1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Freitag, 23. Mai 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NAYPYIDAW: Birma wird ausländische Hilfe für die Opfer der Zyklon-Katastrophe ins Land lassen. Allen Helfern sollten Einreisevisa erteilt werden, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon nach einem Treffen mit dem Chef der Militärjunta, Than Shwe, in der neuen Hauptstadt Naypyidaw. Er wertete das Zugeständnis als 'Durchbruch'. Seit der Zyklon-Katstrophe Anfang des Monats warten vor allem Schiffe aus westlichen Staaten mit Hilfslieferungen vor der Küste Birmas. Helfern aus westlichen Staaten wurden keine Einreise-Visa genehmigt. Nach UN-Schätzungen sind bis zu zweieinhalb Millionen Überlebende des Wirbelsturms 'Nargis' dringend auf Hilfe angewiesen.

PEKING: Eineinhalb Wochen nach dem verheerenden Erdbeben im Südwesten Chinas haben die Behörden die Zahl der Opfer erneut nach oben korrigiert. Demnach kamen in der Provinz Sichuan mehr als 55.000 Menschen ums Leben, weitere 25.000 werden noch vermisst. Zur Unterbringung fünf Millionen Obdachloser ordnete die chinesische Regierung den Bau hunderttausender Leichtbau-Häuser an. Die internationale Staatengemeinschaft wurde gebeten, mehr als drei Milionen Zelte zur Verfügung zu stellen.

BERLIN: Der Bundesrat hat mit der notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit abschließend dem EU-Reformvertrag zugestimmt. Von 16 Bundesländern billigten 15 das Reformwerk. Nur Berlin mit seiner Koalition aus SPD und Linken enthielt sich der Stimme. Vor der Länderkammer hatte bereits der Bundestag den Vertrag gebilligt. Er soll die auf 27 Mitgliedstaaten angewachsene EU nach innen funktionsfähiger und nach außen handlungsfähiger machen. Damit das Reformwerk, das die gescheiterte EU-Verfassung ersetzt, am 1. Januar 2009 in Kraft treten kann, muss es noch von den meisten Mitgliedstaaten ratifiziert werden. Der Vertrag war im Sommer vergangenen Jahres unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft ausgehandelt und im Oktober in Lissabon unterzeichnet worden.

BERLIN: Wissenschaftler in Deutschland erhalten mehr Spielraum für die Forschung mit Stammzellen. Der Bundesrat billigte die vom Bundestag beschlossene Lockerung des strengen deutschen Gesetzes. Dieses erlaubt bislang nur die Forschung an Stammzellen, die bis zum Jahr 2001 im Ausland gewonnen wurden. Nun dürfen Wissenschaftler künftig mit jüngeren embryonalen Stammzellen nach Heilungschancen für schwere Krankheiten suchen.

OSNABRÜCK: Fast zwei Jahre nach dem schweren Transrapid-Unglück im Emsland, bei dem 23 Menschen ums Leben kamen, sind zwei Betriebsleiter der Teststrecke zu Geldstrafen verurteilt worden. Das Landgericht Osnabrück verhängte gegen die beiden Männer Geldstrafen in Höhe von 24.000 und 20.000 Euro. Ihnen wurde fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung zur Last gelegt. Die Magnetschwebebahn war auf der Teststrecke im September 2006 mit 180 Stundenkilometern auf einen Wartungswagen geprallt.

PEKING: Der neue russische Präsident Dmitri Medwedew ist in China eingetroffen. Im Mittelpunkt des zweitägigen Besuchs stehen Beratungen über die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit der beiden Nachbarstaaten. Geplant sind unter anderem Gespräche mit Präsident Hu Jintao und Regierungschef Wen Jiabao. Dass der neue russische Präsident auf seiner ersten Auslandsreise nach Peking kommt, sehen chinesische Regierungsvertreter als Zeichen für die hohe Bedeutung, die Medwedew den Beziehungen zu China beimisst.

TIFLIS: Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Georgien hat die Partei von Präsident Michail Saakaschwili ihre Zweidrittel-Mehrheit verteidigt. Das teilte die Wahlkommission nach Auszählung fast aller Stimmen mit. Damit dürfte die Vereinte Nationale Bewegung 120 der 150 Parlamentssitze besetzen. Die Opposition, die auf rund 18 Prozent kam, erwägt nach Angaben eines Sprechers neben Demonstrationen einen Boykott der Parlamentssitzungen. Sie bezichtigt Saakaschwili des Wahlbetrugs. Die Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE hatten den Verlauf trotz einiger Einschüchterungen von Wählern als weitgehend fair bezeichnet.

OSNABRÜCK: Vor seiner Teilnahme am Deutschen Katholikentag hat sich EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso für eine stärkere Entwicklungshilfe ausgesprochen. Eine der Prioritäten der EU bleibe der Kampf gegen die Armut in der Welt, sagte Barroso der 'Neuen Osnabrücker Zeitung'. Angesichts der gestiegenen Nahrungsmittelpreise müsse auf europäischer und globaler Ebene gehandelt werden. Als Themen des Katholiken-Treffens stehen unter anderem die Zukunft Europas und die Einwanderungspolitik auf der Tagesordnung. Dazu wird in Osnabrück auch Innenminister Wolfgang Schäuble erwartet. Zu Fragen der Ökumene will die evangelische Landesbischöfin Margot Käßmann sprechen. Auch über die Fälle von sexueller Gewalt in der Kirche soll diskutiert werden.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bereitschaft von Bundespräsident Horst Köhler begrüßt, für eine zweite Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Köhler sei ein 'wahrer Bürgerpräsident' und stehe zudem für ein weltoffenes Deutschland, erklärte die Kanzlerin und CDU-Vorsitzende in Berlin. SPD-Chef Kurt Beck betonte, seine Partei nehme die Entscheidung des Bundespräsidenten 'mit Respekt' zur Kenntnis. Nach Angaben Becks erwägen die Sozialdemokraten allerdings, eine Gegenkandidatin für das höchste Staatsamt zu nominieren. Als Favoritin gilt die Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan, die Köhler bei der Wahl in der Bundesversammlung 2004 nur knapp unterlegen war. Der Grünen- Vorsitzende Reinhard Bütikofer betonte, die Stimmen seiner Partei bekomme 'niemand automatisch'. Er halte nichts davon, nur dann Frauen aufzustellen, wenn diese keine Chance hätten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden bleibt es trocken und sonnig. Richtung Süden ist es teils wolkig und es kommt zu einzelnen Schauern. Die Höchsttemperaturen reichen von 13 bis 24 Grad.

Audio und Video zum Thema