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Nachrichten

Freitag, 24. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW YORK: Auch nach dem neuen Eklat um den iranischen Präsidenten Ahmadinedschad sieht der deutsche Außenminister Westerwelle im Streit um das Teheraner Atomprogramm weiterhin Chancen für Gespräche. Ahmadinedschads "Entgleisungen" könnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass die verhängten Sanktionen bei der iranischen Führung eine Wirkung erzielt hätten, sagte Westerwelle in New York. Ahmadinedschad hatte seinen Auftritt vor der UN-Vollversammlung dazu genutzt, den USA zu unterstellen, sie hätten die Terroranschläge vom 11. September 2001 selbst inszeniert. Zahlreiche Diplomaten verließen daraufhin den Saal. Zuvor hatte US-Präsident Obama deutlich gemacht, dass er im Konflikt mit Teheran eine diplomatische Lösung anstrebe. Der Iran wird verdächtigt, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms an einer Atombombe zu bauen.

TOKIO: Im Seestreit zwischen Japan und China zeichnet sich eine Entspannung ab. Der in Japan inhaftierte Kapitän eines chinesischen Fischerbootes wird nach Behördenangaben freigelassen. Ein japanisches Marineschiff hatte das Boot vor zwei Wochen nahe einer unbewohnten Inselkette aufgebracht, die beide Staaten für sich beanspruchen. In der Region werden Ölvorkommen vermutet. Die 14-köpfige Mannschaft konnte nach China zurückkehren, der Kapitän blieb in Haft. Peking reagierte empört, bestellte mehrfach den japanischen Botschafter ein und brach bilaterale Kontakte in vielen Bereichen ab.

PJÖNGJANG: Ungeachtet der heftigen Spannungen zwischen Süd- und Nordkorea haben die Rot-Kreuz-Verbände beider Länder ihre Gespräche über humanitäre Fragen fortgesetzt. Ziel des Treffens in der nordkoreanischen Grenzstadt Kaesong ist es vor allem, Begegnungen zwischen Familienangehörigen zu arrangieren, die seit Jahrzehnten getrennt leben. In der vergangenen Woche war eine erste Zusammenkunft ohne konkrete Einigung geblieben. Beide Seiten sind nach südkoreanischen Angaben zwar grundsätzlich dazu bereit, doch gebe es noch Unstimmigkeiten über den genauen Ort wie auch die Zahl der Teilnehmer.

BERLIN: Nach dem Bundestag befasst sich nun der Bundesrat mit dem Haushaltsentwurf 2011. Die Bundesländer machten bereits im Vorfeld deutlich, dass sie die Pläne von Bundesfinanzminister Schäuble grundsätzlich begrüßen, im Einzelnen aber Nachbesserungen verlangen. So fordern die Länder mehr Unterstützung des Bundes für Bildungsausgaben und eine Rücknahme der geplanten Kürzung der Städtebauförderung. Nach dem Haushaltsentwurf sollen die Ausgaben des Bundes von derzeit 319,5 Milliarden Euro auf 307,4 Milliarden Euro im kommenden Jahr sinken. Außerdem ist eine deutlich geringere Neuverschuldung in Höhe von 57,5 Milliarden Euro vorgesehen.

STUTTGART: Nach wochenlangen Demonstrationen gegen das Bahnprojekt "Stuttgart 21" sind Gegner und Befürworter zu einem Sondierungsgespräch zusammengekommen. Dabei soll geklärt werden, unter welchen Voraussetzungen ein Dialog möglich ist. Seitens der Gegner hieß es bereits vor dem Treffen, dass es ohne einen Baustopp keine weiteren Gespräche geben werde. Oberbürgermeister Schuster sagte dagegen, ein Baustopp sei undenkbar. "Stuttgart 21" sieht den Abriss des vorhandenen Kopfbahnhofs und den Bau einer unterirdischen Durchgangsstation vor. Die Kosten für den Bahnhof sowie den Ausbau der ICE-Strecke von Stuttgart über Ulm nach München werden derzeit mit rund sieben Milliarden Euro beziffert.

MOSKAU: Erstmals in der Geschichte der Internationalen Raumstation ISS hat eine russische Sojus-Kapsel nicht planmäßig ablegen können. Wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte, ließ sich der Verbindungshaken zwischen der ISS und der Sojus-Kapsel nicht lösen. Der Abflug von zwei russischen Kosmonauten und einer US-Astronautin zur Erde sei daher auf Samstag verschoben worden. Für die drei Raumfahrer bestehe keine Gefahr. Sie waren seit Anfang April auf der ISS in 350 Kilometer Höhe im Einsatz und führten dort zahlreiche wissenschaftliche Tests durch.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nur in der Osthälfte noch freundlich. Sonst fast überall dichte Wolken und Regen, bei Temperaturen zwischen 14 bis 25 Grad Celsius.

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