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Nachrichten

Freitag, 24. Oktober 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PEKING: Der chinesische Präsident Hu Jintao hat bei der Eröffnung des siebten Europa-Asien-Gipfels - ASEM - rasche und gemeinsame Anstrengungen der Politik zur Überwindung der Finanzkrise gefordert. Vor den Staats- und Regierungschef sowie Außenministern von 43 europäischen und asiatischen Ländern sagte Hu in Peking, die Finanzkrise habe die Weltwirtschaft schwer erschüttert und beinträchtige auch die Entwicklung der chinesischen Volkswirtschaft. An dem Treffen nimmt auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teil.

PEKING: Die deutsch-chinesischen Beziehungen befinden sich nach den Worten des Staats- und Parteichefs der Volksrepublik, Hu Jintao, auf einem guten Stand. Bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Peking sagte Hu, beide Seiten würden einen engen Kontakt auf hohem Niveau pflegen. Deutschland sei für China ein wichtiger Kooperationspartner, betonte Hu. Kanzlerin Merkel teilte mit, Deutschland und China würden sich vor dem Weltfinanzgipfel am 15. November in den USA abstimmen. - Nach dem Gespräch mit Hu kam Merkel in einem Pekinger Hotel mit Vertretern der chinesischen Zivilbevölkerung zusammen. Merkel sprach von einer sehr interessanten Begegnung.

PEKING: Angesichts der weltweiten Finanzkrise haben China, Japan, Südkorea und die zehn Länder der Gemeinschaft südostasiatischer Staaten ASEAN die Einrichtung eines gemeinsamen Rettungsfonds für die Finanzbranche vereinbart. Das Paket mit einem Umfang von 80 Milliarden Dollar werde bis Mitte 2009 eingerichtet, teilte ein Vertreter Südkoreas in Peking mit.

FRANKFURT AM MAIN: Der Kurssturz in Tokio hat auch die Aktien an der deutsche Börse nach unten gezogen. In Frankfurt am Main fiel der Leitindex Dax im frühen Handel um mehr als sechs Prozent auf ein neues Jahrestief. Auch die Börsen in London und Paris verloren rund fünf Prozent. Anhaltende Sorgen um eine weltweite Rezession hatten dem japanischen Aktienmarkt zuvor erneut herbe Verluste beschert, so dass der Nikkei-Index um fast zehn Prozent absackte.

WIEN: Die Ölminister der 13 Opec-Staaten sind in Wien zu einer kurzfristig anberaumten Sonderkonferenz zusammengekommen. Angesichts des rapide gesunkenen Preises für Erdöl gilt ein Beschluss des Kartells zur Drosselung der Fördermenge als sicher. Der Ölpreis stürzte seit Anfang Juli von über 140 Dollar für ein 159-Liter-Fass auf zuletzt rund 60 Dollar.

BANGKOK: Thailand und Kambodscha haben sich darauf verständigt, in dem jahrzehntealten Konflikt über eine historische Tempelanlage weitere militärische Auseinandersetzungen zu vermeiden. Beide Seiten würden ihre Truppen anweisen, künftig von Konfrontationen abzusehen, teilten die Außenminister beider Länder mit. Sie hatten am Rande des Asien-Europa-Treffens (ASEM) in Peking über die jüngsten Vorfälle gesprochen. Drei kambodschanische Soldaten waren in der vergangenen Woche bei einem Feuergefecht mit Thailändern getötet worden. Hintergrund ist der Grenzstreit um die Hindu-Tempelanlage Preah Vihea. Sie war 1962 vom Internationalen Gerichtshof Kambodscha zugesprochen worden, ihr Haupteingang liegt aber auf thailändischer Seite.

ZAGREB: Bei einem Bombenanschlag in Kroatien ist einer der umstrittensten Journalisten des Landes, der Zeitungsverleger Ivo Pukanic, getötet worden. Auch sein Begleiter kam bei dem Anschlag in der Hauptstadt Zagreb ums Leben. Nach Angaben der Polizei war der Sprengsatz unter dem Auto von Pukanic versteckt. Staatspräsident Stjepan Mesic verurteilte den Anschlag als 'Terrorismus'. Pukanic war erst vor einem halben Jahr einem Attentat entkommen.

MÜNCHEN: Die bayerische Landesregierung beharrt auf personellen Konsequenzen an der Spitze der angeschlagenen Bayerischen Landesbank. Der scheidende bayerische Finanzminister Erwin Huber sagte in München, natürlich müsse auch der Vorstand der Bayern LB in die Verantwortung genommen werden. An diesem Freitag werde es eine Entscheidung geben. Am Donnerstagabend war die zur Hälfte an der Bayern LB beteiligte Staatsregierung mit dem Versuch gescheitert, Vorstandschef Michael Kemmer abzulösen. Die bayerischen Sparkassen als gleichberechtigte Mitbesitzer widersetzten sich den Forderungen aus der Politik. Die Bayern LB hat sich auf dem US-Hypothekenmarkt verspekuliert und benötigt eine Kapitalspritze in Höhe von 6,4 Milliarden Euro. Davon kommen 5,4 Milliarden Euro aus dem Rettungspaket der Bundesregierung.

BERLIN: Angesichts der zunehmenden Gefahren beim Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan haben Politiker parteiübergreifend höhere Bezüge für deutsche Soldaten im Ausland gefordert. Der so genannte Auslandsverwendungszuschlag müsse angehoben werden, verlangten Politiker der Koalition und der Freien Demokraten in der 'Bild'-Zeitung. Derzeit beträgt diese Zulage für den Einsatz in Afghanistan 92 Euro pro Tag. - In Zweibrücken findet an diesem Freitag die Trauerfeier für die beiden Bundeswehrsoldaten statt, die am Montag bei einem Anschlag in Afghanistan getötet worden waren.

BONN: Internet-Nutzer können ab Montag wieder über ihre favorisierten Weblogs, Podcasts und Videoblogs entscheiden. Dann werden unter www.thebobs.com die 180 Kandidaten für die diesjährigen Weblog Awards der Deutschen Welle vorgestellt. Die Abstimmung im Wettbewerb 'The BOBs' dauert bis zum 26. November. Ausgezeichnet werden Beiträge in elf Sprachen. Viele der Kandidaten setzen sich für Menschenrechte und die freie Meinungsäußerung ein. Unter ihnen befindet sich auch die Chinesin Zeng Jinyan, Ehefrau des diesjährigen Sacharow-Preisträgers Hu Jia. Die 25-Jährige steht seit Monaten unter Hausarrest und beschreibt in ihrem Blog das Leben unter ständiger Überwachung.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von der Eifel bis zur Nordsee und westlicher Ostsee stark bewölkt und gelegentlich Regen. Südlich der Donau gebietsweise dichter Nebel. Sonst meist freundlich mit längerem Sonnenschein. Tagestemperaturen neun bis 14 Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 9 Grad, stark bewölkt;
Berlin: 8 Grad, wolkig;
Dresden: 1 Grad, fast wolkenlos;
Köln/Bonn: 6 Grad, wolkig;
Frankfurt am Main: 4 Grad, stark bewölkt und
München: 6 Grad, bedeckt.

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