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Nachrichten

Freitag, 25. Juni 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KARLSRUHE: Die Unterbrechung der künstlichen Ernährung bei einem Komapatienten kann nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs erlaubt sein. Der 2. Strafsenat sprach am Freitag einen Rechtsanwalt rechtskräftig vom Vorwurf des versuchten Totschlags frei. Der Anwalt hatte seiner Mandantin geraten, den Ernährungsschlauch durchzuschneiden, über den ihre im Wachkoma liegende Mutter versorgt wurde. Die 77-Jährige hatte vor Eintritt ihrer Bewusstlosigkeit lebensverlängernde Massnahmen abgelehnt. Das Landgericht Fulda hatte den Juristen wegen versuchten Totschlags zu neun Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Sowohl die Verteidigung als auch die Bundesanwaltschaft hatten den Freispruch beantragt.

TORONTO: Begleitet vom Streit zwischen den USA und Deutschland, als stärkster Wirtschaftsmacht der Europäischen Union, haben sich die führenden Industriestaaten und Russland zu einem Gipfeltreffen in Kanada versammelt. Die Staats- und Regierungschefs wollen bis Samstag über ein Ende der milliardenschweren Konjunkturprogramme beraten. Während sich viele asiatische Länder bereits von der schweren globalen Krise erholen, warten vor allem die USA und große europäische Länder auf eine spürbare Besserung. Bundeskanzlerin Merkel wehrte sich gegen Kritik an ihrem Sparkurs und erklärte, nur gesunde Staatshaushalte könnten eine dauerhafte Erholung der Weltwirtschaft garantieren. US-Präsident Obama hatte Merkel gewarnt, die staatlichen Hilfen zu früh runterzufahren und so den beginnenden globalen Aufschwung abzuwürgen.

TEL AVIV: Wenige Tage nach dem Einreiseverbot in den Gazastreifen für den deutschen Entwicklungshilfeminister Niebel will Israel offenbar eine hochrangige EU-Delegation in das Küstengebiet lassen. Außenminister Lieberman habe seinen italienischen Kollegen Frattini eingeladen, zusammen mit anderen europäischen Außenministern die humanitäre Lage in dem Palästinensergebiet zu begutachten, teilte ein hoher Regierungsbeamter mit. Deutsche Diplomaten bestätigten, Außenminister Westerwelle sei informiert und begrüße den Schritt. Israel hatte am Wochenende angekündigt, die international kritisierte Blockade des von der radikal-islamischen Hamas-Organisation beherrschten Gazastreifens zu lockern.

SOFIA: Außenminister Westerwelle hat zu Beginn seiner zweitägigen Osteuropareise für gemeinsame Anstrengungen zur Sanierung der Staatshaushalte geworben. Bei einem Besuch in Bulgariens Hauptstadt Sofia sagte Westerwelle, die nationalen Haushalte müssten solide sein, damit Spekulationswellen gegen den Euro keine Chancen hätten. Anschließend reiste Westerwelle nach Rumänien weiter. Dort will er auch die deutsche Minderheit in Hermannstadt (Sibiu) besuchen.

ATHEN: Auf das griechischen Zivilschutzministerium ist ein Bomben-Anschlag verübt worden. Dabei wurde der Nationale Sicherheitschef, Vassilakis, getötet, ein weiterer Beamter schwer verletzt. Die Bombe war in einem Paket versteckt. Die Täter sind unbekannt. Regierungschef Papandreou sprach von einem hinterhältigen terroristischen Akt. Während das Land versuche, die schwere Finanzkrise zu überwinden, wollten feige Mörder die Demokratie erschüttern, sagte Papandreou.

ZUM SPORT: Titelverteidiger Italien ist überraschend schon nach der Vorrunde der FIFA-Fußball-WM ausgeschieden. Die Azzurri verloren 2:3 gegen die Slowakei, die sich damit für das Achtelfinale qualifizierte. Weiter kamen auch Paraguay, Japan sowie die Niederlande. Heute stehen die letzten Vorrundenspiele der Gruppen G und H an. Titel-Mitfavorit Spanien muss gegen Chile siegen, um sicher weiter zu kommen. Während Brasilien schon fürs Achtelfinale qualifiziert ist, haben Gegner Portugal und die Schweiz, die gegen Honduras spielt, gute Chancen aufs Weiterkommen. Das Spiel Elfenbeinküste gegen Nordkorea hat dagegen nur noch minimale Bedeutung.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND - Mehr Sonne als Wolken und überwiegend trocken. Höchstwerte zwischen 20 und 28 Grad.

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