1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Freitag, 25. Dezember 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PEKING: Der prominente chinesische Dissident Liu Xiaobo ist wegen "Subversion" zu elf Jahren Gefängnis verurteilt worden. Es ist nach Erkenntnissen von Menschenrechtlern die höchste Haftstrafe, die in China wegen dieses Tatbestandes verhängt wurde. Ein Gericht in Peking befand den 53-jährigen Bürgerrechtler der "Agitation mit dem Ziel des Umsturzes der Regierung" für schuldig. Sein Anwalt Shang Baojun äußerte sich überrascht über das harte Urteil. Die Anhörung hatte nur rund zweieinhalb Stunden gedauert. Liu ist einer der Verfasser der so genannten "Charta 08", die sich für mehr Demokratie und Menschenrechte in China einsetzt. Das Dokument wurde bisher von mehr als 10.000 Menschen unterzeichnet. Menschenrechtsorganisationen, die EU und die USA hatten sich vergeblich für Liu eingesetzt. Peking verwahrte sich gegen jede Einmischung des Auslands.

ROM: Die traditionelle Christmette im Petersdom ist in diesem Jahr von einem Zwischenfall überschattet worden: Eine offensichtlich geistig gestörte Frau stürzte sich während der Einzugsprozession auf Papst Benedikt XVI. und brachte ihn zu Fall. Der 82-Jährige fing sich jedoch rasch wieder und feierte wie geplant die Messe. Dagegen musste der im Getümmel ebenfalls gestürzte Kardinal Roger Etchegaray wegen eines Beinbruchs ins Krankenhaus gebracht werden. Nach ihrer Festnahme sagte die Frau aus, sie habe den Papst lediglich umarmen wollen. In seiner Predigt warnte Benedikt vor dem Egoismus des Einzelnen wie auch gesellschaftlicher Gruppen und rief dazu auf, Gott wieder die höchste Priorität einzuräumen. An diesem Freitag, dem ersten Weihnachtsfeiertag, wird der Papst den Segen "Urbi et Orbi" - Der Stadt und dem Erdkreis - spenden.

BETHLEHEM: Der lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Fouad Twal, hat Israel und die Palästinenser aufgerufen, den Nahost-Konflikt zu beenden. Friede und Gewaltlosigkeit sollten Krieg und Gewalt ersetzen, sagte Twal in der Christmette in Bethlehem, nach biblischer Überlieferung der Geburtsort von Jesus. An der Messe nahm auch Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas teil - In Deutschland riefen die Bischöfe der katholischen und der evangelischen Kirche in Heiligabend-Gottesdiensten zu Frieden, Solidarität und Zuversicht auf.

TEHERAN: Im Iran ist es nach Angaben der Opposition erneut zu Zusammenstößen zwischen Bürgerrechtlern und der Polizei gekommen. Wie es auf Internetseiten der iranischen Opposition heißt, wurden in der nordwestiranischen Stadt Sandschan mehrere Menschen durch Polizeikräfte verletzt. Die Polizei sei gegen Oppositionelle vorgegangen, die sich zu einer Trauerfeier für den vor wenigen Tagen verstorbenen regierungskritischen Großajatollah Hussein Ali Montaseri versammelt hätten. An der Trauerzeremonie sollen mehrere tausend Menschen teilgenommen haben.

NEW YORK: Die UN-Vollversammlung hat den Haushalt der Vereinten Nationen für die nächsten beiden Jahre mit einem Volumen von 5,16 Milliarden Dollar beschlossen. Darin nicht enthalten sind die Ausgaben für UN-Friedenseinsätze, die sich auf jährlich acht Milliarden Dollar belaufen.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat die Garantien für die beiden staatlich kontrollierten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac massiv ausgeweitet. Beide Institute könnten in den kommenden beiden Jahren uneingeschränkt Kredite beim Staat aufnehmen, teilte das US-Finanzministerium mit. Die bisherige Obergrenze von jeweils 200 Milliarden Dollar werde aufgehoben. Fannie Mae und Freddie Mac spielen eine Schlüsselrolle auf dem US-Immobilienmarkt.

BERLIN: Die Bahn-Gewerkschaft Transnet will bei der Deutschen Bahn den bis Ende 2010 bestehenden Schutz vor Entlassungen fortschreiben und noch erweitern. Es könne nicht nur darum gehen, die Beschäftigungssicherung einfach zu verlängern, sagte der Transnet-Vorsitzende Alexander Kirchner der Deutschen Presse-Agentur. Denkbar seien etwa Regelungen, Mitarbeiter zu halten, auch wenn sie bestimmte Tätigkeiten aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben könnten. In diesem Zusammenhang wies Kirchner darauf hin, dass die Bahn-Mitarbeiter als Gegenleistung für die Beschäftigungssicherung auf 5,5 Prozent ihres Einkommens verzichteten. Die Konzernleitung hat bereits signalisiert, dass sie ebenfalls eine Verlängerung des Beschäftigungspakts anstrebt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Dicht bewölkt und zeitweise Regen oder Schneeregen, im Tagesverlauf zunehmend in Schnee übergehend. Die Höchstwerte bewegen sich zwischen zwei und elf Grad.

Audio und Video zum Thema