1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Freitag, 23. November 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ISLAMABAD: Pakistan hat seinen Ausschluss aus dem Commonwealth verurteilt. Das Außenministerium gab an, die Entscheidung sei ungerechtfertigt und unbegründet und berücksichtige nicht die aktuellen Bedingungen im Land. Pakistan werde seine weitere Mitgliedschaft in dem Staatenbund überprüfen. Commonwealth-Generalsekretär Don McKinnon hatte den vorläufigen Ausschluss mit dem anhaltenden Ausnahmezustand begründet. Erst wenn dieser beendet und die Demokratie wiederhergestellt sei, werde Pakistan wieder aufgenommen. Die britische Königin Elizabeth die Zweite eröffnete inzwischen die dreitägige Konferenz der 53 Commonwealth-Staaten im ugandischen Kampala. Sie dankte dem scheidenden Generalsekretär McKinnon für dessen Arbeit.

BEIRUT: Im Libanon ist die Nachfolge des an diesem Freitag aus dem Amt scheidenden Präsidenten Emile Lahoud weiter ungeklärt. Die Außenminister Italiens, Frankreichs und Spaniens scheiterten bei ihren Bemühungen, zwischen den pro-westlichen Parteien um Regierungschef Fuad Siniora und den pro-syrischen Kräften um die Hisbollah-Miliz zu vermitteln. Weder konnte man sich auf einen Kompromisskandidaten einigen noch fand der Vorschlag des christlichen Abgeordneten, General Michel Aoun, Zustimmung, einen Interimspräsidenten bis 2009 zu benennen. Angesichts des von der Hisbollah angedrohten Abstimmungsboykotts im Parlament, kündigte die pro-westliche Parlamentsmehrheit an, den Präsidenten mit einfacher Mehrheit zu wählen. Wegen der angespannten politischen Lage wurden die Sicherheitsvorkehrungen in Beirut verstärkt.

KAIRO: In der ägyptischen Hauptstadt Kairo beraten hochrangige Diplomaten der Arabischen Liga über eine Teilnahme an der Nahost-Friedenskonferenz kommende Woche in den USA. Geklärt werden soll, ob die arabischen Staaten insgesamt vertreten sind oder jeder Staat einzeln. So hat Oman seine Teilnahme bereits angekündigt, andere Staaten wie Saudi Arabien zögern noch wegen geringer Erwartungen an einen Erfolg der Konferenz in Annapolis bei Washington. Nach dem Dreier-Gipfeltreffen am Donnerstag im ägyptischen Scharm-el-Scheikh äußerten sich Ägyptens Präsident Hosni Mubarak, Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas sowie der jordanische König Abdullah II. zuversichtlich über einen positiven Ausgang. Die Einladung zu der Konferenz am Dienstag enthalte viele Bezüge auch zu den Friedensvorschlägen der arabischen Staaten.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel will in enger Zusammenarbeit mit dem neuen Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier den Reformkurs ihrer Regierung fortsetzen. Die Große Koalition werde den angefangenen Weg weitergehen und an den Projekten wie Wissenschaft, Forschung und Kinderbetreuung weiter arbeiten. In verschiedenen Interviews zur Halbzeitbilanz der Wahlperiode forderte Merkel zugleich die SPD auf, beim umstrittenen Mindestlohn auf die Union zuzugehen.

BERLIN: Der Betriebsrat des Flugzeugherstellers Airbus sieht, anders als der Airbus-Vorstandsvorsitzende Thomas Enders, den Konzern trotz des starken Euro nicht in einer existenziellen Krise. Betriebsratschef Rüdiger Lütjen sagte der 'Berliner Zeitung', das Management solle besser die vorhandenen Probleme abarbeiten, anstatt ständig neue Schlagzeilen zu produzieren. Er räumte aber ein, dass der Höhenflug der Gemeinschaftswährung das Unternehmen belaste. Enders hatte am Donnerstag weitere drastische Einschnitte angekündigt und dies mit dem Kursverfall des Dollar begründet. Airbus produziert im Euro-Raum, verkauft seine Maschinen aber zu Dollar-Preisen.

FRANKFURT/ODER: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat mit Blick auf die bevorstehende Ausdehnung des sogenannten Schengen-Raumes in Richtung Osten vor übertriebenen Ängsten gewarnt. Die Bundespolizei werde nach dem Wegfall der Kontrollen an den Grenzen zu Polen und Tschechien in der Region sichtbarer sein als bisher, sagte er in Frankfurt an der Oder. Zur Begründung nannte Schäuble die geplanten mobilen Kontrollen in einem 30 Kilometer breiten Streifen entlang der Grenze. Mit dem Beitritt Polens und Tschechiens zum Schengen-Raum entfallen vom 21. Dezember an die Passkontrollen an der deutschen Ostgrenze.

PARIS: In Frankreich ist ein vorläufiges Ende des Eisenbahnerstreiks in Sicht. Die Pariser Verkehrsbetriebe meldeten, fast alle Metros und Busse würden wieder fahren. Die Staatsbahn SNCF erwartet für das kommende Wochenende einen weitgehend normalen Verkehr. Bereits jetzt würden alle TGV-Hocheschwindigkeitszüge von und nach Paris wieder nach Fahrplan fahren. Auf Betriebsversammlungen der Gewerkschaften hatten die Mitglieder für eine Aussetzung der Streiks gestimmt. Anlass ist die Einigung zwischen Gewerkschaften, Unternehmen und Regierung, in der kommenden Woche mit Verhandlungen über die umstrittene Rentenreform zu beginnen.

BONN: Der kroatische Präsident Stipe Mesic sieht in einem Grundlagenvertrag eine mögliche Lösung für die Kosovo-Frage. Der Deutschen Welle sagte Mesic, ein ähnliches Modell, wie es einst zwischen den beiden deutschen Staaten vereinbart worden war, könnte die Beziehungen zwischen Serbien und dem Kosovo regeln. Der 1972 zwischen der damaligen Bundesrepublik und der DDR geschlossene Vertrag regelte die Beziehungen beider Staaten. Vereinbart wurde etwa der Respekt vor der Unverletzlichkeit der Grenzen und ein Verzicht auf eine gegenseitige internationale Vertretung. Die Verhandlungen über den Status der unter UN-Verwaltung stehenden serbischen Provinz Kosovo sind in einer Sackgasse. Serbien will eine Unabhängigkeit der mehrheitlich von Albanern bewohnten Provinz nicht akzeptieren, sondern nur eine Autonomie gewähren. Vom 26. November an soll in Wien weiter verhandelt werden.

BUENOS AIRES: Das unter liberianischer Flagge fahrende Kreuzfahrtschiff 'MV Explorer' ist in der Antarktis nach einer Kollision in Seenot geraten und droht zu sinken. Ein Sprecher der britischen Küstenwache teilte mit, die 152 Passagiere und Besatzungsmitglieder seien bereits in Rettungsboote gebracht worden. Nur der Kapitän und der Erste Offizier seien noch auf dem Schiff geblieben. Ein anderes Kreuzfahrtschiff sei auf dem Weg, das die Schiffbrüchigen aufnehmen könne. Die 'Explorer' sei, so der Sprecher, nahe den Südlichen Shetland Inseln mit einem unbekannten Objekt zusammengestoßen, das den Rumpf beschädigt habe.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten etwas Sonne. Sonst meist trüb und nass. Höchstwerte sechs bis elf Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 6 Grad, dunstig;
Berlin: 5 Grad, leichter Regen;
Dresden: 4 Grad, bedeckt;
Frankfurt am Main: 7 Grad, Regen;
Köln/Bonn: 7 Grad, dunstig und
München: Null Grad, Nebel.