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Nachrichten

Freitag, 24. Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MANAGUA/ TEGUCIGALPA: Der gestürzte Präsident Manuel Zelaya unternimmt einen zweiten spektakulären Anlauf nach Honduras zurückzukehren. Mit einer Autokolonne traf er in Esteli im Norden Nicaraguas ein, von wo aus er am Samstag die Grenze überqueren will. Zelaya wird begleitet von Mitarbeitern, Verbündeten aus Nicaragua, seiner Familie und einem größeren Tross von Korrespondenten. Die international isolierte Übergangsregierung in Honduras verhängte eine nächtliche Ausgangssperre für die Grenzregionen. Sicherheitskräfte sollten verhindern, dass Sympathisanten Zelayas zur Grenze gelangen. --- Ein erster Rückkehrversuch des vertriebenen Staatsoberhaupts an Bord eines venezolanischen Flugzeugs war Anfang Juli gescheitert, weil die Armee die Landebahn in Tegucigalpa blockiert hatte.

MÜNCHEN: Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juli überraschend deutlich aufgehellt. Der ifo-Geschäftsklimaindex kletterte von 85,9 Punkten im Vormonat auf 87,3 Punkte, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung -ifo- mitteilte. Das ist bereits der vierte Anstieg in Folge, aber weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Neben den Zukunftsperspektiven schätzten die rund 7.000 befragten Firmen auch ihre derzeitige Lage wieder besser ein. Der ifo-Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft. Analysten hatten für Juli mit deutlich schlechteren Werten gerechnet.

NIZZA/ BERLIN: Das Militärtransportflugzeug A400M wird offenbar noch später ausgeliefert als erwartet. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", er rechne mit einer Verzögerung um vier Jahre. Das Airbus-Projekt liegt bereits drei Jahre hinter dem Zeitplan zurück, während die Kosten immens gestiegen sind. Die Verteidigungsminister der sieben Bestellernationen der NATO beraten im französischen Castellet bei Nizza über die Zukunft des Fliegers.

STUTTGART: Der Machtkampf zwischen Volkswagen und Porsche ist entschieden. Europas größter Autobauer übernimmt die hochverschuldete Sportwagenschmiede und strebt an die Weltspitze. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, der ursprünglich VW schlucken wollte, trat nach der Niederlage gegen VW-Patriarch Ferdinand Piëch zurück. Der Wolfsburger Konzern will Porsche bis Mitte 2011 schrittweise als eigenständige zehnte Marke in das neue Autoimperium einbauen. Neuer milliardenschwerer Großaktionär wird das Wüstenemirat Katar. - Im Zusammenhang mit der geplanten Fusion wurde erneut Kritik am VW-Gesetz laut, das dem Land Niedersachsen großen Einfluss auf den VW-Konzern sichert. Es gebe keinen Grund, ein Unternehmen auf diese Weise zu privilegieren, sagte der CDU-Europaabgeordnete Klaus-Heiner Lehne der "Berliner Zeitung".


WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat im Streit um die Gesundheitsreform einen Rückschlag hinnehmen müssen. Keine 24 Stunden nach seinem leidenschaftlichen Appell für eine rasche Verabschiedung des Reformgesetzes verschob der Senat die Abstimmung auf die Zeit nach der parlamentarischen Sommerpause. Es sei besser, parteiübergreifend eine qualitativ gute Lösung zu erarbeiten, "als irgend etwas durchzupeitschen", sagte jetzt auch der Führer der Demokraten im Senat, Harry Reid.

PEKING: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat an die chinesische Regierung appelliert, eine führende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel zu übernehmen. Ohne die Volksrepublik könne es bei den Verhandlungen über ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll im Dezember keine Erfolge geben, sagte Ban bei einer Rede in Peking. China müsse eine Vorbildfunktion auch für Schwellen- und Entwicklungsländer haben. -- Die Chinesen sind zusammen mit den USA für rund 40 Prozent des weltweiten Ausstoßes an Kohlendioxid verantwortlich.

BISCHKEK: Bei der Präsidentenwahl in Kirgisistan hat Amtsinhaber Kurmanbek Bakijew einen überwältigenden Sieg errungen. Nach Auszählung von zwei Dritteln der Stimmen komme Bakijew auf rund 87 Prozent, teilte die amtliche Wahlkommission des zentralasiatischen Landes mit. Von seinen Rivalen schnitt der Oppositionspolitiker Almasbek Atambajew demnach mit 7,3 Prozent am besten ab. Atambajew hatte sich noch am Wahltag aus dem Rennen zurückgezogen und dies mit massivem Wahlbetrug begründet.

HAVANNA: EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner hat sich in Kuba lobend über die Kooperation mit dem Karabikstaat geäußert. Bei ihrem Kurzbesuch in Havanna wurde sie dem Vernehmen nach auch von Außenminister Bruno Rodríguez und Außenhandelsminister Rodrigo Malmierca empfangen. - Die Europäische Union hatte Kuba für dieses Jahr bereits Hilfen in Höhe von 41,5 Millionen Euro zugesichert. Im vergangenen Jahr richteten Orkane dort Schäden in einer Größenordnung von schätzungsweise sieben Milliarden Euro an. - 2003 hatte die EU wegen der Verhaftung von Dissidenten Sanktionen gegen Kuba verhängt, die Strafmaßnahmen aber 2008 aufgehoben.

BERLIN: In Deutschland ist die Zahl der Neuinfektionen mit der sogenannten Schweinegrippe in den letzten beiden Tagen jeweils um mehrere Hundert gestiegen. Beim Robert-Koch-Institut für Krankheitsüberwachung und -prävention sind derzeit deutlich über 2.800 Fälle offiziell registriert. Bei einem Großteil der Neuerkrankten handelt es sich um Urlaubsrückkehrer, vor allem aus Spanien. Nach Angaben der EU-Seuchenbehörde stieg die Zahl der Infektionen mit dem neuen Influenzavirus H1N1/09 in anderen europäischen Ländern noch rasanter an, vor allem in Großbritannien.

WARSCHAU: Durch schwere Unwetter in Polen sind in der Nacht zum Freitag mindestens acht Menschen ums Leben gekommen und mehr als 50 verletzt worden. Am schlimmsten betroffen waren laut Rundfunkberichten der Südwesten und Zentralpolen. --- Auch aus Tschechien wurde ein Todesfall gemeldet. In weiten Teilen Deutschlands und Österreichs richteten Gewitter, Sturmböen und Hagel hohen Sachschaden an. Es gab mehrere Verletzte.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Ein Mix aus Sonne und Wolken mit Schauern und Gewittern. Die meisten Niederschläge gibt es im Norden und Nordwesten sowie in Alpennähe. Höchstwerte 19 bis 25 Grad.


Zuletzt meldeten:


Hamburg: 16 Grad, dunstig;
Berlin und Dresden: 17 Grad, leicht bewölkt;
Köln/Bonn: 16 Grad, Schauer;
Frankfurt am Main: 18 Grad, stark bewölkt und München: 18 Grad, fast wolkenlos.

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