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Nachrichten

Freitag, 23. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN / WASHINGTON: Die USA und Deutschland haben das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs gewürdigt. Darin wird die Rechtmäßigkeit der Unabhängigkeit des Kosovo bestätigt. Die Außenminister Clinton und Westerwelle riefen Serbien und das Kosovo auf, ihre Streitigkeiten beizulegen und gemeinsam nach vorne zu blicken. Westerwelle sagte, jetzt seien Politik und Dialog gefragt. Die Zukunft Serbiens und des Kosovo liege in der EU. Dagegen bekräftigte die Regierung in Belgrad, sie werde die Unabhängigkeit des Kosovo niemals anerkennen. Russland kritisierte den Richterspruch als "juristisch nicht sauber und rein politisch". - Nach dem Gutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag hat die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo kein internationales Recht verletzt. Das mehrheitlich von ethnischen Albanern bewohnte Gebiet hatte sich im Februar 2008 von Serbien losgesagt.

MADRID: Mehrere spanische Sparkassen haben nach einem Zeitungsbericht den sogenannten Banken-Stresstest nicht bestanden. Eine kleine Gruppe der 18 Sparkassen des Landes bräuchte mehr Kapital, sollten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern, berichtete die Zeitung "El Pais". Nach anderen Medien-Informationen soll auch die in Deutschland in der Finanzkrise verstaatlichte Immobilienbank HRE den Stresstest nicht bestanden haben. Die europäische Bankenaufsicht veröffentlicht die Belastungsanalysen von insgesamt 91 führenden europäischen Bankhäusern nach Börsenschluss an diesem Freitag. - Entsprechend einer Vorgabe der EU wurde überprüft, ob die Banken neue Marktturbulenzen ohne Hilfe überstehen könnten.

WASHINGTON: Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise haben US-Banken ihren Spitzenmanagern nach Medienberichten 1,6 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro) an "ungerechtfertigten" Boni gezahlt. 17 der Geldhäuser hätten Ende 2008 und Anfang 2009 Belohnungen für erfolgreiche Arbeit gezahlt, nachdem sie milliardenschwere Hilfen aus Steuermitteln bekommen hätten, berichtet die "New York Times". Dabei beruft sich das Blatt auf Regierungsbeamte. Nach Angaben der Zeitung soll es praktisch keine Möglichkeit geben, eine Rückzahlung des Geldes einzufordern. Die US-Regierung wolle einen entsprechenden Bericht vorlegen.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Ban hat Venezuela und Kolumbien zur Mäßigung in ihrem Streit aufgefordert. Beide Seiten sollten ihren Konflikt auf friedliche Weise lösen, heißt es in einer Erklärung Bans. Der venezolanische Präsident Chavez hatte zuvor die Beziehungen zu Kolumbien abgebrochen und für das Grenzgebiet höchste Alarmbereitschaft angeordnet. Chavez reagierte damit auf Vorwürfe der Regierung Kolumbiens, er dulde kolumbianische FARC-Rebellen auf seinem Staatsgebiet.

NEW ORLEANS: Der Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko wird wegen eines aufziehenden Tropensturms unterbrochen. Die im Bereich des ramponierten Bohrlochs eingesetzten Einsatzkräfte und die Schiffe werden abgezogen. Dazu gehört auch die Plattform, von der die Entlastungsbohrung vorangetrieben wird. Nach Angaben der US-Regierung könnte sich dadurch die endgültige Abdichtung des Bohrlochs um bis zu zwei Wochen verzögern.

BERLIN: Als Konsequenz aus der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat Bundesumweltminister Röttgen einen vorübergehenden Stopp neuer Ölbohrungen in der Nordsee gefordert. Deutschland sollte die Initiative für ein Moratorium übernehmen, sagte der CDU-Politiker im Zweiten Deutschen Fernsehen. Die Ölpest an der US-Südküste sollte Anlass sein, genau zu überprüfen, welche Risiken bei Bohrungen künftig vermieden werden müssten, erklärte Röttgen.

DRESDEN: Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Königshaus, hat bürokratische Hindernisse für die mangelnde Ausrüstung der Bundeswehr im Afghanistan-Einsatz verantwortlich gemacht. Dringend benötigte Minenräum- oder Sanitätsfahrzeuge könnten nicht angeschafft werden, weil sie deutschen Zulassungsnormen nicht entsprächen, sagte der FDP-Politiker der "Sächsischen Zeitung". Neben wichtigen Rüstungsgütern fehlten auch Möbel für die Quartiere, Feldbetten, Gefechts- und Übungsmunition. Die Soldaten fühlten sich vernachlässigt, sagte Königshaus.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Südosthälfte anfangs noch Regen. Im Westen und Nordwesten heiter bis wolkig, örtliche Schauer oder Gewitter. Tageshöchstwerte 19 bis 25 Grad Celsius.

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