Samstag vorliegen.

PEKING: Bundespräsident Horst Köhler hat bei einem Treffen mit Chinas Regierungschef Wen Jiabao die guten Wirtschaftsbeziehungen beider Länder gelobt. Von der Dynamik der chinesischen Wirtschaft profitiere auch die deutsche. Köhler hält heute zum Abschluss seines China-Besuchs noch eine Rede in der renommiertesten Hochschule des Landes, der Tongji-Universität in Shanghai. In der Rede will er seine Vorstellungen über die Zusammenarbeit zwischen China und Deutschland behandeln.

BERLIN: Der Bundestag hat die Unternehmenssteuer-Reform verabschiedet. Für den Gesetzentwurf stimmten 391 von 557 Abgeordneten. Finanzminister Peer Steinbrück verteidigte in der Debatte das Reformwerk gegen Kritik aus der Opposition. Es werde den konjunkturellen Aufschwung weiter festigen helfen und Deutschland für ausländische Investoren wieder attraktiver machen. Die Steuersätze für Konzerne und Mittelstandsbetriebe sinken von rund 39 auf knapp unter 30 Prozent. Die Unternehmen müssen sich aber auf das Schließen weiterer Steuerschlupflöcher einstellen. Nach der erwarteten Zustimmung des Bundesrates soll das Gesetz zum 1. Januar 2008 in Kraft treten.

FRANKFURT AM MAIN: Die Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Deutschland und Frankreich ist feierlich eröffnet worden. Am Morgen startete von Frankfurt am Main ein ICE und von Stuttgart aus zeitgleich der französische TGV nach Paris. Die Fahrtzeit verkürzt sich von sechs auf vier Stunden. Der reguläre Betrieb beginnt am 10. Juni. Bahnchef Hartmut Mehdorn sagte, die Strecke sei die Initialzündung , um in Europa grenzüberschreitend mehr Verkehr auf die Schiene zu bekommen.

BONN: Die frühere Präsidentin des Deutschen Radfahrer-Bundes, Sylvia Schenk, hat gefordert, Rolf Aldag als Sportdirektor beim T-Mobile-Team abzulösen. Der 'Stuttgarter Zeitung' sagte sie, ein notorischer Lügner wie Aldag, der letztes Jahr den Neuanfang verkündet habe, könne nicht an führender Position bleiben. Aldag hatte ebenso wie Radprofi Erik Zabel am Donnerstag gestanden, das Hormonpräparat EPO Mitte der neunziger Jahre verwendet zu haben. Zuvor hatten bereits vier weitere Fahrer des früheren Team Telekom zugegeben, gedopt zu haben. T-Mobile will dennoch bis 2010 den Radsport weiter sponsern.

MÜNCHEN: US-Justizminister Alberto Gonzales hat das Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba verteidigt. Am Rande eines Treffens der Innen- und Justizminister der G-8-Staaten in München zeigte Gonzales zwar Verständnis für Besorgnisse über das Lager. Die USA machten aber nur das, was notwendig sei, so der Minister. - In Guantanamo halten die USA rund 400 ausländische Terrorverdächtige zum Teil seit mehreren Jahren ohne Anklage fest.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Gebietsweise noch leicht bewölkt. Von Westen her Aufzug von Gewittern. Schwül bei Tageswerten zwischen 24 und 32 Grad. An der Küste kühler.

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