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Nachrichten

Freitag, 25. Januar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BEIRUT: Bei einem Bombenanschlag in der libanesischen Hauptstadt sind nach ersten Angaben von Sicherheitskräften und örtlichen Medien mindestens zehn Menschen getötet worden. Das Attentat in einem christlichen Viertel im Osten Beiruts habe einem Polizei-Fahrzeug gegolten. Unter den Opfern ein führendes Mitglied einer Sonderheit der Sicherheitskräfte, hieß es weiter. - Der Libanon wird seit drei Jahren von einer Serie von Bombenanschlägen erschüttert. Die meisten Attentatsopfer waren Politiker und Journalisten, die dem antisyrischen Lager angehörten.

GAZA: Sondereinheiten der ägyptischen Polizei haben damit begonnen, die Grenze zum Gaza-Streifen abzuriegeln. Unter Einsatz von Wasserwerfern hinderten sie Palästinenser aus dem von der radikalen Hamas kontrollierten Gebiet daran, nach Ägypten einzureisen. Gleichzeitig wurden die sich auf dem Sinai aufhaltenden Palästinenser aufgefordert, bis 14.00 Uhr MEZ in den Gaza-Streifen zurückzukehren. Seit Mittwoch waren mehrere hunderttausende Palästinenser aus dem Gaza-Streifen nach Ägypten gekommen, um Güter des täglichen Bedarfs einzukaufen. Mutmaßliche Hamas-Mitglieder hatten zuvor die Grenzsperren aufgesprengt. - Nach einem Bericht der israelischen Zeitung 'Haaretz' wollen Israels Regierungschef Ehud Olmert und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas am Sonntag über die Lage im Gaza-Streifen beraten. Israel hat seine Übergänge zu dem Palästinenser-Gebiet wegen der Raketenangriffe von Extremisten gestoppt. - Bei zwei israelischen Luftangriffen wurden im Süden des Gaza-Streifens mindestens vier Hamas-Mitglieder getötet.

NEU DELHI: Indien und Frankreich wollen im zivilen nuklearen Bereich eng zusammenarbeiten, wenn der internationale Nuklearboykott gegen die südasiatische Atommacht beendet ist. In einer gemeinsamen Erklärung nach einem Treffen des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy mit Indiens Premierminister Manmohan Singh in Neu Delhi hieß es, Verhandlungen über ein entsprechendes Abkommen seien abgeschlossen. - Seit Indien 1998 Atomwaffentests unternommen hatte, gilt weltweit gegen das Land ein Boykott auch im zivilen Nuklearbereich. Indien hat den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet. Ungeachtet dessen haben die USA und Indien bereits eine zivile nukleare Zusammenarbeit vereinbart.

BERLIN: Der Bundestag ist zusammengekommen, um der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Zum Auftakt sagte Bundestagspräsident Norbert Lammert, das Parlament erinnere damit an unvorstellbares Menschheitsverbrechen und systematisch betriebenen Massenmord. Zugleich bekenne sich der Bundestag zu seiner besonderen Verantwortung im Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus und Intoleranz. An der Gedenkstunde nahmen Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel teil. Sie findet anlässlich des 63. Jahrestags der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar statt. Seit 1996 ist dieser Tag ein nationaler Gedenktag für die Opfer des Holocaust.

POTSDAM: Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes haben sich die Fronten zwischen den Tarifparteien verhärtet. Für die 1,3 Millionen Angestellten beim Bund und in den Kommunen legten die Arbeitgeber in Potsdam ein erstes Angebot vor. Demnach sollen die Entgelte in drei Stufen um insgesamt fünf Prozent steigen. Im Gegenzug soll die Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden ausgeweitet werden. Der Chef der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, wies das Angebot als Reallohnsenkung zurück und sprach von einer Provokation. Verdi und der Beamtenbund verlangen acht Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro im Monat.

MÜNCHEN: In einem beispiellosen Vorgang hat die Siemens-Hauptversammlung mit einer Mehrheit von mehr als 90 Prozent die Entlastung fast des gesamten Vorstands wegen der Schmiergeldaffäre vertagt. Lediglich der Vorstandsvorsitzende Peter Löscher wurde ausgenommen. Grund für die Entscheidung sind neue Hinweise auf eine mögliche Verstrickung von Führungskräften in die Affäre. Siemens hatte zuvor offengelegt, dass sich der Korruptionsskandal über weite Teile des Konzerns erstreckt. Der Skandal hat den Konzern bereits mehr als 1,5 Milliarden Euro gekostet.

FRANKFURT AM MAIN: An den internationalen Aktienmärkten setzt sich der Aufwärtstrend nach den Kursstürzen zum Wochenbeginn fort. An der Börse in Frankfurt am Main gewann der Index DAX zum Auftakt des Handels gut zwei Prozent. Der japanische Nikkei-Index ging in Tokio mit einem Plus von vier Prozent aus dem Markt. - Überschattet wird die Aufholjagd an den Börsen durch den milliardenschweren Betrugsfall bei der Société Générale, der zweitgrößten französischen Bank. Dort hat ein einzelner Aktienhändler nach Angaben des Geldinstituts durch betrügerische Machenschaften einen Verlust von fast fünf Milliarden Euro verursacht. Experten halten es für möglich, dass der Spekulant die weltweite Börsenkrise mit ausgelöst haben könnte.

NAIROBI: In Kenia reißt die Serie der Gewalttaten trotz einer ersten Annäherung zwischen Präsident Mwai Kibaki und Oppositionsführer Raila Odinga nicht ab. Wie die Polizei mitteilte, wurden bei Zusammenstößen im Westen des afrikanischen Landes erneut sieben Menschen getötet. Seit Ausbruch der Unruhen nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl Ende Dezember wurden durch Polizeieinsätze oder bei Kämpfen zwischen verfeindeten Volksgruppen rund 800 Kenianer getötet. - Unter Vermittlung des früheren UN-Generalsekretärs Kofi Annan waren Kibaki und Odinga am Donnerstag erstmals seit Ausbruch der Krise zu einem persönlichen Gespräch zusammengetroffen. Beide Politiker erklärten, sie wollten den Konflikt im Dialog lösen. Kibaki betonte aber auch, sein Wahlsieg sei unumstößlich. Die Opposition wirft dem Präsidenten Wahlbetrug vor.

ISLAMBAD: Pakistans Armeechef General Ashfaq Kiyani hat Befürchtungen zurückgewiesen, die Gewalt und die unsichere politische Lage im Lande könne die Sicherheit der pakistanischen Atomwaffen gefährden. Solche Bedenken der internationalen Gemeinschaft seien unverantwortlich, sagte Kiyani. Die pakistanische Armee sei in der Lage, das Atomwaffenarsenal gegen alle möglichen Bedrohungen zu schützen und zu sichern. - Der Armeechef äußerte sich nach dem erfolgreichen Test einer Mittelstreckenrakete, die auch atomare Sprengköpfe tragen kann.

PEKING: 18 Bahnarbeiter sind in der ostchinesischen Provinz Shandong bei Gleisarbeiten von einem Schnellzug erfasst und getötet worden. Neun weitere Arbeiter hätten Verletzungen erlitten, teilten die Behörden mit. - Der Schnellzug war auf dem Weg von Peking in die Hafenstadt Qingdao.

BRASILIA: Die Regierung des brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio 'Lula' da Silva hat ein Programm zum Schutz des Regenwaldes im Amazonasgebiet beschlossen, dessen Zerstörung in den vergangenen Monaten wieder zugenommen hat. Wie das Umweltministerium in Brasilia mitteilte, sollen die Polizeieinheiten in den gefährdeten Gebieten deutlich verstärkt werden, um illegale Rodungen zu verhindern. Neue Genehmigungen für Abholzungen würden nicht mehr erteilt. - Nach Regierungsangaben wurden allein in den letzten fünf Monaten des Jahres 2007 mehr als 7.000 Quadratkilometer Regenwald zerstört - dies entspricht der Fläche des Saarlandes.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt mit vielen sonnigen Abschnitten. An den Küsten etwas Regen. Höchstwerte zwei bis neun Grad.

Am Morgen meldeten:
Hamburg: fünf Grad, wolkig ;
Berlin: drei Grad, leicht bewölkt;
Dresden: zwei Grad, wolkenlos;
Köln/Bonn: null Grad, fast wolkenlos;
Frankfurt am Main: null Grad, wolkenlos und
München: drei Grad, wolkig.

Audio und Video zum Thema