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Nachrichten

Freitag, 24. August 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Das Kabinett hat im brandenburgischen Meseberg seine Beratungen über den weiteren Regierungskurs bis 2009 fortgesetzt. Am zweiten und letzten Tag soll es um die Globalisierung, den demographischen Wandel und den Schutz wichtiger deutscher Industrien vor dem Zugriff ausländischer Staatsfonds gehen. Am Donnerstag hatte sich die Ministerrunde unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel auf ein umfassendes Klimaschutzprogramm geeinigt. Noch in diesem Jahr soll es ins Parlament eingebracht werden. Ziel ist, bis 2020 den Ausstoß von Treibhausgasen um bis zu 40 Prozent gegenüber 1999 zu reduzieren. Beschlossen wurde zudem, in bestimmten Branchen ausländischen Fachkräften den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern.

BERLIN: Die Hetzjagd auf acht Inder im sächsischen Mügeln hat die Debatte über ein Verbot der rechtsextremen NPD wieder entfacht. SPD-Chef Kurt Beck kündigte an, auf dem nächsten Parteitag wolle man eine Initiative für ein neues mögliches Verbotsverfahren abstimmen. Skeptisch über ein neues Verfahren äußerte sich die CDU/CSU. Ihr stellvertretender Fraktionschef Wolfgang Bosbach warnte vor einem erneuten Scheitern vor dem Bundesverfassungsgericht. Vor dem Verbotsverfahren müssten zudem die V-Leute aus der NPD abgezogen werden, womit dann keine Informationen mehr über die rechtsextreme Partei geliefert würden. Die V-Leute, die dem Verfassungsschutz zuarbeiten, waren Hauptgrund für das Scheitern eines NPD-Verbots vor dem Bundesverfassungsgericht im Jahre 2002.

ANKARA: Das türkische Parlament kommt heute zum zweiten Mal zusammen, um einen Nachfolger für den scheidenden Präsidenten Ahmet Necdet Sezer zu wählen. Es wird damit gerechnet, dass der Kandidat der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP, Außenminister Abdullah Gül, auch dieses Mal die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit verfehlt. Im dritten Wahlgang, der für den kommenden Dienstag geplant ist, reicht die einfache Mehrheit.

WASHINGTON: Der Druck auf die irakische Regierung nimmt zu. Die 16 amerikanischen Geheimdienste gingen mit der politischen Führung unter Ministerpräsident Nuri al-Maliki scharf ins Gericht. In einer in Washington veröffentlichten Lageeinschätzung heißt es, die Sicherheitskräfte seien nach wie vor nicht in der Lage, selbst für Ordnung zu sorgen. Die Situation für die Regierung in Bagdad, aus der bereits diverse Minister ausgeschieden sind, werde in den nächsten Monaten zunehmend bedenklich. - Drei Minister der säkularen 'Irakischen Liste' von Ex-Übergangsregierungschef Ijad Allawi kündigten in Bagdad für kommende Woche ihren Rückzug aus dem Kabinett an.

BAGDAD: Der Prozess im Irak gegen gegen die Verantwortlichen der blutigen Niederschlagung des Schiitenaufstandes von 1991 soll erst Ende September fortgesetzt werden. Am dritten Prozesstag hatten zuvor weitere Zeugen ausgesagt. Eine Frau schilderte, der als "Chemie-Ali" bekannte Cousin von Saddam Hussein, Ali Hassan el Madschid, habe ihren Sohn aus einem Hubschrauber geworfen. Insgesamt sollen in dem Verfahren 90 Zeugen aussagen. Bei der Militäraktion gegen den Aufstand der schiitischen Bevölkerung wurden laut Anklage bis zu 100.000 Menschen getötet.

LONDON: Der in Saudi-Arabien im Exil lebende frühere pakistanische Regierungschef Nawaz Sharif hat seine Absicht bekräftigt, bei den anstehenden Wahlen in seiner Heimat gegen Präsident Pervez Musharraf zu kandidieren. Vor Journalisten in London bezeichnete Sharif den pakistanischen Staatschef als Diktator und schloss eine Einigung mit ihm aus. Am Donnerstag hatte der Oberste Gerichtshof Pakistans entschieden, dass der 1999 vom Militär gestürzte Sharif in seine Heimat zurückkehren darf. Die Regierung warnte, in diesem Fall werde der zu lebenslanger Haft verurteilte Ex-Regierungschef juristisch belangt. Das Parlament in Pakistan muss bis Mitte Oktober einen Präsidenten wählen, einige Monate später soll die Parlamentswahl stattfinden.

SEOUL: Zur Bewältigung der Flutschäden in Nordkorea hat die südkoreanische Regierung weiteren Hilfen im Wert von umgerechnet knapp 30 Millionen Euro zugesagt. Der kommunistische Norden hatte vor allem um Baumaterial und schweres Gerät gebeten. Durch die Überschwemmungen kamen etwa 300 Menschen ums Leben, mehrere hunderttausend Menschen wurden obdachlos. Das Welternährungsprogramm befürchtet enorme Ernteausfälle.

FREETOWN: Knapp zwei Wochen nach der Parlamentswahl im westafrikanischen Sierra Leone ist die oppositionelle Partei Allgemeiner Volkskongress APC offiziell zum Sieger erklärt worden. Nach Angaben der Wahlkommission bekam der Volkskongress 59 der 112 Sitze. Die Entscheidung über den neuen Staatschef fällt im September zwischen dem amtierenden Vizepräsidenten Solomon Berewa und dem APC-Kandidaten Ernest Bai Koroma. Am 12. August waren in Sierra Leone erstmals seit dem Abzug der UN-Friedenstruppen Parlament und Präsident neu gewählt worden.

MADRID: Bei einer Bombenexplosion im spanischen Baskenland sind zwei Polizisten verletzt worden. Der Sprengsatz detonierte nach Behördenangaben in einem Lieferwagen, der vor einer Polizeikaserne in der Stadt Durango abgestellt worden war. An dem Gebäude entstand beträchtlicher Sachschaden. Hinter der Tat wird die baskische Separatisten-Organisation ETA vermutet. Im Juni hatte die ETA ihre vor 15 Monaten ausgerufene Waffenruhe für beendet erklärt.

ROM: Im Süden Italiens ist wegen der Hitze und der heißen Winde ein Ende der Waldbrände nicht in Sicht. Besonders kritisch ist die Lage auf Sizilien und in den Regionen Kampanien, Kalabrien und Apulien. Hunderte Menschen mussten wegen herannahender Feuersbrünste in Sicherheit gebracht werden. Hotels wurden evakuiert. Die Feuerwehr sperrte vorübergehend einige Autobahnen. - Auch auf der griechischen Halbinsel Peloponnes geriet ein Waldbrand außer Kontrolle. Die Flammen wüteten in drei Ortschaften um die Hafenstadt Kalamata. Einige Dörfer mussten geräumt werden.

DUISBURG: Mehr als eine Woche nach den Morden an sechs Italienern in Duisburg hat die Polizei in einigen nordrhein-westfälischen Städten Wohnungen durchsucht. Ein Polizeisprecher sagte, zwei Personen seien vorübergehend festgenommen und Gegenstände sichergestellt worden. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. Mit einem Video, das im Internet abzurufen ist, sucht die Polizei nach den beiden mutmaßlichen Schützen, die die sechs Italiener Mitte des Monats vor einer Pizzeria erschossen haben. Die deutsche und die italienische Polizei gehen davon aus, dass die Sechs Opfer einer jahrelangen Fehde zwischen zwei kalabrischen Mafia-Clans wurden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend schön mit einem Mix aus Sonne und Wolken. Im Osten noch Regen und Gewitter. Tageswerte zwischen 20 und 28 Grad.

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