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Nachrichten

Freitag, 24. April 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Nach zehnjähriger Diskussion hat der Bundestag das Gesetz der Großen Koalition zur Gendiagnostik beschlossen. SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt begrüßte vor der Verabschiedung der Vorlage im Parlament, dass nun endlich eine Gesetzeslücke im Umgang mit genetischen Daten geschlossen werde. Diese Daten dürften aber nicht missbraucht werden. Das Gesetz verbietet heimliche Vaterschaftstests ebenso wie vorgeburtliche Untersuchungen auf Krankheiten, die erst im Erwachsenenalter auftreten. Auch Gen-Diagnosen, die Aufschluss über das Geschlecht oder Eigenschaften der Babys geben, sind untersagt. Zudem dürfen Versicherer und Arbeitgeber von Kunden oder Bewerbern grundsätzlich keine Tests verlangen. Ausnahmen sind nur bei extrem hohen Versicherungssummen zulässig.

RÜSSELSHEIM: Die Zukunft des ums Überleben kämpfenden Autobauers Opel ist nach den Worten von Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg noch völlig offen. Guttenberg bestätigte zwar im Zweiten Deutschen Fernsehen, dass es mehrere Interessenten gibt. Keiner habe bisher aber ein tragfähiges Konzept vorgelegt. Als ernsthafte Kandidaten gelten der italienische Fiat-Konzern und der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna. Der Betriebsrat von Opel befürchtet bei einer Übernahme durch Fiat einen dramatischen Arbeitsplatzabbau und Werksschließungen in Deutschland. Zudem habe der italienische Autobauer selbst Liquiditätsprobleme und wolle nur deutsche Staatshilfen kassieren, erklärten Sprecher.

DETROIT: Wegen extrem schwacher Nachfrage schickt der US-Autokonzern General Motors mindestens 21.000 seiner Mitarbeiter in den Zwangsurlaub. Zwischen Mai und Juli würden 13 Werke in Nordamerika jeweils für mehrere Wochen geschlossen, teilte das schwer angeschlagene Unternehmen mit. Dadurch sollten 190.000 Autos weniger gebaut werden als bislang vorgesehen. GM, zu dem auch Opel gehört, hat bereits 13,4 Milliarden Dollar Staatshilfe bekommen. Derzeit arbeitet der Konzern im Auftrag der US-Regierung an einem Zukunftskonzept, auf dessen Grundlage über weitere Hilfen entschieden werden soll. Dafür hat Präsident Barack Obama GM eine Frist bis Anfang Juni gesetzt.

BERLIN: In Deutschland können ab sofort in sechs weiteren Branchen Mindestlöhne eingeführt werden. Dabei handelt es sich um die Altenpflege, Wach- und Sicherheitsdienste, die Abfallwirtschaft, Bergbau-Spezialbetriebe, Großwäschereien sowie die Aus- und Weiterbildungsunternehmen. Geregelt wird die Bezahlung im so genannten Arbeitnehmer-Entsendegesetz. Mit der Ausweitung erhöht sich die Zahl der durch einen Mindestlohn geschützten Beschäftigten um 1,2 auf insgesamt vier Millionen.

JOHANNESBURG: Südafrikas Regierungspartei Afrikanischer Nationalkongress ist die Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament so gut wie sicher. Nach Auszählung von rund 85 Prozent der Stimmen führt der ANC mit knapp 67 Prozent. Damit steht auch der Wahl des umstrittenen Parteivorsitzenden Jacob Zuma zum nächsten südafrikanischen Präsidenten nichts mehr im Wege. Die entsprechende Parlamentsabstimmung ist für den 9. Mai angesetzt. Die Demokratische Allianz der deutschstämmigen Kapstädter Bürgermeisterin Helen Zille kommt als stärkste Oppositionskraft auf etwa 16 Prozent. Der von ANC-Abweichlern gegründete Volkskongress (COPE) erhielt rund acht Prozent. Das offizielle Endergebnis soll noch an diesem Freitag bekanntgegeben werden.

COLOMBO: Im Zuge der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und tamilischen Rebellen in Sri Lanka sind nach UN-Angaben seit Ende Januar fast 6.500 Zivilisten getötet worden. Weitere 14.000 Menschen hätten Verletzungen erlitten, heißt es in internen Unterlagen der Vereinten Nationen, die von der Nachrichtenagentur AP veröffentlicht wurden. Angesichts der erbitterten Gefechte im Nordosten Sri Lankas räumte die Regierung in Colombo inzwischen einen humanitären Notstand ein und bat die internationale Gemeinschaft um Hilfe. Benötigt würden vor allem Notunterkünfte, Sanitäranlagen, Mittel zur Wasserreinigung und Medikamente. Allein in den vergangenen Tagen sind mehr als 100.000 Menschen vor den Kämpfen geflohen.

BANGKOK: Die Regierung in Thailand hat den Ausnahmezustand für die Hauptstadt wieder aufgehoben. Diese Entscheidung sei einer von mehreren geplanten Schritten zur Überwindung der politischen Krise, sagte Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva zum Abschluss einer zweitägigen Sondersitzung des Parlamentes in Bangkok. Der Ausnahmezustand war am 12. April verhängt worden, um die teilweise militante Protestbewegung der oppositionellen Sympathisanten von Ex-Premier Thaksin Shinawatra unter Kontrolle zu bringen.

PJÖNGJANG: Nordkorea will zwei im März festgenommene US-Journalistinnen vor Gericht stellen. Den beiden Frauen würden kriminelle Vergehen zur Last gelegt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA ohne Angabe weiterer Details. Pjöngjang hatte den beiden Journalistinnen zuvor bereits vorgeworfen, von China aus illegal auf nordkoreanisches Territorium vorgedrungen zu sein. Die US-Regierung nahm nach eigenen Angaben indirekt Kontakt mit dem kommunistischen Staat auf, um die Freilassung der koreanisch- und chinesischstämmigen Frauen zu erwirken.

NEU DELHI: Bei einem Anschlag nach Abschluss des zweiten Wahltags in Indien sind fünf Menschen getötet worden. Bei den Opfern handelt es sich um vier Polizisten und einen Wahlhelfer, wie die Behörden im betroffenen Unionsstaat Bihar mitteilten. Der Geländewagen der Männer war rund 70 Kilometer östlich der Provinzhauptstadt Patna auf eine Landmine gefahren. Die Polizei macht maoistische Rebellen für die Tat verantwortlich.

LOS ANGELES: Hollywood-Regisseur Ken Annakin, der Kriegsfilme wie 'Die letzte Schlacht' und 'Der längste Tag' auf die Leinwand brachte, ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Der gebürtige Brite, der seine Filmkarriere in den 40er Jahren mit britischen Kriegsdokumentationen begann, drehte später in Hollywood mehr als 50 Spielfilme, darunter Komödien wie 'Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten' oder 'Pippi Langstrumpfs neueste Streiche'.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überall sonnig und überwiegend trocken, am Alpenrand Aufzug von Quellwolken. Höchstwerte zwischen 15 und 21 Grad.


Am Morgen meldeten:


Hamburg: acht Grad, wolkenlos;

Berlin: sieben Grad, wolkenlos;

Dresden: sechs Grad, Nebel;

Köln/Bonn: neun Grad, wolkenlos;

Frankfurt am Main: sieben Grad, heiter und

München: fünf Grad, dunstig.



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